Im April 2026 verbringen wir eine Woche im Labranda Sandy Beach ResortLabranda Sandy Beach ResortAll-inclusive-ResortKorfu · Griechenland39,43137° N · 19,94135° OWeitläufige Ferienanlage an der Südwestküste Korfus bei Agios Georgios Argyradon, direkt am Issos Beach und an der Korission-Lagune.Rizos Resorts · Rizos Resorts (heutige Zuordnung)Google Maps . Vor der Buchung sollte man wissen, dass die Anlage ziemlich abgeschieden liegt. Rund um das Resort gibt es kaum etwas, das man spontan zu Fuß erreichen kann. Wer hauptsächlich im Hotel bleiben möchte, hat damit kein Problem.
Was wir außerhalb der Hotelanlage unternehmen, erzähle ich im Korfu-Reisebericht mit unseren Ausflügen nach Kerkyra und über die Insel.
Anreise
Am Flughafen Korfu „Ioannis Kapodistrias“ werden nur wir beide abgeholt. Unser Fahrer erwartet uns mit einem schwarzen Van und bringt uns direkt zum Hotel.
Anlage und Zimmer
Die Anlage ist weitläufig. Im Laufe eines Tages kommen allein durch die Wege zwischen Zimmer, Restaurants, Pools und Strand einige Kilometer zusammen. Für Gäste, denen die Entfernungen zu groß sind, fahren kleine Elektro-Caddys über das Gelände. Einen der Fahrer, einen Filipino, treffen wir mehrfach. Er ist immer gut gelaunt und macht den Eindruck, dass ihm seine Arbeit wirklich Spaß bereitet. Auch die übrigen Mitarbeiter erleben wir als freundlich.

Unser Zimmer ist sauber und insgesamt in Ordnung. Etwas merkwürdig finden wir allerdings die Raumaufteilung. Eine Trennwand zwischen dem Elternbett und dem Schlafbereich für Kinder soll offenbar für etwas Privatsphäre sorgen. Dadurch kann man vom Hauptbett aus aber nicht mehr aus dem Fenster schauen, und dieser Teil des Zimmers bleibt relativ dunkel. Das zusätzliche Bett steht dagegen direkt am Fenster und bekommt entsprechend mehr Tageslicht ab. Dafür befindet sich die Klimaanlage unmittelbar darüber, was ebenfalls nicht gerade ideal ist.
Vom Balkon haben wir einen seitlichen Blick aufs Meer.
Essen und Trinken
Die Auswahl beim Essen ist groß. Neben Frühstück, Mittag- und Abendessen werden zwischendurch Snacks angeboten. Am zentralen Pool gibt es beispielsweise Tortilla-Wraps mit Thunfisch und Pizza.
Getränke sind im Rahmen unseres All-inclusive-Angebots den ganzen Tag über ohne Aufpreis erhältlich. Eine Besonderheit gibt es allerdings am Pool: Dort endet die Getränkeausgabe um 19 Uhr. An den anderen Bars bekommt man auch danach weiterhin alkoholische und alkoholfreie Getränke.
Für die wiederverwendbaren Trinkbecher gilt ein Pfandsystem. Man kann den Becher behalten oder ihn gegen einen Pfandchip eintauschen. Diesen gibt man beim nächsten Getränk wieder ab. Etwas unpraktisch ist, dass der Umtausch nur an der Poolbar möglich ist, die bereits um 19 Uhr schließt.
Bei den Strandhandtüchern funktioniert es ähnlich. Die entsprechenden Karten erhalten wir beim Check-in und müssen sie am Ende des Aufenthalts wieder zurückgeben.
Neben dem Buffetrestaurant gibt es zwei À-la-carte-Restaurants, für die eine Reservierung erforderlich ist. Bereits beim Check-in werden wir darauf hingewiesen und buchen deshalb direkt unsere beiden Termine.
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Das erste Restaurant bietet mediterrane Küche mit Vorspeisen, Pizza und verschiedenen Hauptgerichten. Etwas kurios finden wir die Portionsgrößen: Die Pizza als Vorspeise ist praktisch genauso groß wie die Pizza, die anschließend als Hauptgericht serviert wird.
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Das zweite Restaurant ist griechisch ausgerichtet und gefällt uns von der Einrichtung her gut. Leider gelangen zahlreiche Mücken von draußen hinein, die uns den Abend beim Essen ziemlich verderben.
