Nach unseren guten Erfahrungen mit der AIDAnova auf der Route „Metropolen ab Hamburg“ möchten wir ein anderes Schiff und einen anderen Abfahrtshafen ausprobieren. Die AIDAmar ist unser zweites Schiff von AIDA Cruises. Diesmal geht es ab Warnemünde nach Skandinavien.
Unsere Route: WarnemündeWarnemündeStadt / OrtMecklenburg-Vorpommern · Deutschland54,175278° N · 12,088333° O2 m ü. NNSeebad und Ortsteil von Rostock an der Mündung der Warnow in die Ostsee.Google Maps → Seetag → OsloOsloStadt / OrtNorwegen59,913333° N · 10,738889° O23 m ü. NNNorwegens Hauptstadt am Oslofjord mit Hafen, Opernhaus und den Museen auf der Halbinsel Bygdøy.Google Maps → GöteborgGöteborgStadt / OrtVästra Götalands län · Schweden57,7075° N · 11,9675° O12 m ü. NNSchwedische Hafenstadt an der Mündung des Göta älv mit Kanälen, Markthalle und dem Freizeitpark Liseberg.Offizielle Website Google Maps → AarhusAarhusStadt / OrtRegion Midtjylland · Dänemark56,156389° N · 10,209722° O6 m ü. NNUniversitäts- und Hafenstadt an der Ostküste Jütlands mit dem Kunstmuseum ARoS und einem historischen Stadtzentrum.Google Maps → Warnemünde
Anreise und Einschiffung in Warnemünde
Die AIDAmarAIDAmarKreuzfahrtschiffKreuzfahrtschiff von AIDA Cruises.Offizielle Website legt in Warnemünde direkt am KreuzfahrtterminalWarnemünde Cruise CenterHafenWarnemünde · Deutschland54,175477° N · 12,093671° OKreuzfahrtterminal am Passagierkai in Warnemünde.Offizielle Website Google Maps ab. Die Anreise per Auto ist möglich, Parkangebote liegen für unsere Reise bei etwa 100 €. Wir entscheiden uns für die Bahn, doch die Anreise wird zur Katastrophe: Aufgrund eines tragischen Vorfalls im Bahnverkehr kommt es zu massiven Zugausfällen und Verspätungen.
Das Einchecken am Terminal verläuft hingegen reibungslos: Koffer abgegeben, kurze Wartezeit an der Kontrolle, Bordkarten-Scan, Passfoto – nach wenigen Minuten sind wir an Bord. Die Sicherheitseinweisung und Kartenaktivierung laufen routiniert ab. So entspannt kann die Einschiffung sein.
Schiff und Kabine
Der Unterschied zwischen den beiden Schiffen ist deutlich: Während die AIDAnovaAIDAnovaKreuzfahrtschiffKreuzfahrtschiff von AIDA Cruises.Offizielle Website maximal 6654 Passagiere aufnehmen kann, sind es auf der AIDAmar maximal 2686. Sie ist damit deutlich kleiner und wirkt familiärer, aber auch sichtbar älter.
Die Kabine hat Licht und Schatten. Betten und Kissen sind bequem, dazu gibt es einen Sessel mit Fußhocker und einen zweiten Stuhl am kleinen Arbeitstisch. Auf dem Sessel steht allerdings ein Tablett, was nicht besonders praktisch ist, wenn man dort tatsächlich sitzen möchte, und fernsehen lässt sich eigentlich nur bequem vom Bett aus. Insgesamt wirkt die Kabine nicht mehr besonders modern: Es gibt nur zwei Steckdosen, keine USB-Anschlüsse, keinen Kühlschrank und keinen Wasserkocher. Auch das Bad mit gelbem Plastikwaschbecken und Retro-Fliesen erinnert eher an die 80er. Der Wasserdruck in der Dusche ist zunächst schwach, lässt sich über einen Regler an der Armatur aber verbessern. Selbst die Toilettenspülung verlangt etwas Präzision, weil sie nur am richtigen Druckpunkt zuverlässig funktioniert. Störender ist der eigenartige Kabinengeruch, der sich auch durch Lüften nicht vollständig vertreiben lässt. Unsere Kabine liegt außerdem weit vorn am Bug. Dort besteht die Balkonbrüstung aus Stahl statt aus Glas, was die Aussicht einschränkt, und beim An- und Ablegen sind die Bugstrahlruder samt Vibrationen deutlich zu hören und zu spüren.
Essen und Gastronomie
Die AIDAmar verfügt über acht Restaurants: die drei Buffetrestaurants Markt Restaurant, Bella Donna und East Restaurant, die beiden Spezialitätenrestaurants Best Burger @ Sea und Brauhaus sowie drei À-la-carte-Restaurants – Buffalo Steak House, Gourmet-Restaurant Rossini und Sushi Bar.
