Sambia ist eine Station meiner zweiten großen Rundreise durch Afrika 2010. Ich komme mit dem Bus aus Namibia und reise von Livingstone weiter nach Simbabwe. Es ist mein zweiter Besuch in Livingstone nach Januar 2009.
Die Route: WindhoekWindhoekStadt / OrtNamibia22,55941° S · 17,08323° O1700 m ü. NNHauptstadt in Namibia.Google Maps → Nachtbus → LivingstoneLivingstoneStadt / OrtSambia17,84194° S · 25,85425° O969 m ü. NNOrt in Sambia.Google Maps → Victoria FallsVictoria FallsNaturdenkmalVictoria Falls · Zimbabwe17,923006° S · 25,847428° OGoogle Maps → Simbabwe
Mit dem Bus nach Sambia
Erst habe ich den Bus direkt nach LusakaLusakaStadt / OrtSambia15,40669° S · 28,28713° O1277 m ü. NNHauptstadt in Sambia.Google Maps gebucht, dann ändere ich das Ticket auf Livingstone. Um 16:30 Uhr fährt der Bus, nicht der von Intercape, sondern der Zambia-Namibia Express (35 Euro). Andere Gäste im Gästehaus haben mich schon gewarnt, dass die Fahrt 18 Stunden dauert. Aber der Intercape ist auch nicht schneller.
Vor der Abfahrt gehe ich noch in den Supermarkt und bin irgendwie froh, dass das heutige Namibia einmal deutsche Kolonie war, denn es gibt hervorragende Brötchen, und mit südafrikanischem Brie (Simonsberg Creamy Brie) bin ich gut eingedeckt. Ich habe einen Platz vorne gebucht, was super ist, solange es hell ist. Dann entpuppt sich der Platz als Katastrophe: Als es dunkel wird, will der Fahrer laut Musik hören, um nicht einzuschlafen. Und das die ganze Nacht. Da der Bus nicht voll ist, kann ich von meiner Dreierreihe in eine Zweierreihe wechseln. Gut geschlafen habe ich nicht, und ich bin ziemlich genervt.
Früh kommt der Bus an der Grenze an, sogar etwas zu früh, sodass wir warten müssen. Auf die Sekunde genau öffnet das Immigration Office, und wir verlassen Namibia. Zu Fuß geht es über die Grenze, und langsam kommen die ersten Sonnenstrahlen. Sie beleuchten das Elend auf der sambischen Seite: viel Müll, sehr schmutzig, die Menschen arm. Namibia ist wirtschaftlich viel weiter als Sambia. Aber Sambia ist das Berlin Afrikas: arm, aber sexy (im Sinne von nett). Die Menschen grüßen auf der Straße, wie ich es selten in anderen Ländern erlebt habe.
An der Grenze wechsle ich meine letzten 150 NADWährungseinordnung150 NADReferenzkurs 2010-1015,93 €Stand 08.10.20268,04 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert (Kurs 1:655, nicht so gut, andere bekommen 1:680) und hole mir für 50 USDWährungseinordnung50 USDReferenzkurs 2010-1036,62 €Stand 08.10.202644,56 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert ein Visum für eine Einreise. Beim letzten Sambia-Besuch hatte ich auch nur ein Single-Entry-Visum und habe es bereut: Ich bin nach Simbabwe zu den Victoria Falls gegangen, musste natürlich wieder nach Sambia einreisen und durfte noch einmal 50 Dollar zahlen. Da ich diesmal keine Wiedereinreise plane, spare ich mir die 30 Dollar Aufpreis für ein Visum mit mehreren Einreisen.11Deutsche können heute für bis zu 90 Tage visumfrei nach Sambia einreisen. Für Reisen zwischen Sambia und Simbabwe gibt es außerdem das KAZA-Univisa: Es kostet 50 USDWährungseinordnung50 USDReferenzkurs 2010-1036,62 €Stand 08.10.202644,56 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, gilt 30 Tage und erlaubt beliebig viele Grenzübertritte zwischen beiden Ländern – genau das, was mir beim ersten Besuch gefehlt hat.
