Experimentierstationen und interaktive Ausstellungen für Museen

Durch ein Museum zu laufen und nur zu schauen ist heute zu wenig für die Besucher, und insbesondere Kinder sind schnell gelangweilt. Museen entwickeln sich mehr und mehr in Richtung Erlebnis-Center und laden zum Mittmachen ein (daher auch der Begriff Mitmach-Museum). Bei Kunstmuseen ist das traditionell schwierig, bei naturwissenschaftlichen Themen einfacher, entsprechende Experimentierstationen zu definieren, hier spricht man gerne von Science-Centern und lässt den Begriff Museum ganz fallen, um bloß keine Assoziation an langweilige Museen aufkommen zu lassen.

Mit der Frage, wie man so etwas entwickelt, beschäftigt sich http://www.si.edu/content/opanda/docs/rpts2002/02.05.interactiveexhibitions.final.pdf.

Ein paar Beispiele.

EXPERIMINTA, ScienceCenter FrankfurtRheinMain

Zitate von der Webseite:

  • Über 120 Experimentierstationen fordern kleine und große Besucher zum Mitmachen und Ausprobieren auf.
  • EXPERIMINTA bietet auf über 2.000 qm über vier Etagen eine erlebnis- und lehrreiche Mitmach-Zeit.
  • Gemessen an den Besucherzahlen ist EXPERIMINTA das 8.größte Museum in Frankfurt a.M. geworden

Ausstellung Sichtbar - Unsichtbar - Optik

Ausstellung Stark und Schwach - Kraft

Die Experimentierstationen sind zehn Themenkreisen zugeordnet:

Im Bereich Informatik findet man unter anderem: Binäre Magie, Sortierwaagenversuche, Travelling-Salesman-Lösungen mit Fadenhilfe, Affenpuzzle in allen Größen und Schatzsuchen.

Der normale Eintrittspreis ist 9 €, weitere Einnahmen generiert das Museum durch den Verkauf von Materialien, etwa 22 € für den Hautkatalog.

Universum Science Center Bremen

Von den Webseiten:

  • Das Universum® Science Center Bremen hat seit der Eröffnung im September 2000 knapp drei Millionen Besucher gezählt.
  • Der Dreiklang aus Science Center, SchauBox und EntdeckerPark ermöglicht ebenso vielfältige wie einzigartige Zugänge zu den wissenschaftlichen Hintergründen des alltäglichen Lebens.
  • Der Grundstein des Universum® Bremen wurde 1996 in einem Kreise engagierter Professoren der Universität Bremen gelegt.
  • Über 250 Exponate und Experimentierstationen, Rauminszenierungen und Medieninstallationen laden ein, spielerisch die Welt zu erkunden.
  • http://www.universum-bremen.de/fileadmin/universum_dateien/Flyer_Wegweiser_Universum.pdf

Es gibt 16 Stationen, es ist alles sehr Natur-bezogen, aus dem Bereich der Informatik gibt es nichts.

Erwachsene zahlen 8 € Eintritt.

Physikanten & Co.

Prof. Dr. Liebermann lässt für sein Publikum Ölfässer implodieren. (Foto: Mark Wohlrab) 2832 x 3740 px, 5,1 MB

Von der Webseite:

Die Physikanten & Co. sind ein Team aus Naturwissenschaftlern, Schauspielern und Moderatoren. Mit ihrer spektakulären Physik-Show und Wissenschaftsshow haben sie bereits mehr als 500.000 Zuschauer begeistert. Die Physikanten treten bei Firmenveranstaltungen auf, auf Konferenzen, Messen und in Schulen, in Deutschland, Europa und Japan. Für Wissenschaftssendungen im Fernsehen konzipiert und baut das Team um Dipl.-Phys. Marcus Weber spektakuläre Experimente (u.a. Galileo, Frag doch mal die Maus). Die Physikanten wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2012 mit der Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG).

Im Mittelpunkt stehen Shows, doch können die mehr als 100 Experimentierstationen auch gemietet werden. Sie decken viele Themenbereiche ab: Mechanik, Optik, Wahrnehmung, Elektrizität, Wasser, Energie und Kommunikation.

In Bereich Informatik findet sich nichts.

Paderborner Heinz-Nixdorf-Museumsforum (HNF)

Das HNF bietet einige Experimentierstationen und weitere in den Sonderausstellungen.

Zusammenfassung: Heutzutage bieten alle naturwissenschaftlichen Museen Experimentierstationen und es zudem ein Markt für “Shows” entstanden.

      Auch Universitäten beschäftigen sich im Rahmen der informatischen Ausbildung mit “Experimenten”

      Experimentierstationen erfüllen den Zweck, die Besucher aktiv einzubinden. Sie sind nicht passiver Zuschauer, sondern führen Experimente selbst durch.

      Interaktive Ausstellungen (engl. Interactive Exhibits)

      Fließend ist der Übergang zu interaktiven Ausstellungen, in denen der Besucher ebenfalls eingebunden ist und den Ablauf steuert, etwa welche Medien gezeigt werden. Ein Experiment im eigentlichen Sinne ist es nicht.

      Eine tolle Sammlung an Anregungen liefert Pinterest:

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