Vom 23. September bis zum 1. Oktober 2026 wohnen wir im Le Royal Méridien Beach Resort & SpaLe Royal Méridien Beach Resort & Spa★★★★★ StrandhotelDubai · Vereinigte Arabische Emirate25,08428° N · 55,14081° OStrandresort von Marriott International an der Al Mamsha Street zwischen Dubai Marina und Jumeirah Beach Residence mit rund 500 Zimmern und Suiten.Das Hotel eröffnete 1994 und wurde später renoviert.Marriott International · Le Méridien — Heutige MarkenzugehörigkeitOffizielle Website Google Maps in Dubai Marina, in einem Deluxe-Doppelzimmer mit Meerblick. Die Pauschalreise mit Flügen und neun Hotelnächten buchen wir bei FERIEN Touristik; für zwei Personen kostet sie 3223,58 €.
Anreise über Istanbul
Am 22. September fliegen wir mit Pegasus Airlines · PC1052 vom Flughafen Dortmund zum Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen und von dort weiter mit Flug PC740 zum Flughafen Dubai International, wo wir am 23. September um 3:15 Uhr landen. Zurück geht es am 1. Oktober um 4:25 Uhr mit PC741 nach Istanbul und mit PC1051 weiter nach Dortmund. Pro Person sind 20 kg Freigepäck enthalten.
Hotel
„As the sun sets, cocktails wash all your worries away.“ So lautet einer der ersten Sätze, die ich in der Getränkekarte auf unserem Zimmer lese. Das passt zum Le Royal Méridien: ein großes Strandresort mitten in Dubai, das sich möglichst weit vom Trubel der Stadt abgrenzen möchte. Das Hotel steht auf rund 7,7 Hektar Landschaftsgarten und hat direkten Zugang zum Strand. Für Dubai ist die Anlage ungewöhnlich weitläufig. Das erklärt sich durch ihr Alter: Das Le Royal Méridien wurde 1994 eröffnet, später mehrfach erweitert und zuletzt 2019 umfassend renoviert. Die drei Hotelgebäude sind mit zehn beziehungsweise 16 Stockwerken vergleichsweise niedrig; auf sie verteilen sich gut 500 Zimmer und Suiten. Gerade wenn man die Hochhäuser der Dubai Marina direkt daneben sieht, merkt man, dass dieses Hotel aus einer anderen Phase der Stadtentwicklung stammt. Heute würde man auf einem Grundstück dieser Größe vermutlich sehr viel dichter bauen, und direkt nebenan entstehen auch bereits weitere riesige Hochhäuser.
Zimmer
Direkt hinter der Eingangstür und nach dem Flur befindet sich zunächst eine Art kleines Wohnzimmer in einer rund ausgeformten Nische, das ziemlich dunkel ist. Das eigentliche Zimmer dagegen ist durch die riesigen Fenster angenehm hell. An klaren Tagen können wir in der Ferne sogar das Atlantis Hotel erkennen. An anderen Tagen ist die Luft durch Staub und Luftverschmutzung so diesig, dass die Sicht stark eingeschränkt ist und man direkt in die Sonne schauen kann.
11Aktuelle Messwerte zur Luftqualität bietet die National Air Quality Platform des staatlichen National Center of Meteorology (NCM).Zur Standardausstattung des Zimmers gehören ein 42-Zoll-Bildschirm, WLAN (bei dem man sich immer wieder anmelden muss und das weder besonders zuverlässig noch besonders schnell ist), ein Laptop-Safe, ein gefüllter Kühlschrank, sowie Kaffee- und Teezubereitung. Zusätzlich bietet das Hotel einen 24-Stunden-Zimmerservice an.
