Kenia

landKenia

datum

lesezeit4 min

höhe762 m

reisezeit
Januar 200912.06.2009 – 26.06.200920.10.2009 – 27.10.200901.11.2009 – 05.11.2009

Kenia ist die letzte Station meiner ersten großen Rundreise durch Afrika 2008/2009, die im Dezember in Namibia begonnen hat. Ich komme mit dem Flugzeug von Sansibar in Tansania.

Die Route: Sansibar → Flug nach NairobiNairobiStadt / OrtKenia1,28333° S · 36,81667° O1684 m ü. NNHauptstadt in Kenia.Google Maps → NaivashaseeNaivashaseeSeeNaivasha · Kenia0,758635° S · 36,355377° OGoogle Maps → MombasaMombasaStadt / OrtKenia4,05466° S · 39,66359° O20 m ü. NNOrt in Kenia.Google Maps → Rückflug nach Deutschland

Nairobi

Nairobi begeistert mich, genauso wie die Freundlichkeit der Menschen. Ich halte es erst für einen Witz, als ich im Reiseführer lese, viele Männer trügen Hemd und Anzug – in der Freizeit! –, doch es stimmt. Kenianische Männer sind sehr gut gekleidet. Die Frauen sind dezent angezogen, Miniröcke oder bauchfrei sind verpönt.

Schockierenderweise bin ich gerade vor Ort, als ein schwerer Brand ein Kaufhaus zerstört; 30 Menschen sterben. Nur drei Tage später sterben bei einer zweiten Brandkatastrophe mehr als 100 Menschen, sodass die Flaggen, etwa im Fort JesusFort JesusBurg oder SchlossMombasa · Kenia4,062632° S · 39,679641° OGoogle Maps in Mombasa, auf halbmast wehen. Die Unglücke gehören zu den schwersten Bränden der jüngeren Geschichte des Landes, und die Menschen sind frustriert über die Rettungskräfte und die Unfähigkeit der Polizei. Beim Kaufhausbrand muss ein Polizeiwagen, der eigentlich Demonstranten mit Wasser vertreiben sollte, das Löschfahrzeug ersetzen. Der zweite Brand bricht aus, als Menschen mit Dosen, Bechern und Eimern das auslaufende Benzin eines verunglückten Tanklasters auffangen wollen; eine Zigarette setzt alles in Brand, und die benzingetränkten Menschen verbrennen. Der erste Rettungswagen trifft erst eine Stunde später ein.11Gemeint sind der Brand im Supermarkt Nakumatt Downtown in Nairobi am 28. Januar 2009 mit 30 Toten und das Tanklasterunglück bei Molo am 31. Januar 2009, bei dem mehr als 110 Menschen starben – spätere Angaben nennen über 140.

Sehenswürdigkeiten gibt es in Nairobi nicht so viele, aber nachts pulsiert das Leben auf den Straßen, ganz anders als in allen anderen afrikanischen Ländern, die ich bereist habe. Für das Nairobi Animal OrphanageNairobi Animal OrphanagePark oder SchutzgebietNairobi · Kenia1,337845° S · 36,781623° OGoogle Maps blättert man als Ausländer 12 Euro auf den Tisch, Einheimische zahlen gerade einmal einen Euro. Da die Waisentiere von klein auf an Menschen gewöhnt sind, kann ich eine Löwin (durch den Zaun) genauso streicheln wie junge Geparden. Später im kleinen Giraffe CentreGiraffe CentrePark oder SchutzgebietNairobi · Kenia1,376562° S · 36,744595° OGoogle Maps der African Fund for Endangered Wildlife (noch einmal 7 Euro) küssen Giraffen einige Touristen. Das Giraffenzentrum liegt relativ weit draußen. Daneben kann man ins Museum gehen, das aber nicht viel Neues bietet.

Mit dem Mietwagen zum Naivashasee und nach Mombasa

Mit einem Mietwagen fahre ich zunächst zum nahe gelegenen NaivashaseeNaivashaseeSeeNaivasha · Kenia0,758635° S · 36,355377° OGoogle Maps , mit einem weiteren schließlich von Nairobi nach Mombasa. Das Fahren in Kenia empfinde ich als problemlos, und ich lerne schnell die Vorzüge des hiesigen Straßenverkehrs kennen. (Nur die Tempohügel vergesse ich oft noch …) Vielleicht werde ich im nächsten Leben Matatu-Fahrer – so heißen die Minibusfahrer, die wie blöd durch die Stadt fahren und sich nur an die allernotwendigsten Verkehrsregeln halten, etwa keine Oma zu überfahren und die Hupe zu benutzen. In Deutschland hätten die Halter der beiden Autos, deren Seitenspiegel ich umgeklappt habe, längst einen Tanz aufgeführt. In Kenia wird ein bisschen mit dem Zeigefinger gemahnt, kurz gestöhnt, und das war’s. Die Matatus werben mit lauter Discomusik um Kunden, und bei Frauen scheint der Beruf des Sammeltaxifahrers gut anzukommen (sagen jedenfalls die Fahrer …).

Mombasa selbst hat keine nennenswerten Strände; das Strandleben spielt sich im Süden und Norden ab. Im Süden sind die besseren Strände, aber sie sind mit etwa 20 km weiter von der Stadt entfernt, und man muss eine Fähre nehmen. Der Norden ist direkt mit der Stadt verbunden, und etwa 5 km außerhalb beginnen die großen Hotels, den Strand unter sich aufzuteilen.

Vom Hotel zum Flughafen wird es noch einmal stressig. Statt 30 Minuten brauche ich fast eine Stunde und bin der Letzte, der eincheckt. Die Stadt ist wie Nairobi um 7 Uhr morgens voll, und ich muss sehr aggressiv fahren, um rechtzeitig anzukommen. Geschickterweise ist auch noch eine zentrale Straße gesperrt, was mir zusätzlichen Nervenkitzel beschert. Zurück fliege ich mit Condor ab Mombasa; das Ticket habe ich zwei Wochen vor der Heimreise gebucht.

Die Fragen und Antworten zu dieser Reise stehen in der Reiseübersicht von Namibia nach Kenia.

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Erwähnte Orte in Kenia

4 Positionen aus den Reiseberichten.

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  1. NaivashaseeOrt
  2. Fort JesusOrt
  3. Nairobi Animal OrphanageOrt
  4. Giraffe CentreOrt