Unterkunft in Livingstone
Der Backpacker vom letzten Besuch war gut, aber ich will etwas Neues ausprobieren. Jollyboys BackpackersJollyboys BackpackersUnterkunftLivingstone · Sambia17,847898° S · 25,853897° OJollyboys-Haupthaus an der Kanyanta Road; das im Reisebericht ebenfalls erwähnte Camp liegt an der Chipembi Road.Jollyboys Backpackers & Camp · Jollyboys (heutige Zuordnung)Offizielle Website Google Maps ist in Livingstone sehr bekannt und hat damals mehrere Häuser in der Stadt: Jollyboys Backpackers, das Jollyboys CampJollyboys CampUnterkunftLivingstone · Sambia17,8532° S · 25,8618° OJollyboys Camp an der Chipembi Road; getrennt vom Jollyboys-Haupthaus an der Kanyanta Road.Jollyboys Backpackers & Camp · Jollyboys — Jollyboys Camp im Bericht; Zugehörigkeit 2019 belegtOffizielle Website Google Maps (meins) und ein weiteres Guesthouse. Das Camp liegt etwa 15 Gehminuten vom Zentrum entfernt; ich muss es nehmen, weil das Haupthaus laut Website ausgebucht ist.
Das Jollyboys Camp hat kostenpflichtiges WLAN (9000 ZMK = 1,50 Euro pro Stunde), das auch in den Zimmern funktioniert, und ist zu meiner Zeit nicht sonderlich ausgebucht. So schlafe ich die ganze Zeit allein in einem Vierbettzimmer und zahle nur 10 USDWährungseinordnung10 USDReferenzkurs 2010-107,32 €Stand 08.10.20268,91 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert pro Nacht, damals 48 000 Kwacha.2kurs22013 hat Sambia den Kwacha neu eingeführt und drei Nullen gestrichen: 1000 alte Kwacha (ZMK) wurden zu einem neuen Kwacha (ZMW). Die 48 000 alten Kwacha für eine Nacht entsprechen bei dieser Umstellung nominal 48 neuen Kwacha; das ist kein heutiger Preis. Das Zimmer hat einen Ventilator, ist tagsüber aber sehr warm, draußen ist es mit etwa 36 Grad auch heiß. Einzelzimmer derselben Größe mit großem Bett kosten 35 USDWährungseinordnung35 USDReferenzkurs 2010-1025,63 €Stand 08.10.202631,19 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert mit Gemeinschaftsbad, ein Zimmer mit eigener Dusche 45 USDWährungseinordnung45 USDReferenzkurs 2010-1032,96 €Stand 08.10.202640,10 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Klimaanlagen gibt es nicht.
Jollyboys bietet jeden Morgen einen Shuttle zu den Victoria Falls, und auch sonst gefällt mir die Ausrichtung, die Gäste in Gemeinschaftsprojekte einzubinden und mit den Menschen vor Ort zu verknüpfen. Es gibt Fußballspiele mit Waisenhäusern und verschiedene Projekte, bei denen man sich von ein paar Tagen bis zu ein paar Monaten beteiligen kann. So ein Angebot, das Leben in Sambia authentisch kennenzulernen und selbst zu helfen, habe ich bisher in keinem anderen Backpacker gesehen.
Nicht so gut gefällt mir der Versuch der Rezeption, einem englischen Paar 25 USDWährungseinordnung25 USDReferenzkurs 2010-1018,31 €Stand 08.10.202622,28 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert pro Person für eine Taxifahrt zu den Victoria Falls abzuknöpfen. Das ist echt krass, und die beiden winken auch schnell ab; 25 Dollar hätten sie wohl für das ganze Taxi gezahlt. Ohnehin habe ich den Eindruck, dass Hostels, Gästehäuser und Backpacker in den Zusatzleistungen einen prima Extraverdienst sehen. Die Zimmer mögen günstig sein, das Essen vielleicht auch, aber Ausflüge, Busbuchungen und Autoreservierungen können deutlich teurer sein als am Markt. (Andererseits hängt bei Jollyboys an der Rezeption ein Zettel, der genau die Preise für ein eigenes Taxi, ein Sammeltaxi und den Bus auflistet.)