Beim Kaffee denke ich zunächst an eine weitere Nespresso-Variante, vor allem weil mir sofort die Kunststoffkapseln auffallen, die nicht aus Aluminium bestehen. Tatsächlich ist es aber das eigenständige Kapselsystem Caffitaly.22Ein möglicher Vorteil eines solchen proprietären Systems aus Sicht des Hotels ist, dass die Kapseln außerhalb des Hotels für die meisten Gäste kaum interessant sind, weil sie nur mit einer passenden Maschine genutzt werden können. Positiv betrachtet hat das System aber auch einen praktischen Vorteil: Eine Caffitaly-Kapsel enthält offiziell acht Gramm Kaffee und damit mehr als viele klassische Nespresso-Original-Kapseln, die je nach Sorte ungefähr sechs Gramm enthalten. Die Kapseln werden täglich aufgefüllt, sowohl in koffeinhaltigen als auch in entkoffeinierten Varianten.
Zum Zimmer gehört außerdem ein Balkon. Wer bei einem Zimmer mit Meerblick allerdings erwartet, auch vom Balkon zumindest einen guten seitlichen Blick aufs Meer zu haben, dürfte etwas enttäuscht sein. Das funktioniert durch die bauliche Situation kaum. Vom Zimmerfenster selbst ist die Aussicht dagegen schön. Der Balkon liegt in einer eigenartig gerundeten, tiefen Nische. Dadurch ist es dort selbst tagsüber ziemlich dunkel. In dieser Rundung stehen ein Tisch und Stühle, außerdem hängt dort ein Ventilator. Der dreht allerdings selbst auf der höchsten Einstellung nicht sonderlich schnell. Wir holen deshalb einen Techniker, der versucht, die Lüfterfrequenz zu erhöhen. Das gelingt nicht. Wir sind noch draußen. Er verlässt den Balkon und schließt die Tür ab. Wir sind ausgesperrt. Zum Glück ist ausgerechnet in diesem Moment die Reinigungskraft in unserem Zimmer. Wir können klopfen und werden wieder hereingelassen. Ohne ihn wäre es eine interessante Aktion geworden vom Balkon zu kommen.

Am Zimmereingang lassen sich verschiedene Funktionen elektronisch steuern: das Licht ebenso wie „Do not disturb“ oder die Bitte, das Zimmer zu reinigen. Interessant ist dabei die Logik des Systems: Wer „nicht stören“ aktiviert, bekommt auch keine Zimmerreinigung.
Neben der täglichen Reinigung gibt es einen weiteren Service am späten Nachmittag, den sogenannten Turndown-Service.33Dabei wird das Zimmer noch einmal kontrolliert, die Tagesdecke entfernt, die Vorhänge werden geschlossen, und es gibt kleine Schokoladen. Auch bei der regulären Reinigung bleibt es nicht beim bloßen Saubermachen: Unsere Produkte im Badezimmer werden ordentlich in einem Raster angeordnet. Während unseres Aufenthalts wird regelmäßig frisches Obst auf das Zimmer geliefert. Beim Geschirr setzt das Hotel nicht auf austauschbare Standardware: Im Zimmer steht Porzellan von Villeroy & Boch.
Zu Beginn stehen vier Flaschen Wasser im Zimmer. Ein Mitarbeiter fragt uns direkt, wie viel wir normalerweise benötigen. Das ist nett, danach haben wir mehr Flaschen.
Überhaupt fällt schon im normalen Hotelalltag auf, wie super der Service funktioniert. Egal ob uns Reinigungskräfte, Servicekräfte oder andere Mitarbeiter auf den Fluren und Wegen begegnen: Praktisch jeder grüßt. Das Zimmer entspricht dem Niveau eines 5-Sterne-Hotels, ist sauber und perfekt, und ebenso sind die Mitarbeitenden perfekt geschult.
