Seoul

ortSeoul

landSüdkorea

datum

lesezeit11 min

höhe38 m

reisezeit
16.12.2013 – 22.12.2013

Im Dezember 2013 gehört mein Aufenthalt in Seoul zu einer größeren Asienreise. Zuvor bin ich vom 13. bis zum 16. Dezember in Shanghai, wo ich meine damalige Partnerin besuche. Nach Südkorea geht es weiter auf die Philippinen; im Januar kehre ich noch einmal nach Shanghai zurück.

Ankunft in Seoul

Reist man nach Seoul, wird man üblicherweise fliegen und in der Regel am Incheon International Airport (ICN) ankommen, seltener am Gimpo Airport. Von Shanghai gibt es auch Kreuzfahrtausflüge mit einem Tag in Seoul.

Der Airport ist fast eine kleine Mall, insbesondere eine Etage tiefer. Überall gibt es freies Wifi, an den Bankautomaten kann man problemlos Geld abheben – „International Credit Cards“ auswählen – und damals konnte man am Flughafen auch Mobiltelefone leihen oder eigene SIM-Karten kaufen. Südkorea nutzte zu meiner Reisezeit für Mobilfunk vor allem CDMA/WCDMA statt des in Europa üblichen GSM-2G-Netzes. Moderne europäische UMTS-Handys funktionierten aber in der Regel problemlos im Roaming.

Der Flughafen liegt weit außerhalb des Zentrums und der Transport dauert. Wer einen frühen Flug hat, muss gut mit der Zeit planen. Gute Optionen sind Bus und Zug. Ich kaufe ein Ticket für den AREX Express für 8000 KRWWährungseinordnung8000 KRWReferenzkurs 16.12.20135,52 €Stand 08.10.20265,36 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Der Zug braucht etwa 43 Minuten bis zur Seoul StationSeoul StationBahnhofSeoul · Südkorea37,553436° N · 126,969799° OGoogle Maps . Etwas günstiger ist der normale Zug, der ungefähr eine Stunde unterwegs ist.

Ich habe Glück, mein Zug fährt in zehn Minuten. Im wenig besetzten Zug kontrolliert eine Mitarbeiterin noch einmal die Fahrkarten. Sie geht mehrmals durch die Wagen, doch bevor sie ins nächste Abteil wechselt, beugt sie sich leicht nach vorne und nickt. Solche kleinen Höflichkeitsgesten fallen mir in Korea immer wieder auf.

Unterkunft in Jongno

Von der Seoul StationSeoul StationBahnhofSeoul · Südkorea37,553436° N · 126,969799° OGoogle Maps fahre ich mit der Metro weiter nach Jongno 3(sam)-gaJongno 3(sam)-gaU-Bahn-StationSeoul · Südkorea37,57254° N · 126,99027° OGoogle Maps . Für diese Ecke habe ich mich bewusst entschieden: Selbst in einer Millionenstadt wie Seoul fühlt sich die Gegend ziemlich zentral an, viele Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar und an der Station treffen mehrere Metrolinien aufeinander. Die unterirdischen Anlagen sind gewaltig – bis zum richtigen Ausgang können es gefühlt mehrere hundert Meter sein.

Mein Hotel ist das Jongno Cutee HotelJongno Cutee HotelHotelSeoul · Südkorea37,572171° N · 126,989809° OHotel in Jongno, Seoul, laut Reisebericht 2013 für 34 € pro Nacht mit ungewöhnlich reichhaltiger Zimmerausstattung.Google Maps , 76-2 Donui-dong, Jongno-gu, für 34 € pro Nacht. Von Exit 5 sind es vielleicht 50 Meter bis zu einer kleinen Seitenstraße. Die Ausstattung des Zimmers ist beträchtlich: riesiger Fernseher mit rund 400 Programmen, PC, Fußbodenheizung, jeden Tag zwei neue verpackte „Nachthemden“, Beauty-Produkte und vieles mehr. Die Einrichtung ist irgendwie „süß“, der Name Cutee Hotel passt also ganz gut.