Getränke und Speisen sind auch nicht supergünstig: Ein Kaffee kostet 5000 ZMK = 80 Cent (schmeckt prima, frisch gebrüht, kostenlosen Instantkaffee gibt es nicht), ein einfacher Toast 15 000 ZMK = 2,50 Euro. Und wer bei Jollyboys seinen Kaffee trinkt, hört im Hintergrund Raubtiergeräusche. Nicht, weil nebenan ein Zoo ist, sondern weil fast den ganzen Tag National Geographic läuft, nur unterbrochen von BBC-Nachrichten und manchen Fußballspielen. Man isst seinen Toast, und im Fernsehen läuft, wie Löwen jagen oder eine Python ein Antilopenjunges erst die Knochen bricht und es dann komplett verspeist. Ehrlich gesagt ist mir morgens der Disney Channel mit Micky und Minnie lieber.
Wer nach dem Essen die Zähne putzt, erlebt die nächste Jollyboys-Überraschung: Das Wasser pulsiert, was es schwer macht, die Zahnbürste anzufeuchten. Dreht man den Hahn zu wenig auf, passiert nichts; dreht man zu weit auf, kommt erst wenig Wasser, dann baut eine Pumpe Druck auf, und das Wasser schießt heraus. Fast hätte es mir die Zahnpasta weggespült, nass bin ich danach auf jeden Fall. Es bringt mich aber unweigerlich zum Lachen.
Nach ein paar Tagen im Schlafsaal ziehe ich ins Ashanti Guesthouse. Das ist nicht unwesentlich teurer (80 000 ZMK), aber ich habe ein eigenes Zimmer. Nur ist es genauso heiß wie der Schlafsaal bei Jollyboys und hat einen Deckenventilator, der zwar physisch vorhanden ist, aber in keinem Raum funktioniert. Im Zimmer gibt es einen Fernseher (die Antenne hat der Vorgast geklaut, man kauft mir eine neue) und einen Kühlschrank, den ich ausgeschaltet lasse, weil er so viel Abwärme produziert, dass das Zimmer nur noch wärmer wird.
Bis auf zwei Tage hat es in Livingstone im Oktober um die 37 Grad, ich schwitze von morgens bis abends und freue mich nachts über jedes Grad, das die Temperatur sinkt. Hin und wieder regnet es, aber das Wasser verdampft so schnell, dass nie mehr als eine Pfütze bleibt. Nur meine letzten zwei Tage sind etwas kühler. Insgesamt mag ich das Zimmer, und auch die Dame, die vom Geldeinsammeln bis zur Zimmerreinigung alles übernimmt. Bei der Abreise gibt sie mir sogar noch Wechselgeld zurück (10 000 ZMK), das ich völlig vergessen hatte. Toll.
Unterwegs in Livingstone
Livingstone hat die Victoria Falls, sonst bietet die Stadt wenig. Immer wieder fällt der Strom aus, und die Läden machen dann kurzerhand zu. (Zentrale Leitungen werden gerade erneuert, damit die Region für die Regenzeit gut gerüstet ist.) Ein paar Restaurants sind gut, etwa der Italiener Olga’s Italian CornerOlga’s Italian CornerRestaurantLivingstone · Sambia17,853187° S · 25,856275° OGoogle Maps gegenüber dem ShopriteShopriteEinkaufsortLivingstone · Sambia17,854809° S · 25,855785° OGoogle Maps -Komplex, der perfekte Lasagne und Pizza macht (aber grottenschlechten Espresso), oder das Kilimanjaro Café, ein Café mit Spitzensalaten, gutem Cappuccino und Eiskaffee und kostenlosem WLAN (nicht ganz stabil, aber relativ schnell). Ich gehe jeden Tag hin, denn es liegt nur ein paar Gehminuten von meinem Gästehaus entfernt.