Taxis
Das Hotel liegt nicht direkt an einer Metrostation. Die nächstgelegene Haltestelle der Dubai Tram, Jumeirah Beach Residence 1Jumeirah Beach Residence 1StraßenbahnhaltestelleDubai · Vereinigte Arabische EmirateHaltestelle 01 der Dubai Tram bei Jumeirah Beach Residence.Offizielle Website , ist zu Fuß in etwa 15 Minuten erreichbar. Zur Sobha Realty Metro StationSobha Realty Metro StationMetrostationDubai · Vereinigte Arabische Emirate25,0777° N · 55,1417° OUmsteigepunkt zwischen der Red Line der Dubai Metro und der Dubai Tram nahe Dubai Marina und Jumeirah Lakes Towers.Eröffnet 2010 als Dubai Marina Metro Station, von September 2014 bis November 2020 als DAMAC Properties Metro Station bekannt, seit 2021 Sobha Realty Metro Station.Offizielle Website Google Maps an der Red Line ist es dagegen deutlich weiter und bei 40 Grad nicht ohne Schwitzen zu erreichen.
Ich hätte erwartet, dass vor einem Hotel dieser Größe permanent mehrere Taxis bereitstehen. Das ist aber während unseres Aufenthalts nicht immer der Fall. Wenn wir eines benötigen, müssen wir schon immer etwas warten.
Anlage, Pool und Strand
Die Größe der Anlage ist wahrscheinlich einer der größten Vorteile des Le Royal Méridien. Zwischen Hotel und Strand liegen Rasenflächen, Palmen, Wege und mehrere Pools. Liegestühle mit Sonnenschirmen gibt es am Pool zu unserer Reisezeit genug. Die drei Außenpools sind temperaturgeregelt: Im heißen Teil des Jahres wird das Wasser gekühlt, im Winter bei Bedarf beheizt. Ende September bedeutet das vor allem Abkühlung. Die Erfrischung ist auch nötig bei den Preisen an der Poolbar: Ein Bier kostet 53 AEDWährungseinordnung53 AEDReferenzkurs 23.09.202612,61 €Stand 08.10.202612,86 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert.

Wer mehr als Pool und Strand sucht, findet auf dem Gelände außerdem das römisch inspirierte Caracalla Spa mit Hammam-Pools, Sauna und Dampfbad, einen Kids-Club sowie Plätze für Tennis, Padel, Pickleball und Beachvolleyball.
Aufgrund der Größe sind es zum Strand je nach Ausgangspunkt einige Meter. Das kann man kritisieren, aber das ist eben die Konsequenz dieser großen Anlage. Wer nicht laufen möchte, kann sich mit einem der kleinen Golfcarts fahren lassen. Sie bewegen sich konstant über die Anlage und wirken ein wenig wie Ameisen, die immer derselben Duftspur folgen.
Wir legen uns ein paarmal unter die kleinen Holzpavillons am Strand, die mit ihren breiten Dächern mehr Schatten spenden als Sonnenschirme. Auf jedem Tisch liegt ein Gerät mit mehreren Knöpfen, über das man Getränke und Essen bestellen kann. Zudem steht dort eine Kühlbox mit Eis, in die wir unsere Getränke legen.
Ob man ins Meer geht, ist sicherlich Geschmackssache. Ende September ist das Meer so badewannenwarm, dass es für mich keine Abkühlung bietet; da ist der Pool deutlich angenehmer. Allerdings kann man sich auch einfach nur einen Liegestuhl und einen Sonnenschirm nehmen, sich direkt ans Meer setzen und die Kulisse genießen. Sie ist toll.