Ein paar Tage später wechsle ich ins danebenliegende Cara Motel JongnoCara Motel JongnoMotelSeoul · Südkorea37,57221° N · 126,98762° OMotel in Jongno, Seoul; laut Reisebericht mit schwachem WLAN und kalten Zimmern.Google Maps . Das ist keine Empfehlung: Internet nur gegen Aufpreis, für Wifi muss der Rechner im Zimmer laufen, das Zimmer ist kalt usw.


Seoul zu Fuß: Jongno, Paläste und Altstadt

Seoul besteht aus mehreren spannenden Stadtvierteln, die jeweils eine ganze Handvoll Sehenswürdigkeiten bieten. Manche liegen dicht beieinander und lassen sich zu Fuß verbinden, für andere braucht man die Metro.

Jongno

Meine Unterkunft liegt im Stadtteil Jongno. Der Name bedeutet sinngemäß „Glockenstraße“ und geht auf die historische Glocke BosingakBosingakGlockenturmSeoul · Südkorea37,569852° N · 126,98361° OGoogle Maps zurück.

In der Gegend liegen unter anderem:

  • Tapgol ParkTapgol ParkParkSeoul · Südkorea37,571177° N · 126,988648° OGoogle Maps
  • Jongmyo ShrineJongmyo ShrineKönigsschreinSeoul · Südkorea37,574953° N · 126,993879° OGoogle Maps

Der Jongmyo ShrineJongmyo ShrineKönigsschreinSeoul · Südkorea37,574953° N · 126,993879° OGoogle Maps war der königliche Ahnenschrein der Joseon-Dynastie und gehört heute zum UNESCO-Welterbe. Er ist deutlich zurückhaltender als die großen Palastanlagen – gerade das macht die Atmosphäre interessant.

Gwanghwamun und Gyeongbokgung

Östlich beziehungsweise nordwestlich von Jongno liegt das Viertel um Gwanghwamun. Zu den Höhepunkten gehören das monumentale Gwanghwamun GateGwanghwamun GateTorSeoul · Südkorea37,575919° N · 126,976816° OGoogle Maps und dahinter der Gyeongbokgung PalaceGyeongbokgung PalacePalastSeoul · Südkorea37,579754° N · 126,976682° OGoogle Maps .

Am Tor gibt es eine zeremonielle Wachablösung. Für die Palastanlage zahle ich damals 3000 KRWWährungseinordnung3000 KRWReferenzkurs 16.12.20132,07 €Stand 08.10.20262,01 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert; viele andere Sehenswürdigkeiten sind mit etwa 1000 KRWWährungseinordnung1000 KRWReferenzkurs 16.12.20130,69 €Stand 08.10.20260,67 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert deutlich günstiger.

Gyeongbokgung PalaceGyeongbokgung PalacePalastSeoul · Südkorea37,579754° N · 126,976682° OGoogle Maps wurde 1395 als Hauptpalast der Joseon-Dynastie gegründet. Die Anlage wurde in ihrer Geschichte mehrfach zerstört und wiederaufgebaut. Hinter dem Palast liegt das Gelände des damaligen Präsidentensitzes Blue House / Cheong Wa DaeBlue House / Cheong Wa DaePräsidentensitzSeoul · Südkorea37,586683° N · 126,976067° OGoogle Maps .

Hinten in der Anlage befindet sich außerdem ein gut gestaltetes Museum.

Gwanghwamun Square und Cheonggyecheon

Vom Eingang des Palastes laufe ich am Gwanghwamun SquareGwanghwamun SquarePlatzSeoul · Südkorea37,572763° N · 126,976861° OGoogle Maps entlang. Dort stehen große Statuen, darunter die von König Sejong dem Großen und Admiral Yi Sun-sin.

Unter dem Platz gibt es Ausstellungsräume. Dort erfährt man einiges über koreanische Geschichte, auch wenn mich das nicht gerade in Euphorie versetzt.

Weiter südlich beginnt der CheonggyecheonCheonggyecheonStadtbachSeoul · Südkorea37,572287° N · 127,036729° OGoogle Maps , ein renaturierter Stadtbach mitten durch Seoul. Der Kontrast zu den großen Straßen ringsherum ist erstaunlich: unten Wasser, Spazierwege und Ruhe, oben Großstadtverkehr. Für mich ist das einer der angenehmsten Orte im Zentrum.