Ein Lied, das bleibt
Ein Thema, das uns irgendwann unfreiwillig begleitet, ist die Musik. Besonders „O Sole Mio“11„O Sole Mio“ gehört zu den bekanntesten neapolitanischen Liedern der Welt. Es wurde 1898 veröffentlicht, die Musik stammt von Eduardo di Capua, der Text von Giovanni Capurro. Der Titel bedeutet etwa „Meine Sonne“; besungen wird ein sonniger Tag, doch die wichtigste „Sonne“ ist für den Sänger ein geliebter Mensch. Enrico Caruso, Luciano Pavarotti und Andrea Bocelli haben es interpretiert; bis heute gilt es als musikalisches Symbol Neapels und Italiens. In Griechenland hat es also genau genommen überhaupt nichts zu suchen. hat es offenbar einem der Restaurantverantwortlichen angetan. Wir kommen mit ihm ins Gespräch; für ihn gehört dieses Lied unbedingt zum Programm. Anfangs ist das noch ganz witzig. Wenn man dasselbe Stück aber morgens, mittags und abends hört, verliert es deutlich an Charme. Es laufen zwar auch andere Titel, aber „O Sole Mio“ kommt so regelmäßig, dass wir irgendwann wirklich genug davon haben.
Pools und Strand
Etwas abseits der Hauptbereiche liegt ein eigener Pool für Gäste der Bungalows. Er gefällt uns deutlich besser als die großen Hauptpools. Hier gibt es weniger Beton, die Umgebung wirkt angenehmer, und es ist insgesamt ruhiger. Die Anlage ist sauber, und es sind nur wenige Gäste da. Nachdem wir diesen Bereich entdeckt haben, halten wir uns häufig dort auf.
Eine Sache stört allerdings auch hier: Den ganzen Tag läuft Musik aus einer festgelegten Playlist. Ich spreche eine Mitarbeiterin darauf an, doch sie erklärt mir, dass sie die Musikauswahl nicht ändern darf. Schade eigentlich. Gerade an diesem ruhigeren Pool wäre es angenehm, wenn zwischendurch einfach mal keine Musik laufen würde, oder andere. Aber auf keinen Fall „O Sole Mio“.
Zu den stärksten Seiten des Resorts gehört der Strand. Direkt an der Anlage liegt der Issos BeachIssos BeachStrandKorfu · Griechenland39,42931° N · 19,93933° OLanger, flach abfallender Sandstrand mit Dünen an der Südwestküste Korfus, am Rand der Korission-Lagune.Google Maps , ein langer Sandstrand mit sehr flach abfallendem Wasser. Er grenzt an die Korission-LaguneKorission-LaguneLaguneKorfu · Griechenland39,44528° N · 19,90806° ODurch eine Dünennehrung vom Meer getrennte Lagune im Südwesten Korfus; Natura-2000-Schutzgebiet.Offizielle Website Google Maps , ein Naturschutzgebiet mit ausgedehnter Dünenlandschaft, was gleichzeitig erklärt, warum rund um das Hotel so wenig ist. Hier war ich übrigens schon 2013 vorbeigekommen, ohne es zu wissen: Damals notierte ich nur eine „dünenähnliche Landzunge, die einen See vom Meer trennt“.
Uns ist das Meer im April zu kalt. Für Familien mit kleineren Kindern dürfte dieser Abschnitt aber gut geeignet sein, weil man relativ weit hinauslaufen kann, bevor es tiefer wird. Wer nicht ins Meer will, kann zwischen verschiedenen Pools wählen. Die sind allerdings nicht beheizt.
Sport, Spiel und Spa
Auf dem weitläufigen Gelände können Gäste Fahrräder und vierrädrige Familienräder ausleihen. Gerade für Familien ist das eine zusätzliche Möglichkeit, sich zu beschäftigen. Die Nutzung kostet allerdings extra.
Für schlechtes Wetter gibt es ein Spielzentrum mit mehreren Billardtischen und elektronischen Spielautomaten, ebenfalls gegen Aufpreis. Besonders außergewöhnlich ist das Angebot nicht, bei der abgeschiedenen Lage des Hotels aber durchaus praktisch.
Direkt daneben befindet sich das Fitnessstudio. Ich schaue kurz hinein, bin von den Geräten und der Ausstattung allerdings nicht besonders überzeugt. Für einen weiteren Besuch reicht mein Interesse jedenfalls nicht.
Abends gibt es regelmäßig ein Unterhaltungsprogramm. Dafür steht eine Art kleine Arena zur Verfügung, in der die Animateure das Publikum einbeziehen. Vor allem jüngere Gäste machen mit. Auch das Animationsteam besteht überwiegend aus jungen Leuten.

Weniger gute Erfahrungen macht meine Frau im kostenpflichtigen Spa. Die Mitarbeiterin wirkt müde und wenig motiviert und führt die Behandlung entsprechend halbherzig durch. Für den verlangten Preis ist das Ergebnis enttäuschend. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt aus unserer Sicht nicht.