Vom Strand aus sieht man auf der einen Seite Palm JumeirahPalm JumeirahInselDubai · Vereinigte Arabische EmirateKünstliche Inselgruppe in Palmenform vor Dubais Küste mit Wohngebieten, Hotels und Stränden.Offizielle Website , auf der anderen die Ushuaïa Dubai Harbour ExperienceUshuaïa Dubai Harbour ExperienceVeranstaltungsortDubai · Vereinigte Arabische EmirateOpen-Air-Veranstaltungsort am Dubai Harbour für elektronische Musik.Offizielle Website am Dubai HarbourDubai HarbourHafenDubai · Vereinigte Arabische EmirateHafenanlage zwischen Dubai Marina und Palm Jumeirah mit Liegeplätzen für Jachten und Kreuzfahrtterminal.Offizielle Website .44Die Ushuaïa Dubai Harbour Experience wirkt von weitem wie eine riesige Metallkonstruktion auf einer Schotterfläche. Sie ist kein regulärer Club, sondern eine Open-Air-Location für einzelne große Elektro-Events. Tickets starten bei 195 AEDWährungseinordnung195 AEDReferenzkurs 23.09.202646,41 €Stand 08.10.202647,31 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, Backstage-Tische kosten bei manchen Veranstaltungen bis zu 100 000 AEDWährungseinordnung100 000 AEDReferenzkurs 23.09.202623 800,00 €Stand 08.10.202624 264,00 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Gelobt werden vor allem DJs und Musik, kritisiert werden hohe Getränkepreise und die schwierige An- und Abreise.
In derselben Gegend liegt außerdem Skydive Dubai – Palm DropzoneSkydive Dubai – Palm DropzoneVeranstaltungsortDubai · Vereinigte Arabische EmirateFallschirmsprunggelände am Dubai Harbour mit Blick auf Palm Jumeirah.Offizielle Website . Die Menschen, die man hier regelmäßig vom Himmel kommen sieht, sind keine Paraglider, sondern Fallschirmspringer. Die Palm Dropzone befindet sich unmittelbar am Dubai Harbour und bietet Sprünge aus bis zu 13 000 Fuß (ca. 4 km) Höhe an. Entsprechend häufig hört und sieht man auch die Flugzeuge, die die Springer nach oben bringen.

Essen und Restaurants
Wir haben Halbpension gebucht und damit die Wahl zwischen dem Buffetrestaurant Brasserie 2.0 und einigen Spezialitätenrestaurants. In den Spezialitätenrestaurants (das Steakhouse Rhodes Twenty10, das mexikanische Maya by Chef Richard Sandoval, das indische Indya by Vineet und das arabische Al Khaima) gibt es wiederum zwei Möglichkeiten:
- von einer speziellen Karte zu bestellen
- von der regulären Karte zu bestellen und dafür einen gewissen Nachlass zu bekommen

Frühstück und der erste etwas merkwürdige Moment
Man kann wählen, ob man drinnen oder draußen sitzen möchte. Draußen gibt es beim Frühstück Vögel und Pfauen, die auch auf der gesamten Anlage frei herumlaufen. Sobald Gäste ihren Tisch verlassen, dauert es nicht lange, bis die Tiere übernehmen. Bei einer Familie wird praktisch der komplette Tisch abgeräumt, nachdem alle kurz nach drinnen gegangen sind. Anschließend setzt sich die Familie an einen anderen Tisch. Die Pfauen sehen nett aus, das weniger dekorative Ergebnis liegt allerdings gelegentlich auf den Wegen. Direkt vor uns hinterlässt ein Pfau innerhalb weniger Meter gleich mehrere kleine Haufen Vogelkot. Einer wird entfernt, der nächste glänzt einen Meter weiter weiterhin in der Sonne. Bei einem Hotel, in dem selbst die Spültasten auf den Toiletten poliert werden, fällt so etwas dann umso mehr auf.
Das Frühstücksbuffet ist umfangreich, morgens allerdings auch ziemlich voll. Ende September ist noch nicht die eigentliche Hochsaison Dubais. Wenn es im Herbst und Winter kühler wird, kommen deutlich mehr Gäste. Ich würde deshalb gerne sehen, wie es im Frühstücksbereich aussieht, wenn das Hotel tatsächlich voll ausgelastet ist. Schon jetzt erscheint mir der Bereich dafür eher knapp bemessen. Neben Brot, Gebäck, Obst, Müsli und warmen Gerichten gibt es unter anderem Pancakes und Waffeln sowie eine Eierstation mit Omeletts, pochierten Eiern und Eggs Benedict. Auch glutenfreie und vegane Produkte sind vorhanden; Speck und Schweinewürstchen stehen separat etwas abseits. Vor allem an den Eierstationen muss man schon einmal warten.