City Hall und Deoksugung

Südlich von Gwanghwamun liegt die Gegend um Seoul City HallSeoul City HallRathausSeoul · Südkorea37,566789° N · 126,97842° OGoogle Maps .

Vor der Stadthalle befindet sich die Seoul PlazaSeoul PlazaPlatzSeoul · Südkorea37,565486° N · 126,97799° OGoogle Maps ; bei meinem Winterbesuch ist dort eine Eislauffläche aufgebaut. Direkt gegenüber liegt der Deoksugung PalaceDeoksugung PalacePalastSeoul · Südkorea37,566167° N · 126,97517° OGoogle Maps , daneben das Seoul Museum of ArtSeoul Museum of ArtMuseumSeoul · Südkorea37,56416° N · 126,973808° OGoogle Maps .

An einem Abend will ich noch einmal zu einer Burger-Bude neben der Stadthalle und treffe auf ein erstaunlich großes Polizeiaufgebot. Im Hintergrund deutet sich eine Demonstration an. In der Stadthalle spreche ich Studenten an und bekomme in gebrochenem Englisch erklärt, dass Studenten und andere Demonstranten die Privatisierung der Bahn kritisieren. Dafür, dass ich vielleicht 50 Demonstranten sehe, stehen gefühlt mehrere hundert gepanzerte Polizeibeamte in den Straßen. Später ziehen sie wieder ab.


Insa-dong und Bukchon

Insa-dong

Östlich von Gwanghwamun liegt Insa-dong, eine Gegend mit traditionellen Geschäften, Kunstgalerien und kleinen Läden.

Besonders interessant ist SsamziegilSsamziegilEinkaufsstraßeSeoul · Südkorea37,574223° N · 126,984729° OGoogle Maps . Es funktioniert wie eine kleine Einkaufsstraße, die sich nicht einfach in die Länge zieht, sondern spiralförmig über mehrere Ebenen nach oben führt. In den Läden gibt es Schmuck, Designprodukte und Kunsthandwerk, oben ein Café.

Nicht weit entfernt liegt der etwa 500 Jahre alte Jogyesa TempleJogyesa TempleTempelSeoul · Südkorea37,574143° N · 126,981912° OGoogle Maps , das Zentrum des koreanischen Jogye-Ordens des Zen-Buddhismus.

Daneben beziehungsweise in der näheren Umgebung liegen verschiedene kleinere Museen. Noch weiter östlich befindet sich UnhyeongungUnhyeongungKöniglicher WohnkomplexSeoul · Südkorea37,576208° N · 126,987092° OGoogle Maps , ein kleinerer ehemaliger königlicher Wohnkomplex, den ich auslasse – Königspaläste reichen erst einmal.

Bukchon Hanok Village

Nördlich von Insa-dong wird die Bebauung niedriger und man kommt ins Bukchon Hanok Village.

Das Viertel liegt zwischen Gyeongbokgung PalaceGyeongbokgung PalacePalastSeoul · Südkorea37,579754° N · 126,976682° OGoogle Maps und ChangdeokgungChangdeokgungPalastSeoul · Südkorea37,582387° N · 126,991701° OGoogle Maps und war historisch Wohngebiet von Angehörigen der Oberschicht der Joseon-Zeit. Viele traditionelle Häuser, Hanok genannt, sind erhalten oder restauriert worden. Dazwischen liegen kleine Geschäfte, Werkstätten und Cafés.

Eine nette Ecke und entsprechend populär bei Touristen. Wichtig ist allerdings: Bukchon ist kein Museumsdorf, sondern bis heute ein Wohnviertel. Entsprechend sollte man sich in den kleinen Gassen eher ruhig verhalten.


Myeong-dong

Vom Viertel der City Hall kommt man Richtung Osten nach Myeong-dong, einem der großen Einkaufsviertel Seouls.

Dort liegen unter anderem das Geldmuseum und verschiedene Lotte-Kaufhäuser. Lotte ist in Korea ein riesiger Konzern. Der Name leitet sich tatsächlich von „Charlotte“ aus Goethes Die Leiden des jungen Werthers ab – der Firmengründer Shin Kyuk-ho war von der Figur angetan.

