Anreise und Ankunft
Für unseren Maledivenurlaub im August 2021 hatten wir uns für das Meeru Island Resort & SpaMeeru Island Resort & SpaUnterkunftMaledivenResort auf Meerufenfushi im Nord-Malé-Atoll. Heute als Meeru Maldives Resort Island geführt; die Insel ist etwa 1200 Meter lang und 350 Meter breit und per Speedboot vom Flughafen Velana erreichbar.Offizielle Website entschieden. Die Bewertungen waren gut, die Bilder gefielen uns und vor allem hatte die Insel gute Ausmaße: Wir wollten nicht den ganzen Urlaub auf einer winzigen Insel verbringen, die man nach wenigen Minuten vollständig umrundet hat wie ein Fußballfeld. Gebucht hatten wir acht Nächte mit Vollpension in einer Water Front Villa über CHECK24 beim Reiseveranstalter ITS Indi.
Am Sonntag, dem 22. August, flogen wir um 13:50 Uhr mit Etihad Airways von Frankfurt am MainFrankfurt am MainStadt / OrtHessen · Deutschland50,110644° N · 8,682092° O103 m ü. NNGoogle Maps nach Abu DhabiAbu DhabiStadt / OrtEmirat Abu Dhabi · Vereinigte Arabische Emirate24,4539° N · 54,3773° O6 m ü. NNGoogle Maps . Nach gut vier Stunden Aufenthalt ging es um 2:35 Uhr nachts weiter zum Velana International Airport (MLE) bei Malé, wo wir am Montagmorgen gegen 8 Uhr ankamen. Vom Flughafen brachte uns ein Speedboot in ungefähr einer Stunde nach Meeru. Ein Wasserflugzeugtransfer wäre cool gewesen, gehörte aber nicht zum Preis dazu.

Auf einer Übersichtskarte für den Transfer waren vom Flughafen bis Meeru 45 km angegeben. Zwei mögliche Wege waren eingezeichnet: innerhalb des Atolls und außen daran entlang.
Auf der Insel empfing man uns mit einem Willkommensgetränk auf einem kleinen Holztablett. Daneben lag ein aufgerolltes Handtuch. Beim Check-in wurden unsere Reisepässe geprüft.
Die Insel Meerufenfushi
Meeru liegt im Nord-Malé-Atoll auf der Insel MeerufenfushiMeerufenfushiInselMalediven4,452765° N · 73,716854° OAuch Meeru genannte Resortinsel im Nord-Malé-Atoll, etwa 1200 Meter lang, 350 Meter breit und 32 Hektar groß.Google Maps , die rund 1200 Meter lang und 350 Meter breit ist. Mit etwa 32 Hektar zählt sie zu den größeren Resortinseln der Malediven. Das Resort gehört auch zu den älteren Anlagen des Landes und empfängt bereits seit den 1970er-Jahren Urlauber. Während unseres Aufenthalts hieß es noch Meeru Island Resort & Spa, inzwischen trägt es den Namen Meeru Maldives Resort Island.
Die Größe der Insel erwies sich für uns als Vorteil. Zwischen den Villen, Restaurants und Stränden verlaufen Sandwege unter Palmen und tropischen Bäumen, auf denen wir häufig spazieren gingen. Eine vollständige Umrundung dauert ungefähr 45 Minuten. Wer nicht laufen möchte, kann auch Fahrräder mieten oder einen Buggy nutzen. Insgesamt herrscht eine entspannte Atmosphäre, passend zum maledivischen Motto „No shoes, no news“. Selbst in den Restaurants und Bars gibt es Sandböden, sodass man fast überall barfuß unterwegs sein kann. Ganz ohne News musste man trotzdem nicht auskommen, denn WLAN gab es auf dem gesamten Gelände.
Trotz ihrer Größe wirkte die Insel nicht überlaufen. Man begegnete natürlich anderen Urlaubern, konnte sich aber problemlos zurückziehen. Uns gefiel gerade, dass wir uns bewegen konnten und nicht das Gefühl hatten, nach einem Tag schon jeden Winkel der Insel zu kennen.