Das Brauhaus gefällt mir besonders, vor allem das würzige Gulasch. Die Haxe ist hingegen auf der AIDAnova besser – hier wirkt sie eher fest und nicht ganz durch. Schön ist, dass es regelmäßig leckeren Kuchen ohne Aufpreis gibt.
Die großzügigen Außenbereiche der AIDAmar laden zum Essen im Freien oder zum Verweilen an der Bar ein. Im Vergleich zu moderneren Schiffen, bei denen solche Flächen oft stärker kommerziell genutzt werden, wirkt das Konzept hier offen und entspannt. Das Außenbistro ist bei gutem Wetter ein Höhepunkt – bei Regen bleibt es geschlossen.
Unterhaltung und Programm
Im TheatriumTheatriumTheater und VeranstaltungsraumAn Bord der AIDAmar · Deck 9–11Theater und Veranstaltungsraum an Bord der AIDAmar.Offizielle Website finden regelmäßig Veranstaltungen statt:
- Live-Musik und Musicals
- Akrobatikshows, die erneut überzeugen
An Bord gibt es eine AIDA-Version von „Wer wird Millionär?“, allerdings ohne Geldpreise, sondern mit Punkten. Gewinne umfassen Dinge wie Frühstück aufs Zimmer, eine Kurzmassage, freie Seemeilen oder Kleinigkeiten aus dem Bordshop. Die Show wird moderiert, das Publikum kann per Smartphone mitraten, und Kandidaten werden über die App anhand der schnellsten richtigen Antwort ausgewählt.
Beim Bingo geht es um bares Geld, allerdings ist ein Einsatz von 16 € pro Karte erforderlich.
Für Ruheliebende gibt es den Body & Soul Organic SpaBody & Soul Organic SpaWellnessbereichAn Bord der AIDAmar · Deck 12 und 14Wellnessbereich an Bord der AIDAmar.Offizielle Website mit Whirlpool, Saunalandschaft und Ruhebereichen. Daneben gibt es einen Fitnessbereich. Massage- und Beautyanwendungen lassen sich vorab über myAIDA oder an Bord an der Spa-Rezeption buchen; die Abrechnung erfolgt über das Bordkonto.
Am vorderen Bug auf Deck 10 liegt die AIDA LoungeAIDA LoungeLoungeAn Bord der AIDAmar · Deck 10Lounge an Bord der AIDAmar.Offizielle Website mit großen Fenstern und Sofas. Direkt daneben befindet sich die Bibliothek. Brettspiele, Puzzles und Karten stehen bereit.
Das Tagesprogramm wird jeden Abend ausgedruckt und an der Kabinentür befestigt. Das ist schön analog und nostalgisch. Auf der AIDAnova ist alles digital.
Oslo in Norwegen
Die Anlegestelle liegt direkt im Stadtzentrum von OsloOsloStadt / OrtNorwegen59,913333° N · 10,738889° O23 m ü. NNNorwegens Hauptstadt am Oslofjord mit Hafen, Opernhaus und den Museen auf der Halbinsel Bygdøy.Google Maps , zentraler geht es kaum. Es gibt keine Passkontrollen, aber alle Passagiere müssen durch einen Verkaufsstand mit Norwegerpullovern, Trollfiguren und Kühlschrankmagneten.
Bereits am Vortag haben wir Tickets für die Stadtrundfahrt an Bord für 23 € pro Person gekauft – günstiger als vor Ort, wo 495 NOKWährungseinordnung495 NOKReferenzkurs 12.07.202541,87 €Stand 08.10.202646,07 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert verlangt werden. An der Haltestelle gibt es Verwirrung: Zwei Hop-on-Hop-off-Anbieter mit ähnlichem Design und Namen sorgen für Orientierungsschwierigkeiten. Ein freundlicher Guide weist uns den richtigen Bus. Im Bus erhalten wir Kopfhörer für einen Audioguide, der mit einer künstlichen Stimme beginnt: „Da ich von KI generiert wurde …“ – wobei „KI“ ungefähr wie „Kiste“ ausgesprochen wird.
Es fängt an zu regnen. Kaum jemand möchte aussteigen. Dabei gibt es schöne Stopps:
- Vigeland-ParkVigeland-ParkPark oder SchutzgebietOslo · Norwegen59,926944° N · 10,701111° OSkulpturenanlage von Gustav Vigeland im Frognerpark.Offizielle Website Google Maps mit mehr als 200 Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland.
- Königliches SchlossKönigliches Schloss OsloPalastOslo · Norwegen59,917222° N · 10,7275° OOffizielle Residenz des norwegischen Königs am Ende der Karl Johans gate.Offizielle Website Google Maps , das auf einem Hügel oberhalb der Innenstadt liegt.