Eine Sehenswürdigkeit, die ich selbst übersprungen habe, wäre die Myeongdong CathedralMyeongdong CathedralKathedraleSeoul · Südkorea37,563159° N · 126,987156° OGoogle Maps gewesen. Die katholische Kathedrale wurde 1898 fertiggestellt und gilt als erstes gotisches Backsteingebäude Koreas. Sie spielte später auch eine wichtige Rolle als Rückzugs- und Versammlungsort der Demokratiebewegung.


Mit der Metro durch Seoul

Gangnam

Gangnam ist spätestens seit Gangnam Style von Psy weltweit ein Begriff. Der Song nimmt das wohlhabende, konsumorientierte Image des Stadtteils aufs Korn.

In der Tat gibt es in Gangnam einige Clubs und schickere Geschäfte. Besonders spektakulär finde ich die Gegend architektonisch allerdings nicht; Seoul hat für meinen Geschmack interessantere Viertel.

Am Ende einer der großen Straßen steht ein massiver Hochhausblock, im unteren Bereich befindet sich eine große Buchhandlung. Ohne Koreanischkenntnisse findet man sie kaum, wenn man nicht schon weiß, dass sie dort ist.

Am Anfang der Straße steht eine Bäckerei namens „Mainz Dom“, bei der ich ein Stück Kuchen bestelle. Auffälliger ist allerdings eine lange Schlange von Menschen. Ich muss mehrere Personen ansprechen, bis ich herausfinde, warum sie warten: Es geht um einen Englischtest für Bewerber großer Konzerne wie Samsung oder LG.

Schon irgendwie verrückt: Menschen stehen für einen Englischtest an, aber die Frage „What are the people here waiting for?“ kann mir zunächst niemand auf Englisch beantworten.

Während die Schlange länger wird, fällt mir plötzlich eine Drohne auf, die durch die Straße surrt. Woher sie gesteuert wird, kann ich nicht sehen.

Was ich in Gangnam nicht mehr geschafft habe

  • COEX MallCOEX MallEinkaufszentrumSeoul · Südkorea37,5119° N · 127,0589° OGoogle Maps – großer Einkaufs-, Messe- und Veranstaltungskomplex
  • Seoul Sports Complex / Jamsil Olympic StadiumSeoul Sports Complex / Jamsil Olympic StadiumOlympiastadionSeoul · Südkorea37,515026° N · 127,073725° OGoogle Maps – zentrale Sportstätten der Olympischen Sommerspiele 1988
  • Korea Cultural HouseKorea Cultural HouseKulturhausSeoul · Südkorea37,525369° N · 127,052027° OGoogle Maps – damals auf meiner Liste für traditionelle koreanische Kultur

Diese Punkte lasse ich bewusst als mögliche Ziele für einen weiteren Besuch stehen, statt sie so zu beschreiben, als hätte ich sie gesehen.

Seoul World Cup Stadium und Flussufer

Mit der Metro fahre ich zum Seoul World Cup StadiumSeoul World Cup StadiumStadionSeoul · Südkorea37,568302° N · 126,897248° OGoogle Maps . Unter beziehungsweise neben dem Stadion liegen verschiedene Einkaufsbereiche; das Museum und der Zugang ins Stadion selbst sind etwas versteckt. Für 1000 KRWWährungseinordnung1000 KRWReferenzkurs 16.12.20130,69 €Stand 08.10.20260,67 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert komme ich hinein.

Vom Stadion mache ich mich auf einen längeren Spaziergang am Fluss entlang. Immer wieder stehen Fitnessgeräte in den Parks. Es gibt Cafés und 7-Eleven-Läden, die von vielen Leuten für Snacks und im Winter auch einfach zum Aufwärmen genutzt werden.

Nach ein paar Kilometern komme ich in eine Universitätsgegend mit Cafés, Kneipen und Clubs. Eine ganz interessante Ecke.

Itaewon

Einen Abend fahre ich nach Itaewon. Die Gegend erinnert mich ein wenig an die Reeperbahn: internationales Publikum, Bars, Clubs und reihenweise Döner-Läden. Auch Rotlicht gibt es; ein Teil der Gegend war damals als Hooker Hill bekannt.

Itaewon war lange stark durch die nahe US-Militärpräsenz geprägt und deshalb internationaler als viele andere Viertel der Stadt.