Bei unserem allerersten Frühstück gibt es zudem einen kurzen und etwas unangenehmen Moment. Wir haben in der Nacht regulär eingecheckt. Am Eingang zum Frühstück geht eine Mitarbeiterin jedoch offenbar davon aus, unser Aufenthalt beginne erst am Nachmittag, und wir dürften deshalb morgens noch nicht frühstücken. Daraus entsteht erst einmal eine Diskussion darüber, ob unser Frühstück überhaupt schon enthalten sei.
Buffetrestaurant
Zum Mittag- und Abendessen besuchen wir während des Aufenthalts mehrfach die Brasserie 2.0.55Samstags ersetzt ein eigener Brunch von 13:30 bis 16:30 Uhr das normale Mittagsangebot. Regulär kostet der „Brunch Voyage“ ab 395 AEDWährungseinordnung395 AEDReferenzkurs 23.09.202694,01 €Stand 08.10.202695,84 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert pro Person inklusive alkoholfreier Getränke. Für Gäste mit Halbpension ist er nicht automatisch enthalten: Samstags kann die enthaltene Mahlzeit regulär nur zum Abendessen genutzt werden; für den Brunch fällt ein zusätzlicher Aufpreis an. Da wir am Samstat aber eh nur zum Abendessen kamen, ist diese Besonderheit an uns komplett vorbeigegangen. Das Restaurant setzt weniger auf lange Reihen fertiger warmer Gerichte als auf Live-Stationen. Pasta, Fleisch sowie Fisch und Garnelen werden an verschiedenen Stationen frisch zubereitet; dazu kommen unter anderem Reisgerichte, Sushi, Salate und Desserts. Das Roastbeef ist perfekt gegart.
Insgesamt wirkt die Auswahl auf mich trotzdem kleiner und weniger abwechslungsreich, als ich es bei einem Buffetrestaurant in einem Hotel dieser Kategorie erwartet hätte. Gerade bei den bereits fertig bereitstehenden warmen Gerichten fehlt mir etwas Auswahl. Beim Sushi ist es genau andersherum: Mir schmeckt es deutlich zu fischig. Gutes Sushi ist für mich gerade dadurch angenehm, dass der Fisch nicht penetrant nach Fisch schmeckt. Auch Reisessig schmecke ich hier kaum heraus. Die Auswahl an Salaten und Desserts ist dagegen groß, und das Eis ist lecker.
Ein Stück Hähnchen ist innen noch auffällig roh. Die Reaktion darauf ist allerdings vorbildlich: Der Koch kommt persönlich an unseren Tisch und entschuldigt sich. Er erklärt, dass die Stücke auf dem Spieß zu dicht beieinander lagen und deshalb innen nicht vollständig durchgegart waren.
Während des Aufenthalts habe ich es leider auch mehrfach mit Durchfall zu tun. Ob das tatsächlich mit einem bestimmten Essen im Hotel zusammenhängt, lässt sich im Nachhinein nicht seriös sagen. Deshalb würde ich daraus keinen direkten Vorwurf ableiten. Auffällig ist es für mich trotzdem.
Rhodes Twenty10
Ein Abend ist für das Steakhouse Rhodes 2010 vorgesehen, das 2010 unter dem Namen Rhodes Twenty10 eröffnet wurde. Es geht auf den britischen Fernsehkoch Gary Rhodes66Gary Rhodes starb am 26. November 2019 im Alter von 59 Jahren in Dubai. Nach Dreharbeiten für eine ITV-Produktion kam er nach Hause, aß mit seiner Frau zu Abend und brach später zusammen. Im Krankenhaus starb er an einem subduralen Hämatom, einer Blutung zwischen Schädel und Gehirn. Eine Mitarbeiterin des Restaurants erzählt uns dagegen, er sei bei einem Unfall ums Leben gekommen. Das ist offiziell nicht bestätigt. zurück, dessen Restaurants im Laufe seiner Karriere mehrere Michelin-Sterne erhielten. Auch die heutige Karte greift weiterhin einige seiner Gerichte auf.