- Fram-MuseumFram-MuseumMuseumOslo · Norwegen59,903333° N · 10,699444° OMuseum auf Bygdøy über die norwegischen Polarexpeditionen mit dem Forschungsschiff Fram.Offizielle Website Google Maps , in dem das berühmte Polarschiff „Fram“ ausgestellt ist – eine Zeitkapsel norwegischer Expeditionsgeschichte.
Der Regen bremst den Unternehmungsgeist vieler Mitfahrender. Auch wir lassen uns davon abschrecken. Wer jedoch aussteigt, muss später mit längeren Wartezeiten rechnen: Die Busse fahren nicht besonders häufig, und wenn einer kommt, ist er teilweise bereits voll. Dass der Anbieter online schlecht bewertet wird, überrascht uns nach dieser Erfahrung nicht.
Während draußen die norwegische Hauptstadt an uns vorbeizieht, hören wir Geschichten über die offene Gesellschaft Norwegens, über Bildung, Kultur und Geschichte. Nach fast zwei Stunden endet die Rundfahrt und mit ihr ein verspannter Rücken, der die nächsten drei Tage beim Laufen Freude bereitet.
Nach der Rückkehr bessert sich das Wetter. Der Regen hört endlich auf, der Himmel bleibt grau, aber trocken – perfekt für einen kurzen Spaziergang am Hafen. Direkt dort liegt das imposante Opernhaus von OsloOpernhaus OsloKonzerthausOslo · Norwegen59,906944° N · 10,753611° OOpernhaus am Oslofjord mit einem begehbaren Dach.Offizielle Website Google Maps , eines der markantesten modernen Gebäude der Stadt. Die Architektur erinnert an einen aufsteigenden Eisberg, und man kann sogar das schräge Dach begehen und die Aussicht genießen. Die Toiletten im Opernhaus sind frei zugänglich. Durch die Fenster sieht man Kostüme und Werkbänke. Es gibt auch Führungen durch die Kostümwerkstätten. Das klingt spannend.
Göteborg in Schweden
Für unseren Landgang in GöteborgGöteborgStadt / OrtVästra Götalands län · Schweden57,7075° N · 11,9675° O12 m ü. NNSchwedische Hafenstadt an der Mündung des Göta älv mit Kanälen, Markthalle und dem Freizeitpark Liseberg.Offizielle Website Google Maps können wir auf den Shuttle-Bus von AIDA zurückgreifen, der uns vom Hafen direkt zum Gustav-Adolf-PlatzGustaf Adolfs torgPlatzGöteborg · Schweden57,707111° N · 11,966806° OPlatz im Stadtzentrum mit dem Denkmal für Gustav II. Adolf.Google Maps bringt. Die Fahrt ins Zentrum dauert etwa 25 Minuten. Zu Fuß wäre die Strecke für uns keine sinnvolle Alternative.
Unser erster Halt ist zufällig ein kleiner Lakritzladen, Lakritsroten GöteborgLakritsroten GöteborgEinkaufsortGöteborg · Schweden57,705377° N · 11,968401° OLakritz-Fachgeschäft an der Östra Hamngatan 33.Offizielle Website Google Maps , in dem es überraschenderweise auch Lakritzeis gibt. Toll.
Wir schlendern weiter durch die Stadt. Es gibt viele kleine Boutiquen. Das ist schön zu sehen, weil hier nicht nur die großen Marken vertreten sind. Wir steuern die Stora SaluhallenStora SaluhallenEinkaufsortGöteborg · Schweden57,703564° N · 11,967867° OHistorische Markthalle am Kungstorget mit Lebensmittelständen und Gastronomie.Offizielle Website Google Maps an, die große überdachte Markthalle von Göteborg mit vielen Feinkostläden. Hier herrscht reges Treiben: An den Ständen werden Fisch, Fleisch, Käse, Brot, Gewürze und lokale Spezialitäten verkauft.
Wir entscheiden uns für ein traditionelles Mittagessen: Köttbullar mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren. Die drei Fleischbällchen sind groß und saftig – eine ganz andere Liga als die kleinen, traurigen Bällchen aus der IKEA-Kantine –, das Püree ist cremig und frisch aus Kartoffeln gestampft, die Preiselbeeren geben eine süße Note dazu. Es kostet rund 12,50 €.