Namsan und N Seoul Tower

Vom N Seoul TowerN Seoul TowerAussichtsturmSeoul · Südkorea37,534951° N · 126,987089° OGoogle Maps hat man einen guten Blick über Seoul, wobei diesige Luft natürlich einen Strich durch die Rechnung machen kann.

Der Turm steht auf dem NamsanNamsanBergSeoul · Südkorea37,560075° N · 126,986545° OGoogle Maps , daher wird er auch Namsan Tower genannt. Der eigentliche Turm ist 236,7 Meter hoch; durch seine Lage auf dem Berg liegt die Aussicht deutlich höher über der Stadt.

Den Weg auf den Berg kann man sich mit einer Seilbahn oder öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtern. Unterhalb des Turms befestigen Liebende Vorhängeschlösser an den Gittern – die Locks of LoveLocks of LoveFotomotivSeoul · Südkorea37,5512° N · 126,9883° OGoogle Maps gehören inzwischen selbst zu den bekannten Fotomotiven.

War Memorial of Korea

Das War Memorial of KoreaWar Memorial of KoreaMuseumSeoul · Südkorea37,535972° N · 126,977292° OGoogle Maps liegt in Yongsan und beschäftigt sich mit den Kriegen, an denen Korea beteiligt war, insbesondere natürlich mit dem Koreakrieg.

Auf mehreren Ebenen werden Tausende Ausstellungsstücke gezeigt; draußen stehen die großen Exponate wie Flugzeuge, Panzer und anderes militärisches Gerät.


Fortbewegung in Seoul

Metro

Die Seoul Metro ist komfortabel und relativ einfach zu verstehen. Das Netz ist riesig und praktisch alle für Besucher interessanten Viertel sind gut per Schiene erreichbar.

Besondere Klingeltöne weisen auf Umsteigestationen hin. Am Bahnsteig erklingen Melodien, wenn Züge einfahren; die Stadt setzt stark auf audiovisuelle Kommunikation.

In einigen Zügen laufen Videos mit Bastel- und Schminktipps, Anleitungen zur Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung sowie Benimmregeln.

Manche Stationen sind gewaltig. Das Verkehrsnetz bildet fast eine zweite Stadt unter der Stadt, einschließlich Einkaufspassagen.

Für Einzelfahrkarten fällt ein Pfand von 500 KRWWährungseinordnung500 KRWReferenzkurs 16.12.20130,35 €Stand 08.10.20260,34 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert für die Karte an. Das Stück Plastik gehört deshalb nicht in den Müll: An Rückgabeautomaten bekommt man das Pfand zurück.

Alternativ gibt es die wiederaufladbare T-money Card. Auf meiner Karte bleiben am Ende nur 200 KRWWährungseinordnung200 KRWReferenzkurs 16.12.20130,14 €Stand 08.10.20260,13 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Weil ich damals nicht herausbekomme, wo ich sie zurückgeben kann, lasse ich sie irgendwo liegen – jemand anderes wird sich gefreut haben.

Flughafenbus

Mit einem regulären Stadtbus bin ich kaum gefahren, wohl aber mit dem Flughafenbus zurück nach Incheon.

Das ist ziemlich praktisch. Laut Plan fährt er alle 10 bis 15 Minuten – ich glaube, ich warte eher 20 – und kostet damals 10 000 KRWWährungseinordnung10 000 KRWReferenzkurs 16.12.20136,90 €Stand 08.10.20266,70 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Etwa 1 Stunde 15 Minuten bin ich unterwegs, ungefähr die Hälfte davon noch im zähen Innenstadtverkehr.

Verglichen mit Schnellzug plus Metro ist der Bus eine sehr gute Option, vor allem wenn man mit Gepäck unterwegs ist.


Beobachtungen im Alltag

Höflichkeit – und ihre Gegensätze

Zu Fuß ist man in Seoul gut unterwegs, muss aber auf Autos achten. Fahrer respektieren Fußgänger nicht immer so, wie man es nach den vielen anderen Höflichkeitsformen vielleicht erwarten würde.