Wir haben einen Tisch für 18 Uhr reserviert und dafür auch eine Bestätigung erhalten. Später kommt jedoch eine E-Mail, in der unsere Reservierung plötzlich auf 20:30 Uhr verschoben ist. Zweieinhalb Stunden Unterschied sind keine kleine Änderung, und eine bereits bestätigte Reservierung nachträglich einfach umzubuchen, finde ich ziemlich frech. Auf Nachfrage heißt es, vermutlich habe es einen Computerfehler gegeben. Unsere ursprüngliche Reservierung um 18 Uhr bleibt schließlich bestehen. Hmmm.
Kurz vor 18 Uhr stehen wir noch vor geschlossener Tür. Pünktlich wird geöffnet, und wir sind die ersten Gäste. Die Tische sind ungewöhnlich weich: Die Tischplatte selbst ist mit einer Art Gummi überzogen, darüber liegen zwei Tischdecken. Auch hier fällt auf, wie viel Aufwand in Details gesteckt wird. Das Besteck ist sorgfältig poliert und glänzt entsprechend.
Wir bestellen zweimal den Burger, das Signature-Gericht des Hauses. Der ist okay, allerdings für mich keine Geschmacksexplosion. Die Pommes sind für meinen Geschmack zu wabbelig – kross geht anders. Doch zusammen mit Vorspeise und Dessert sind wir am Ende mehr als satt.
Maya
Auch im mexikanischen Restaurant Maya by Chef Richard Sandoval können wir im Rahmen unseres Menüs mehrere Gerichte auswählen. Wir reservieren wieder über den Empfang und bekommen kurze Zeit später wieder eine E-Mail.
Beim Besuch entsteht eine Situation, bei der ich bis heute nicht genau weiß, was mich daran eigentlich stört. Eine offenbar noch neue Mitarbeiterin erklärt uns, welche und wie viele Optionen wir bestellen können. Nach ihrer Erklärung wählen wir entsprechend aus. Kurz darauf kommt ein anderer Mitarbeiter an den Tisch und erklärt uns ziemlich direkt, dass die Mitarbeiterin falsch gelegen habe und wir eine Position wieder streichen müssten. Sachlich ist das kein großes Problem. Und ganz praktisch ist es wahrscheinlich sogar egal: Schon die korrekte Menge ist am Ende so viel, dass ein weiteres Gericht ohnehin kaum noch in den Magen gepasst hätte. Merkwürdig finde ich eher den Umgang damit. Man hätte die Mitarbeiterin selbst zurückkommen und sagen lassen können, dass sie sich geirrt hat. Oder man hätte bei einer einzelnen bereits falsch aufgenommenen Bestellung vielleicht einfach nichts gesagt, uns das zusätzliche Gericht gebracht und der neuen Kollegin anschließend intern erklärt, wie es beim nächsten Mal richtig funktioniert. Stattdessen wird ihr Fehler vor uns korrigiert.
Derselbe Mitarbeiter kommt später mehrfach an unseren Tisch und stellt Dinge, die die neue Kollegin gerade hingestellt hat, noch einmal anders hin. Vielleicht ist das lediglich als Unterstützung oder Qualitätskontrolle gedacht. Von außen wirkt es aber eher so, als würde permanent kontrolliert, ob sie etwas falsch macht. Auch das hinterlässt bei mir einen etwas eigenartigen Eindruck.
