Ankunft auf Viti Levu
Die größte Insel Fidschis ist Viti LevuViti LevuHauptinselNadi · Fidschi17,8000° S · 178,0000° OGrößte Insel Fidschis mit Nadi, Suva und der Coral Coast.Google Maps ; danach folgen Vanua Levu und Taveuni. Gerade Taveuni ist bei Tauchern wegen der Somosomo Strait und des Great White Wall berühmt. Ich bleibe diesmal aber auf Viti Levu und mache nur einen Tagesausflug in die Yasawa-InselnYasawa-InselnInselgruppeYasawa · Fidschi16,9500° S · 177,3500° OVulkanische Inselgruppe nordwestlich von Viti Levu, erreichbar von Port Denarau.Google Maps . Von Nadi aus gehen meine Flüge weiter zu den anderen Pazifikinseln.
Mit Air New Zealand fliege ich für 300 NZDWährungseinordnung300 NZDReferenzkurs 13.02.2011168,28 €Stand 08.10.2026149,90 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert von Auckland nach Nadi. Der Flug geht schon um 7:15 Uhr morgens, verspätet sich wegen schlechten Wetters und legt einen Umweg ein. Bei der Ankunft spielt eine Musikgruppe für die Passagiere; die Grenzbeamten möchten dagegen noch meine Hotelreservierung sehen.
Über Hostelz.com habe ich ein Einzelzimmer mit eigenem Bad in der Nomads Skylodge am Queens Highway gebucht, für etwa 22 € pro Nacht. Mit der Abholung klappt es zunächst nicht: Kein Schild, kein Fahrer. Am Informationsschalter kennt eine Mitarbeiterin den Fahrer zufällig – er sitzt mit seinen Kumpels im Nebenraum. Zehn Minuten später bin ich im Hotel.
Roaming funktioniert nicht, und im Hotel kostet das Global-Gossip-WLAN 2 FJDWährungseinordnung2 FJDReferenzkurs 13.02.20110,80 €Stand 08.10.20260,79 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert für 15 Minuten. Das Zimmer selbst ist völlig in Ordnung: Klimaanlage, Kühlschrank, Telefon, Wasserkocher, eine Bibel auf dem einen Nachttisch und das Telefonbuch für ganz Fidschi auf dem anderen.
Nadi
Zu Fuß nach Nadi dauert es länger, als die Karte vermuten lässt: bestimmt eine Stunde. Die Stadt ist nicht groß, hat aber Restaurants, Cafés und einen größeren Supermarkt. Die Auswahl ist überschaubar, Butter ist rationiert und nicht alle Waren sind mit Preisen ausgezeichnet.
Die große indo-fijianische Bevölkerung ist deutlich sichtbar. Am südlichen Ende der Stadt steht der farbenfrohe Sri Siva Subramaniya Swami Temple, der größte hinduistische Tempel in Nadi.
Eine Sache lerne ich ziemlich schnell: Wechselgeld nachzählen. Dreimal bekomme ich zu wenig zurück – nie zu viel. Beim Trockner in der Skylodge, im Minivan von Denarau und im Internetcafé fällt das Muster auf. Ob es Absicht oder Schlampigkeit ist, kann ich nicht sagen. Aber ich zähle mein Wechselgeld jetzt definitiv nach.
Mit dem Bus fahre ich für 0,70 FJDWährungseinordnung0,7 FJDReferenzkurs 13.02.20110,28 €Stand 08.10.20260,28 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert zurück zur Lodge; ein Taxi kostet etwa 7 FJDWährungseinordnung7 FJDReferenzkurs 13.02.20112,81 €Stand 08.10.20262,77 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, je nach Verhandlung. Die meisten Menschen sind ausgesprochen freundlich und begrüßen mich mit „Bula“.