Zwei Nächte in der Jacuzzi Water Villa
Eigentlich hatten wir für den gesamten Aufenthalt eine Water Front Villa gebucht. Bei der Ankunft bot man uns jedoch kostenlos an, die ersten beiden Nächte in einer Jacuzzi Water Villa zu verbringen. Solche Upgrades waren damals offenbar nicht ungewöhnlich. Vielleicht hoffte das Hotel, dass Gäste anschließend gegen Aufpreis in der teureren Kategorie bleiben würden. Wir freuten uns jedenfalls über das Angebot, weil wir dadurch beide Unterkunftsarten kennenlernen konnten.
Unsere Wasservilla hatte die Nummer 307 und lag am Steg der 300er-Reihe im südlichen Teil der Insel. Die etwa 85 Quadratmeter großen Villen stehen auf Stelzen in der Lagune und haben eine Terrasse mit Liegen. Von unserer Terrasse führte eine Holztreppe direkt ins Wasser. Seitliche Lamellenwände schirmten den Sitzbereich zur Nachbarvilla ab. Das entspricht ziemlich genau dem klassischen Bild eines Maledivenurlaubs: ein Holzhaus über türkisfarbenem Wasser mit freiem Blick auf die Lagune.
Allerdings stellte ich nach kurzer Zeit fest, dass mir diese Wohnlage weniger gefiel als erwartet. Wir nutzten den direkten Zugang zum Meer nur selten, und der Ausblick wurde für mich irgendwann etwas eintönig. Man sah im Wesentlichen Wasser. Es fühlte sich ein bisschen an, als würde man auf einem Schiff wohnen. Schön war das durchaus, aber mir fehlten der Strand und die Vegetation. Nach den beiden Nächten wechselten wir deshalb gerne in unsere ursprünglich gebuchte Unterkunft, zumal eine Verlängerung in der Wasservilla deutlich mehr gekostet hätte.
Sechs Nächte in der Water Front Villa
Unsere Water Front Villa lag in der 500er-Reihe auf der Ostseite der Insel, in einem Bereich nur für Erwachsene. Die Villen sind rund 60 Quadratmeter groß und stehen unmittelbar am Strand mit etwas Abstand zum Wasser. Trotz der unterschiedlichen Größenangaben empfanden wir das Platzangebot der beiden Unterkünfte als vergleichbar.
Nach vorne öffnete sich unsere Villa zu einer Terrasse mit Blick über den Strand auf die Lagune. Andere Villen hatten Grün vor der Hütte, wir nicht. Hinter dem Haus befand sich ein kleiner, von Mauern umgebener Garten mit Außendusche und Jacuzzi sowie einem teilweise offenen Badezimmer. Den Jacuzzi haben wir allerdings nie benutzt. Zur Ausstattung gehörten außerdem täglich Wasser, Tee, Kaffee und einige Kaffeekapseln; die Minibar kostete extra.
Auf dem Bett waren zwei Handtücher zu Schwänen gefaltet, deren Hälse zusammen ein Herz bildeten. Dazu kamen rote Blüten und Herzen aus langen grünen Blättern. Von der Terrasse aus konnten wir morgens die Sonne über dem Meer aufgehen sehen.
Die Strandvilla gefiel mir letztlich besser als die Wasservilla. Für mich war das eine interessante Erkenntnis, denn auf den Malediven gelten die Wasservillen gewöhnlich als besonders begehrt und sind entsprechend teurer.
Der Alltag auf Meeru
Ein großes Programm hatten wir uns nicht vorgenommen. Meistens verbrachten wir die Tage am Strand, gingen schwimmen, lagen auf der Terrasse oder machten Spaziergänge über die Insel. Das Meer nutzten wir regelmäßig, die Swimmingpools dagegen überhaupt nicht. Eigentlich wollte ich auch einmal ins Fitnessstudio gehen, aber während der gesamten acht Tage ist es nicht dazu gekommen. Ausflüge haben wir ebenfalls keine unternommen.