Alles andere ist wieder perfekt. Das Essen ist super, die Atmosphäre stimmig. Die Musik wird vielleicht nach einer gewissen Zeit etwas eintönig. Auch das Restaurant nutzt kein No-Name-Geschirr, sondern TechnoCeram von Fortessa. Mexikanische Mitarbeiter gibt es wohl in der Küche, aber nicht beim Personal.

Bei der Gastronomie ist mein Eindruck gemischter als beim Hotel insgesamt. Die Spezialitätenrestaurants gefallen mir besser als das Buffetrestaurant.
Fitnessstudio
Das Fitnessstudio ist ordentlich ausgestattet, und ich besuche es fast täglich. Handtücher liegen bereit, ebenso Wasserflaschen und gekühlte Handtücher. Proteinriegel und Proteingetränke im Kühlschrank kann man zusätzlich kaufen. Bemerkenswert finde ich, dass immer ein oder zwei Trainer vor Ort sind. Etwas lästig ist, dass man jeden Besuch im Fitnesscenter am Empfang anmelden muss, wo häufig drei Mitarbeiter warten. Man füllt einen Zettel mit Namen, Unterschrift und Zimmernummer aus und kann dann in den Raum. Das kenne ich so nicht; üblicherweise reicht die Hotelkarte. Die Musik empfinde ich als eher laut.
Fazit zum Le Royal Méridien
Das Hotel ist auf sehr hohem Niveau und lässt sich uneingeschränkt empfehlen. Die große Stärke ist der Service. Bis auf die eine Erfahrung mit dem Empfang am Frühstücksbuffet sind alle Mitarbeiter super nett. Restaurantmanager oder leitende Mitarbeiter kommen regelmäßig an unseren Tisch, erkundigen sich, ob alles in Ordnung ist, und bleiben manchmal noch für ein kurzes Gespräch.
Auch am letzten Tag konnte man mir helfen. An meiner Brille bricht ein Bügel ab. Mein Wunsch ist pragmatisch: Der Bügel soll einfach wieder an das Glas geklebt werden. Ein Mitarbeiter weigert sich zunächst allerdings ziemlich beharrlich, das zu tun, weil dabei das Glas beschädigt werden könnte. Ich erkläre ihm mehrfach, dass das für mich in Ordnung ist, weil Glas und Bügel ohnehin gemeinsam ausgetauscht werden müssen. Erst nachdem ich ihn mehrfach davon überzeugt habe, dass ich das Risiko wirklich bewusst eingehe, klebt er den Bügel fest. Dass er sich zunächst so dagegen wehrt, ist in diesem Fall eher ein weiteres Zeichen dafür, wie vorsichtig mit den Sachen der Gäste umgegangen wird.
Also kurz zusammengefasst: Bei einem Hotel, das im Buffetrestaurant Geschirr von Rosenthal einsetzt, dessen Besteck poliert wird, in dem im Badezimmer die Gegenstände geordnet und auf öffentlichen Toiletten die Spültasten auf Hochglanz gebracht werden, gibt es nichts auszusetzen. Das Hotel ist uneingeschränkt empfehlenswert.
Grosvenor House Dubai
Während unseres Aufenthalts im Le Royal Méridien gehen wir für ein Abendessen ins benachbarte Grosvenor House DubaiGrosvenor House Dubai★★★★★ UnterkunftDubai · Vereinigte Arabische Emirate25,08518° N · 55,14382° OHotel mit zwei Türmen an der Dubai Marina; Gäste können den Privatstrand des Le Royal Méridien nutzen.Marriott International · The Luxury Collection — Heutige MarkenzugehörigkeitOffizielle Website Google Maps .77Das Grosvenor House in Dubai ist nach dem traditionsreichen Grosvenor House in London benannt. Der Londoner Name wiederum geht auf die Familie Grosvenor zurück, aus der später die Dukes of Westminster hervorgehen. Das ursprüngliche Grosvenor House in London dient der Familie mehr als ein Jahrhundert lang als Wohnsitz.