1sprache1„Bula“ ist die allgegenwärtige fijianische Begrüßung – je nach Situation auch ein Wunsch für Gesundheit und Wohlergehen.Regen auf Denarau und der Mietwagen
Am nächsten Tag fahre ich mit dem Taxi nach Denarau. Dort liegen große Luxusresorts, ein Golfplatz und Port Denarau, von wo die Boote zu den Mamanucas und Yasawas ablegen. In der Lulu Bar wird mein Cappuccino für 6,50 FJDWährungseinordnung6,5 FJDReferenzkurs 13.02.20112,61 €Stand 08.10.20262,57 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert erst nach zwanzig Minuten Erinnerung serviert; später beendet heftiger Regen mit Blitz und Donner den Nachmittag.
Für den nächsten Tag nehme ich bei Satellite Rentals einen Toyota Corolla. Die beworbenen 25 FJDWährungseinordnung25 FJDReferenzkurs 13.02.201110,04 €Stand 08.10.20269,90 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert pro Tag gelten allerdings nur bei mindestens einem Monat Mietdauer. Aus 90 FJDWährungseinordnung90 FJDReferenzkurs 13.02.201136,14 €Stand 08.10.202635,65 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert netto werden mit Steuer 103,50 FJDWährungseinordnung103,5 FJDReferenzkurs 13.02.201141,56 €Stand 08.10.202641,00 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert – und eine echte Versicherung gibt es nicht. Wir einigen uns immerhin auf eine Haftungsgrenze von 4000 FJDWährungseinordnung4000 FJDReferenzkurs 13.02.20111606,20 €Stand 08.10.20261584,48 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert.
22„Terms and conditions apply“ kann beim Mietwagen offenbar ziemlich viel bedeuten.Durch Viti Levu: Navala, Suncoast und Suva
Mein erstes Ziel ist Viseisei bei Vuda Point, eine in der fijianischen Überlieferung sehr alte Siedlung. Danach fahre ich durch Lautoka, das Zentrum der Zuckerindustrie, und weiter Richtung Ba.
Von dort geht es ins Landesinnere nach Navala, einem traditionellen Dorf in den Bergen. Nach langem Schotterweg tauchen die Bures auf: traditionelle Häuser statt Beton, mitten im grünen Bergland. Für den offiziellen Besuch müsste ich zunächst mit dem Dorfchef sprechen und Eintritt zahlen; ich schaue mir deshalb nur Kirche, Gräber und Umgebung an.
Über Tavua und Rakiraki erreiche ich die als Suncoast vermarktete Nordseite der Insel. Am Volivoli Beach ist die Aussicht über Wasser und Berge wunderbar, die Strände selbst finde ich anderswo schöner. Ein Schild verbietet dort „No Dining, No Computers“ – also setze ich mich mit dem Laptop einfach an den Nebentisch ohne Schild.
Die Fahrt über die Berge Richtung Nausori entwickelt sich zum Abenteuer. Ein langes Straßenstück ist im Bau und verwandelt sich im Regen in Schlamm. Autos und Lastwagen bleiben stecken, ein Bagger kippt Kies in die Spur. Als ich wieder festen Untergrund erreiche, bin ich ziemlich erleichtert. Im Dunkeln fahre ich weiter nach SuvaSuvaStadt / OrtFidschi18,1248° S · 178,4501° O50 m ü. NNGoogle Maps und finde nach längerer Suche ein Zimmer im Outrigger.
Suva und die Coral Coast
Das im Zimmerpreis angekündigte Frühstück findet am nächsten Morgen nicht statt: Die zuständige Kollegin ist nicht gekommen, die Rezeptionistin kann nicht zugleich Küche und Empfang bedienen. Es gibt weder Cornflakes noch Brot, keine Erstattung und auch kein WLAN. Nach Kaffee, Wasser und Brot beim Chinesen nebenan checke ich aus.