Für mich ist Livingstone auch die „Boss“-Stadt: Gäste werden hier nicht, wie oft üblich, mit „Sir“ angesprochen, sondern mit „Boss“. Das ist ungewöhnlich und wohl sehr typisch für Livingstone; die Bewohner machen sich selbst darüber lustig.
Victoria Falls und die Brücke
Die Victoria FallsVictoria FallsNaturdenkmalVictoria Falls · Zimbabwe17,923006° S · 25,847428° OGoogle Maps waren schon beim ersten Besuch meine Lieblingssehenswürdigkeit, also will ich wieder hin, diesmal aber sparsamer. Beim letzten Mal kamen zum Visum für Simbabwe und zum Parkeintritt noch einmal 50 Dollar für die Rückkehr nach Sambia hinzu, weil ich Depp kein Visum für mehrere Einreisen hatte.
Zunächst nehme ich ein Sammeltaxi zu den Fällen, das nur 5000 ZMK pro Fahrt kostet, also weniger als einen Euro. Was ich beim letzten Mal nicht wusste: An der sambischen Immigration kann man sich einen Bridge Pass geben lassen, um ins Grenzgebiet und auf die Victoria Falls BridgeVictoria Falls BridgeBrückeLivingstone · Sambia17,928288° S · 25,857152° OGoogle Maps zu gehen, ohne regulär nach Simbabwe einzureisen. Dafür braucht man den Reisepass; statt eines Ausreisestempels bekommt man für den reinen Brückenbesuch einen Passierschein. Von der Brücke wird Bungee gesprungen, und unten im Fluss lassen sich Kajakfahrer beobachten. Ich laufe unter der Brücke entlang und bin dort vor der Sonne geschützt. Später setze ich mich in ein kleines Café, in dem man sich für die Sprünge anmeldet und hinterher seine Videos und Fotos abholen kann. Zurück an der sambischen Immigration gebe ich den Passierschein wieder ab. Für einen tatsächlichen Grenzübertritt nach Simbabwe gelten natürlich die normalen Einreise- und Visabestimmungen.
Hinter der Grenze liegt das damalige The Falls Resort mit dem Royal Livingstone HotelRoyal Livingstone HotelUnterkunftLivingstone · Sambia17,918832° S · 25,863971° OMinor Hotels · Anantara — Heutige MarkenzugehörigkeitSun International · Sun International — Sun International zur Zeit der Reisen 2008–2011Google Maps und dem Zambezi SunZambezi SunUnterkunftLivingstone · Sambia17,924463° S · 25,865505° OHotel in Livingstone, im Reisebericht von 2010 unter dem damaligen Namen Zambezi Sun beschrieben; heute Avani Victoria Falls Resort.Minor Hotels · Avani — Heutige MarkenzugehörigkeitSun International · Sun International — Sun International zur Zeit der Reisen 2008–2011Google Maps .33Das Zambezi Sun heißt heute Avani Victoria Falls Resort, das Royal Livingstone wird als Royal Livingstone Hotel by Anantara geführt. In welchem der beiden Hotels ich im Café sitze, weiß ich nicht mehr eindeutig. Unkompliziert kann man sich dort ins Café oder auf den Rasen setzen und kontemplativ auf den Fluss schauen. Übernachtungen sind nicht günstig, aber die Anlage ist sehr schön. Der Caffè Latte ist in Ordnung und kostet 2 USDWährungseinordnung2 USDReferenzkurs 2010-101,46 €Stand 08.10.20261,78 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. (Der Dollar ist dort die Standardwährung, wird aber fair mit 1:5.000 in Kwacha umgerechnet.) Den Erdbeershake (3 USDWährungseinordnung3 USDReferenzkurs 2010-102,20 €Stand 08.10.20262,67 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert) finde ich überteuert: Er schmeckt supersüß und billig, weil er aus Pulver angerührt ist statt aus echten Erdbeeren. Das ist nix, jedenfalls nicht für 3 Dollar.