Beide Hotels gehören zur Marriott-Gruppe und sind eng miteinander verbunden. Gäste des Grosvenor House können etwa den Privatstrand des Le Royal Méridien nutzen. Stilistisch könnten die Häuser aber kaum unterschiedlicher sein. Im Le Royal Méridien dominieren helle und weiße Farben; das Hotel wirkt offen und wie ein klassisches Resort. Im Grosvenor House geht es in die entgegengesetzte Richtung: dunkles Holz, Braun und gedeckte Farbtöne. Alles wirkt schwerer und förmlicher, eher wie ein klassisches luxuriöses Stadthotel.

Im Grosvenor House befindet sich auch die Buddha-Bar DubaiBuddha-Bar DubaiPanasiatisches Restaurant und BarDubai · Vereinigte Arabische Emirate25,086197° N · 55,143974° ORestaurant und Bar im Grosvenor House an der Dubai Marina, mit einem zweigeschossigen Gastraum und großer Buddha-Statue.Offizielle Website Google Maps , ein panasiatisches Restaurant mit Bar. Unseren Besuch dort beschreibe ich im Buddha-Bar-Abschnitt des Berichts über Sehenswürdigkeiten, Malls und Erlebnisse in Dubai.
Shuttle, Metro und Taxis
Zwischen dem Le Royal Méridien und dem Schwesterhotel Grosvenor House8sprache8Im britischen Englisch spricht man Grosvenor ungefähr „GROHV-ner“ aus. Laut Cambridge lautet die Lautschrift /ˈɡrəʊv.nər/. Das s bleibt also stumm. Ich habe nicht den Eindruck, dass sich jemand an diese „offizielle“ Aussprache hält. pendelt ein Shuttlebus. Als wir ihn nutzen, müssen wir nur wenige Minuten warten. Der Bus fährt zwar an der Metrostation vorbei, darf dort aber keinen Zwischenstopp einlegen. Schade, denn damit eignet er sich nicht als Zubringer zur Metro.
Das Essen
Der Grund für unseren Besuch ist das Essen. Und da liegt das Grosvenor House für mich noch einmal vor dem Le Royal Méridien. Das Steak ist super und perfekt zubereitet. Der Chefkoch kommt aus Argentinien und wählt das Fleisch selbst aus. Daneben gibt es Kofta (Frikadelle in Stäbchenform). Und ich entdecke Rollmops. Geschmacklich akzeptabel, sodass einer reicht. Uns wird erklärt, dass die Köche häufig Gerichte und Einflüsse aus ihren Heimatländern einbringen.
Nicht alle Desserts entstehen in der hoteleigenen Küche. Gerade bei einigen arabischen Spezialitäten arbeitet das Hotel mit externen Herstellern zusammen, die auf diese Süßspeisen spezialisiert sind. Einige davon sind sogar mit essbarem Silber überzogen.
Auch wenn das Essen auf mich etwas hochwertiger als im Le Royal Méridien wirkt, den Speiseraum selbst finde ich dagegen weniger interessant.
Vom Restaurant blickt man auf die Dubai Marina. Das Grosvenor House steht direkt am Jachthafen, und besonders am Abend ist die Kulisse aus Hochhäusern und beleuchteten Booten sehenswert. Eigentlich spricht alles dafür, draußen zu essen. Da es draußen jedoch so warm und feucht ist, bleiben wir im klimatisierten Innenraum.
Fernsehen am Pissoir
Auf der Herrentoilette hängen zwei Fernseher, auf denen BBC läuft, und ich weiß nicht, wer das schauen soll. Am Pissoir müsste ich den Kopf konstant zur Seite drehen, um überhaupt etwas zu sehen. Und ich kann mir kaum jemanden vorstellen, der freiwillig länger im Vorraum einer Herrentoilette stehen bleibt, um BBC zu schauen, während andere Leute pinkeln.