Suva ist geschäftiger als Nadi und die einzige Stadt meiner Route, die sich tatsächlich wie eine kleine Hauptstadt anfühlt. Es gibt größere Geschäfte, eine Mall und deutlich mehr Verkehr. Ich fahre zur University of the South Pacific und dann weiter Richtung Westen.
Die Südküste zwischen Suva und Sigatoka heißt Coral Coast. In Navua hätte ich Wildwasser-Rafting machen können, später führt die Route über Pacific Harbour nach Sigatoka. Dort liegt der Sigatoka Sand Dunes National ParkSigatoka Sand Dunes National ParkNationalparkSigatoka · Fidschi18,1720° S · 177,4940° OKüsten- und Dünenlandschaft an der Coral Coast mit archäologischen Fundplätzen.Google Maps , Fidschis erster Nationalpark mit archäologischen Fundplätzen. Für einen längeren Besuch reicht die Zeit leider nicht.
Nach zweimal Autowäsche, Volltanken und der Rückgabe um 19 Uhr sieht der Toyota wieder halbwegs zivilisiert aus.
Zehn Stunden auf dem Yasawa Flyer
Im Aquarius Pacific Hotel, einer sympathischen Backpacker-Unterkunft mit kleinem Strand, buche ich drei Nächte und anschließend einen Tagesausflug zu den Yasawas. Morgens sammelt ein Bus die Fahrgäste ein und bringt uns nach Port Denarau. Von dort geht es mit South Sea Cruises / Awesome Adventures Fiji** auf den Yasawa Flyer.
Die Inselgruppe entspricht ziemlich genau dem Südsee-Bild: kleine vulkanische Inseln, Strände, Palmen und viel Wasser. Auch The Blue Lagoon ist mit den Yasawas verbunden; besonders die Höhlen von Sawa-i-Lau wurden durch den Film bekannt.
Mein „Tagesausflug“ ist allerdings im Grunde die komplette Hin- und Rückfahrt des Resort-Shuttles. Fünf Stunden fährt das Boot nach Norden, setzt Gäste an Resorts ab und nimmt andere auf, dann dreht es um. Zehn Stunden verbringe ich fast komplett auf dem Schiff.
Die Aussicht ist trotzdem spektakulär. Manche Inseln scheinen nur aus Palmen, Strand und einem Resort zu bestehen. Andere Reisende erzählen von Tauchen, kleinen Riffhaien, Volleyball mit Einheimischen und davon, tagelang nichts zu tun. Als einziger Tagesausflügler bekomme ich einen hervorragenden vegetarischen Antipasti-Salat – und ein Plastikbändchen als Sonnenbräunungs-Erinnerung.
Tempel und Weiterreise
Vor dem Weiterflug nach Tonga besuche ich den Sri Siva Subramaniya Swami Temple noch einmal. Beim ersten Versuch hatte ich nur kurze Hosen an. Nun gibt es am Eingang 3,50 FJDWährungseinordnung3,5 FJDReferenzkurs 13.02.20111,41 €Stand 08.10.20261,39 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert Eintritt, klare Kleidungsregeln, Schuhe bleiben draußen, und sogar Jeans sind damals nicht akzeptiert. Vor dem Tempelbesuch soll man außerdem nichts, insbesondere kein Fleisch, gegessen haben.
Einmal komme ich auf dem Weg von Samoa zu den Salomonen noch für einen Tag nach Fidschi zurück. An einer Bank steht der Hinweis, dass sie wegen Mohammeds Geburtstag geschlossen bleibt: Der 15. Februar 2011 ist dort ein Feiertag zu Mawlid. Später komme ich mit einer jungen Indo-Fijianerin über das Zusammenleben der iTaukei und der Indo-Fijianer ins Gespräch. Ihre Beobachtungen sind kein statistisches Bild, aber gerade solche persönlichen Gespräche bleiben oft stärker hängen als jede Sehenswürdigkeit.
Dann geht es endgültig weiter – diesmal zu den Salomonen.