Auf einem unserer Spaziergänge standen wir vor dem Blauwalskelett von MeeruBlauwalskelett von MeeruWahrzeichenMaledivenUnter einem offenen Dach ausgestelltes Walskelett beim Meeru Museum auf Meerufenfushi. Laut Nachhaltigkeitsbericht des Resorts stammt es von einem etwa 18 Meter langen Blauwal, den Fischer am 20. Januar 1997 im Veymandhoo-Kanal südlich des Thaa-Atolls fanden.. Unter einem offenen Holzdach lag das riesige Skelett auf Stützen im Sand, mit langem Unterkiefer und einer ganzen Reihe weit ausladender Rippen. Daneben wirkte ein Mensch ziemlich klein.
11Nach dem Nachhaltigkeitsbericht des Resorts stammt das Skelett von einem etwa 18 m langen Blauwal. Fischer fanden das tote Tier am 20. Januar 1997 im Veymandhoo-Kanal südlich des Thaa-Atolls.Einmal bekamen wir am Strand eine Hochzeit mit: Ein Brautpaar stand bei einem geschmückten Boot mit einem „Just Married“-Schild, daneben waren Trommler in weißen Hemden und dunklen Wickelröcken unterwegs. Das war eine Abwechslung zwischen unseren ruhigen Strandtagen.
Abends gab es auch eine Vorführung mit Trommlern auf einer kleinen Bühne. Am Strand wurde es im langsam schwindenden Tageslicht ruhiger; am Pool spiegelten sich die Palmen im Wasser.
Auch geschnorchelt haben wir nicht. Fische schwammen direkt an den Stränden und unter den Wasservillen entlang, und immer wieder sahen wir kleinere Riffhaie und Rochen. Diese waren häufiger in Strandnähe als unter unserer Wasservilla unterwegs. Bei einem kleinen Hai waren die dunklen Flossenspitzen gut zu erkennen. Im flachen Wasser zeichneten sich auf dem Sand die welligen Rillen des Bodens ab; dazwischen glitt ein Rochen an den Holzpfählen vorbei. Schildkröten haben wir nicht gesehen. Die Unterwasserwelt haben wir also ausschließlich von oben erlebt.

Auch an Land gab es kleine Tiere zu entdecken: einen hellen Krebs mit einer auffällig großen Schere und eine langschwänzige Eidechse mit gelblichem Kopf auf dem sandigen Boden.
Einmal besuchten wir den Duniye Over Water SpaDuniye Over Water SpaVeranstaltungsortMaledivenSpa auf Stelzen über der Lagune von Meeru. Im Inselplan als eigener Standort vom Duniye Land Spa unterschieden., der ebenfalls auf Stelzen über dem Meer steht. Die Behandlung kostete zusätzlich, aber die Aussicht ist in Erinnerung geblieben, denn im Behandlungsraum gab es eine Glasfläche im Boden, durch die man direkt ins Wasser schauen und die Tiere unter dem Gebäude beobachten konnte.
Essen im Maalan und Farivalhu
Wir hatten Vollpension gebucht. Gefrühstückt haben wir draußen auf der Terrasse im MaalanMaalanRestaurantMaledivenBuffetrestaurant im nördlichen Teil von Meeru mit offenen, überdachten Essbereichen und Sandboden. Für erwachsene Gäste vorgesehen.Offizielle Website . Abends aßen wir dagegen meist im FarivalhuFarivalhuRestaurantMaledivenBuffetrestaurant im südlichen Teil von Meeru mit offenen Essbereichen, gedecktem Dach und Sandboden.Offizielle Website , wo Sand auf dem Boden den Strand ins Haus holt. Andere Restaurants wie das über dem Wasser gelegene Asian WokAsian WokRestaurantMaledivenAsiatisches Restaurant und Bar auf Meeru mit Lage über dem Wasser, im Inselplan als Asian Wok Restaurant & Bar verzeichnet. haben wir nicht ausprobiert, weil wir mit dem Abendbuffet vollkommen zufrieden waren.
