Bücher zur Daten-Persistenz, JDBC, OR-Mapper Hits und Tops

Professional Hibernate
Eric Pugh, Joseph D. Gradecki. Wrox. ISBN 978-0-7645-7677-5. 2004. 434 Seiten
Bisher war ich immer durch die die Referenz-Doku verwöhnt und das Buch von Garvin+Christian kannte ich auch schon. Um etwas quer zu lesen, lieh ich mir das Buch von Pugh (Hibernate und XDoclet Mitarbeiter) und Gradecki aus. Natürlich war von einem Buch aus 2004 nicht an Annotationen oder Java 5 zu denken, aber Hibernate 2 überraschte mich dennoch. Der Einstieg in Hibernate läuft über das übliche: Was machen OR-Mapper, Bla, Bla. Kurz nach einem Beispiel geht es schon komplett über die Konfigurationsdatei, was natürlich aus didaktischer Sicht wenig sinnvoll ist. Das könnte man eher als Kapitel zum Nachschlagen nutzen, aber dafür gibt es ja auch die Referenz-Doku. Anschließend beschreibt Kapitel 5-7 die native Hibernate API. Gerne hätte ich etwas über die Dirty Checking Strategy erfahren, doch diesen Begriff gibt es noch nicht einmal in Index. Bei der Frage der Vererbung beschreiben die Autoren nur die Möglichkeiten, ohne aber ausführlich zu diskutieren, welcher Realisierung bei welchem Szenario den Vorzug zu geben ist. Das Kapitel über HQL führt ein neues Beispiel ein um daran HQL-Ausdrücke zu erklären. Ich hätte mir gerne mehr Beispiele gewünscht. Zum Caching kommen dann noch einmal 10 Seiten und etwa über Locking und Transaktionen. Dass die Kapitel Hibernate und XDoclet (ab Seite 261), Hibernate und Maven (bis Seite 328) dann noch so ausführlich dargestellt werden, ist für bestimmte Gruppen hilfreich, aber es fehlen dann andere Dinge, auch banales wie benutzerdefinierte Datentypen. Die Listings weisen zum Teil eklatante Fehler auf, etwa wird aus einem paar runder Klammern () ein Q, was vermuten lässt die Listings eingescannt wurden. Kurs gesagt: In den Zeiten von JPA und so einer guten Referenz-Doku ist das Buch unnötig. Februar 2007

MySQL and Java Developer’s Guide
Mark Matthews, Jim Cole, Joseph D. Gradecki. Wiley. ISBN 0471269239. 410 Seiten
Februar 2k

Database Programming with JDBC and Java. Java 1.1
George Reese, ISBN 1565922700, Oreilly & Associates, 1997, 240 Seiten
Für mich eines der schlechteren O’Reilly-Bücher. Das liegt aber gar nicht mal am Autor und an seine Art wie und was er schreibt, sondern daran, dass das Buch seit 1997 nicht mit aktualisiert wurde. Stand Java 1.1 ist total outdated. Mittlerweise sind wir bei JDBC 4.0 und Java 5. Sehr überflüssig sind zusätzlich die mit zu viel Quellcode unterlegten Beispiele zum Objekt-Relationen Mapping. Das ist ja ganz spannend, aber muss man das in einem JDBC-Einführungsbuch gleich selbst implementieren? Dazu auch noch einen GUI-Teil, den man sich schenken kann. RMI wirkt ebenfalls deplaziert und die wirklich harten Probleme, wie man denn ein ResultSet serialisiert, oder komprimiert, werden nicht erklärt. Juni 2003

Datenbanksysteme mit Internet- und Java-Applikationen
Greg Riccardi. Addison-Wesley. ISBN 3827318750. 640 Seiten
Ganz nettes Datenbankbuch, was insbesondere für Studis nützlich sein dürfte. Der Java-Anteil für JDBC ist OK. Dass allerdings der Verlag dafür ehemals 60 Euro haben wollte, ist eine Frechheit. Da das Buch aber nicht mehr verfügbar ist, bekommt man es nur noch gebraucht, und dann gibt es das Werk für 4 Euro. Mai 2007

Datenbanken und Java. JDBC, SQLJ und ODMG
Gunter Saake, Kai-Uwe Sattler
Kurzes Buch mit allen wichtigen Inhalten. Teilweise etwas zu knapp. Die Themen Objektorientierung und Datenbanken dürften bald veraltet sein. Dennoch empfehlenswert und eine sehr gute Einführung. November 2001

JDBC. Internet-Datenbankanbindung mit Java
Hans Diecken, Thomson-Publishing
Buch mit viel Bla-Bla. Einige lange uninteressante Listings. Ebenfalls ziemlich alt. Nix von JNDI oder so. Oktober 2001

Java Database programming with JDBC
Pratik Patel, Karl Moss, Coloris Group Books, 1996, 480 Seiten
Viel zu altes Buch über JDBC. (Damals musste man sich die JDBC-Treiber noch von der Sun Seite laden.) Mal wieder 40 Seiten Java Einführung und zu viele Seiten API Abdrücke. Dort stehen zwar die MetaDaten, aber im Text keine Erklärung. Ein zu großes Beispiel, was nicht vernünftig erklärt wird. September 1999