Livingstone Reptile Park
An der Mosi-oa-Tunya Road auf dem Weg zu den Fällen liegt die damalige Gwembe Safaris Crocodile Farm, heute als Livingstone Reptile ParkLivingstone Reptile ParkPark oder SchutzgebietLivingstone · Sambia17,88451° S · 25,859697° OGoogle Maps beziehungsweise Livingstone Crocodile Park bekannt. So spannend finde ich das nicht. Immerhin darf man eine kleine und eine große Schildkröte hochheben, ein Minikrokodil halten und Schlangen anfassen. 10 USDWährungseinordnung10 USDReferenzkurs 2010-107,32 €Stand 08.10.20268,91 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert Eintritt sind dafür aber saftig. Ein Guide erzählt etwas über Krokodile, und im kleinen Restaurant im Park gibt es Blätterteigtaschen mit Krokodilfleisch (saftig).
Unabhängigkeitstag
Am 24. Oktober feiert Sambia seine Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1964, und es passt, dass ich mir die Feierlichkeiten anschauen kann. Ich gehe auf einen großen Rasenplatz, auf dem Soldaten beim Tauziehen ihre Kräfte messen. Dann gibt es ein Freundschaftsspiel gegen Simbabwe – auch Simbabwe hat eine britische Kolonialgeschichte, wurde aber erst 1980 unabhängig. Am auffälligsten ist die kostenlose Essensausgabe: Nshima (Maisbrei) mit etwas Gemüse und etwas Fleisch. Davor bildet sich eine lange Schlange.
Geschichten, die man unterwegs hört
Auf Reisen durch Afrika hört man immer wieder Geschichten, bei denen sich kaum sagen lässt, was tatsächlich passiert ist und was mit der Zeit ausgeschmückt wurde. Zwei davon bleiben mir aus Sambia im Gedächtnis.
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Über Jollyboys geht die Geschichte um, das ursprüngliche Jollyboys sei von ein paar Libanesen geführt worden. Diese sollen regelmäßig Prostituierte eingeladen, sodomistische Handlungen mit Hunden gefilmt und die Videos verkauft haben. Eine der Prostituierten sei sehr krank geworden, wodurch die Sache schließlich zur Anzeige gekommen sei und die Libanesen aus dem Land gejagt worden seien. Die Behörden hätten den Namen „Jollyboys“ danach aufgeben wollen, weil der Laden in der Stadt einen zweifelhaften Ruf hatte. Da die Gäste aus dem Ausland von alldem nichts mitbekommen hätten, hätten die neuen Besitzer den Namen jedoch behalten. Ob an dieser Geschichte etwas dran ist, weiß ich nicht; sie wurde mir so erzählt.
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Eine andere Geschichte dreht sich um Hexerei (Witchcraft), mit der sich manche Leute unglaubliche Ereignisse erklären. Eine Frau will Fisch von Sambia nach Botswana einführen. Sie versteckt ihn nicht, sondern deklariert ihn korrekt. Die Zollbeamtin lehnt die Einfuhr trotzdem ab. Die Frau sagt, der Fischverkauf sei ihr einziges Einkommen, nur so könne sie ihre Kinder ernähren. Das interessiert die Beamtin nicht. Also kippt die Frau all ihre Fische auf den Boden, geht zurück zur sambischen Grenze, beschwert sich bitterlich und weint. Die sambischen Beamten gehen mit ihr zurück zur botswanischen Grenze, es gibt eine laute Diskussion, aber keine Lösung. Daraufhin verflucht die Frau die Zollbeamten, und dann soll das Unglaubliche geschehen sein: Am Abend nach der Arbeit seien die Beamtin und einige andere Mitarbeiter, die zu der Zeit dort waren, gestorben. Zufall? Auch diese Geschichte wurde mir so erzählt.
Alles Wichtige zu Sambia auf einen Blick: Sambia – was sich lohnt.