Das ist für mich ein interessanter Gegensatz: Auf der einen Seite erlebe ich ausgesprochen höfliche Menschen, etwa die Mitarbeiterin im Zug, die sich beim Verlassen des Wagens leicht verbeugt. Auf der anderen Seite gibt es Gedränge auf der Straße und ältere Damen, die sich in jede noch so kleine Lücke im Fahrstuhl quetschen.

Bei meinem Winterbesuch tragen erstaunlich viele junge Frauen selbst bei etwa minus fünf Grad Minirock und schwarze Strumpfhosen.


Nicht gesehen – Ideen für einen nächsten Seoul-Besuch

Ein paar Ziele standen noch auf meiner Liste, für die die Zeit nicht mehr gereicht hat:

  • Myeongdong CathedralMyeongdong CathedralKathedraleSeoul · Südkorea37,563159° N · 126,987156° OGoogle Maps – historische katholische Kathedrale von 1898
  • COEX MallCOEX MallEinkaufszentrumSeoul · Südkorea37,5119° N · 127,0589° OGoogle Maps – Einkaufs-, Messe- und Veranstaltungskomplex in Gangnam
  • Korea Cultural HouseKorea Cultural HouseKulturhausSeoul · Südkorea37,525369° N · 127,052027° OGoogle Maps – traditionelle koreanische Kultur
  • Seoul Sports Complex / Jamsil Olympic StadiumSeoul Sports Complex / Jamsil Olympic StadiumOlympiastadionSeoul · Südkorea37,515026° N · 127,073725° OGoogle Maps mit Seoul Sports Complex / Jamsil Olympic StadiumSeoul Sports Complex / Jamsil Olympic StadiumOlympiastadionSeoul · Südkorea37,515026° N · 127,073725° OGoogle Maps
  • 63 Square / 63 Building63 Square / 63 BuildingHochhausSeoul · Südkorea37,519647° N · 126,889069° OGoogle Maps auf Yeouido
  • National Museum of KoreaNational Museum of KoreaMuseumSeoul · Südkorea37,523953° N · 126,98032° OGoogle Maps

Das 250 Meter hohe 63 Square / 63 Building63 Square / 63 BuildingHochhausSeoul · Südkorea37,519647° N · 126,889069° OGoogle Maps war nach seiner Fertigstellung 1985 zunächst das höchste Gebäude Südkoreas, verlor diesen Titel jedoch bereits 2003.

Das National Museum of KoreaNational Museum of KoreaMuseumSeoul · Südkorea37,523953° N · 126,98032° OGoogle Maps wäre ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung für einen weiteren Besuch, gerade wenn man nach den Palästen und Tempeln die koreanische Geschichte noch etwas systematischer einordnen möchte.

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Erwähnte Orte in Seoul

33 Positionen aus den Reiseberichten.

  1. Incheon International Airport (ICN)Flughafen
  2. Gimpo AirportFlughafen
  3. Seoul StationBahnhof
  4. Jongno 3(sam)-gaU-Bahn-Station
  5. Jongno Cutee HotelHotel
  6. Cara Motel JongnoMotel
  7. BosingakGlockenturm
  8. Tapgol ParkPark
  9. Jongmyo ShrineKönigsschrein
  10. Gwanghwamun GateTor
  11. Gyeongbokgung PalacePalast
  12. Blue House / Cheong Wa DaePräsidentensitz
  13. Gwanghwamun SquarePlatz
  14. CheonggyecheonStadtbach
  15. Seoul City HallRathaus
  16. Seoul PlazaPlatz
  17. Deoksugung PalacePalast
  18. Seoul Museum of ArtMuseum
  19. SsamziegilEinkaufsstraße
  20. Jogyesa TempleTempel
  21. UnhyeongungKöniglicher Wohnkomplex
  22. ChangdeokgungPalast
  23. Myeongdong CathedralKathedrale
  24. COEX MallEinkaufszentrum
  25. Seoul Sports Complex / Jamsil Olympic StadiumOlympiastadion
  26. Korea Cultural HouseKulturhaus
  27. Seoul World Cup StadiumStadion
  28. N Seoul TowerAussichtsturm
  29. NamsanBerg
  30. Locks of LoveFotomotiv
  31. War Memorial of KoreaMuseum
  32. 63 Square / 63 BuildingHochhaus
  33. National Museum of KoreaMuseum