Das Essen war durchweg gut und wurde auch nach acht Tagen nicht langweilig. Besonders gefielen mir die indischen Gerichte. Auf der ausgehängten Speisekarte des Maalan standen beispielsweise Paneer Butter Masala, Chapati und Tandoori-Fisch mit Naan. Dazu gab es eine große Auswahl an Salaten, Obst und Desserts. An den offenen Kochstationen wurden warme Gerichte ausgegeben und ein Braten frisch aufgeschnitten.
Erstaunlich ist, welche Auswahl ein Resort auf einer abgelegenen Insel anbieten kann. Die Malediven importieren den größten Teil ihrer Lebensmittel, unter anderem aus Indien und Sri Lanka. Meeru betreibt allerdings auch einen eigenen Garten, in dem Gemüse, Obst und Kräuter für die Küche angebaut werden. Die Vollpension war für uns jedenfalls eine gute Entscheidung.
Auch bei den Süßspeisen gab es viel Auswahl: runde Torten mit Fruchtbelag, eine mit Baiser und Obst verzierte Torte und kleine Kuchenstücke.
Gegen Aufpreis gönnten wir an einem Abend ein romantisches Dinner. Meeru bietet für Paare ein Candlelight-Dinner mit Meeresfrüchten am Strand an, bei dem Hummer serviert wird. Die Tische standen einzeln im Sand, auf weißen Tischdecken leuchteten kleine Lampen. In einem beleuchteten Pavillon saßen Musiker mit Gitarren. Das Essen selbst war in Ordnung, ein kulinarisches Highlight war es für den Preis nicht. Dafür war es schön, beim Sonnenuntergang zu speisen und anschließend im Dunkeln am Strand zu sitzen.
Wetter und Reisen während Corona
August fällt auf den Malediven in die Zeit des Südwestmonsuns, in der es häufiger regnet als während der Trockenzeit. Wir hatten trotzdem überwiegend sonniges Wetter. Gelegentlich gab es kurze tropische Regenschauer, die schnell wieder vorüber waren. An längere Regenperioden, unangenehme Schwüle oder starken Wind kann ich mich nicht erinnern. Für Ende August hatten wir also durchaus Glück mit dem Wetter.
Die Reise fand mitten in der Corona-Pandemie statt. Bei der Einreise verlangten die Malediven damals einen negativen PCR-Test und eine elektronische Gesundheitserklärung. Auch für die Rückreise waren Tests erforderlich. Soweit ich mich erinnere, kam dafür eigens jemand auf die Insel, um die Proben abzunehmen. Diese wurden anschließend zur Auswertung weitergeschickt. Auf Meeru selbst bekamen wir von der Pandemie ansonsten wenig mit. Das Resort wirkte normal belegt, weder ungewöhnlich leer noch überfüllt.
Rückreise und Fazit
Unser Rückflug startete am 31. August erst um 23:45 Uhr in Malé, sodass wir den letzten Tag noch weitgehend auf der Insel verbringen konnten.
Anschließend ging es mit dem Speedboot zurück zum Flughafen. Dort mussten wir noch lange auf den Rückflug warten. Dann ging es mit Etihad Airways über Abu Dhabi nach Frankfurt, wo wir am 1. September um 12:20 Uhr ankamen.
Für die Reise hatten wir Anfang Juli 2021 insgesamt 3919 Euro für zwei Personen bezahlt, also 1959,50 Euro pro Person. Darin enthalten waren die Flüge ab Frankfurt mit Etihad Airways, Rail&Fly, der Bootstransfer, acht Nächte in der Water Front Villa, Vollpension und ein Reiseschutzpaket.
Mit Meeru waren wir sehr zufrieden und wir könnten uns gut vorstellen, noch einmal nach Meeru zu reisen.
2wiederkehr2Seit unserem Aufenthalt hat sich im Resort einiges verändert. Für 2026 nennt der Reiseveranstalter Panteon Umbauarbeiten. Dieser Bericht beschreibt unsere Reise im August 2021.



