Als wir die Halle verlassen, zieht ein Schauer auf. Es beginnt zu regnen wie aus dem Nichts, und wir suchen Schutz in einem Café gegenüber. Dort teilen wir uns einen Tisch mit zwei älteren Schwedinnen. Wir kommen ins Gespräch, erfahren mehr über das Leben in der Stadt und das schwedische Sommerwetter. Die beiden lächeln nur, als wir uns über das Hin und Her des Wetters wundern. Sie erklären uns: „Sonne und Regen wechseln sich hier ständig ab. Das ist ganz normal im Sommer.“ Außerdem empfehlen sie uns einen Besuch im nahegelegenen RosengartenRosengarten der TrädgårdsföreningenGartenGöteborg · Schweden57,7050° N · 11,9750° ORosengarten in der historischen Parkanlage Trädgårdsföreningen.Offizielle Website Google Maps . Doch leider wird der Regen stärker, und wir treten den Rückweg an. Der Rosengarten muss auf einen nächsten Besuch warten. Wir erreichen wieder den Shuttle-Bus, der uns zurück zum Hafen bringt.
Am Hafen werden erneut, wie in Oslo, alle Passagiere durch einen Souvenirshop geleitet. Der direkte Weg zum Schiffseingang ist mit einem Absperrsystem verhindert – ein logistisches Meisterwerk im Dienste der Souvenirwirtschaft. Eine Passkontrolle ist nicht nötig.
Bei einem zweiten Ausflug würde ich mir noch den Freizeitpark LisebergLisebergPark oder SchutzgebietGöteborg · Schweden57,695556° N · 11,9900° OFreizeitpark mit Fahrgeschäften, Gärten und Veranstaltungsangeboten.Offizielle Website Google Maps anschauen.
Aarhus in Dänemark
Der Tag beginnt trüb und regnerisch. Vom Deck aus beobachten wir die nassen Straßen, und zunächst scheint es, als müsste unser Landgang ins Wasser fallen. Doch gegen späten Vormittag klart es auf: Der Regen lässt nach und hört schließlich ganz auf. Zwar bleibt der Himmel grau und wolkenverhangen, aber es bleibt trocken, und wir machen uns auf den Weg in die zweitgrößte Stadt Dänemarks, AarhusAarhusStadt / OrtRegion Midtjylland · Dänemark56,156389° N · 10,209722° O6 m ü. NNUniversitäts- und Hafenstadt an der Ostküste Jütlands mit dem Kunstmuseum ARoS und einem historischen Stadtzentrum.Google Maps .
Unser erster Stopp ist ein Souvenirladen. Die Produkte sind teurer als in den anderen beiden Ländern. Anschließend gehen wir weiter zum ARoS Aarhus KunstmuseumARoS Aarhus KunstmuseumMuseumAarhus · Dänemark56,153889° N · 10,199611° OKunstmuseum mit dänischer und internationaler Kunst sowie der Dachinstallation Your rainbow panorama.Offizielle Website Google Maps , einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Schon von weitem ist der markante, farbenfrohe Rundgang „Your Rainbow Panorama“Your rainbow panoramaKunstwerkAarhus · Dänemark56,153889° N · 10,199611° OBegehbare Installation von Olafur Eliasson mit farbigen Glasscheiben auf dem Dach des ARoS.Offizielle Website Google Maps von Olafur Eliasson auf dem Dach zu sehen. Der Eintritt kostet rund 25 €. Der Ring ist ein begehbares Kunstwerk mit 360-Grad-Blick über die Stadt durch farbiges Glas. Im Inneren gibt es eine Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst. Besonders eindrucksvoll ist Ron Muecks überlebensgroße Skulptur „Boy“Boy von Ron MueckKunstwerkAarhus · Dänemark56,153889° N · 10,199611° OHyperrealistische, 4,5 Meter hohe Skulptur eines kauernden Jungen aus der Sammlung des ARoS.Offizielle Website Google Maps , der auf mich ein wenig wie Gollum aus „Der Herr der Ringe“ wirkt.
Nach dem Museumsbesuch geht es weiter in das LatinerkvarteretLatinerkvarteretStadtgebietAarhus · Dänemark56,1581° N · 10,2083° OHistorisches Stadtviertel mit kleinen Straßen, Geschäften und Cafés.Google Maps , das älteste Viertel der Stadt. Die Gassen sind eng, die Häuser bunt und verspielt.
Unser letzter Halt ist der DomenDomenGebäudeAarhus · Dänemark56,158004° N · 10,218603° OKuppelbau am Hafen als öffentlicher Treffpunkt für Veranstaltungen und gemeinschaftliche Projekte.Offizielle Website Google Maps , ein futuristisch anmutender, kuppelförmiger Bau aus Holz und Glas nahe dem Hafen und unweit vom Schiff. Ursprünglich als temporäres Gebäude gedacht, dient er heute als Treffpunkt für nachhaltige Projekte, Kulturveranstaltungen und Workshops. Drinnen gibt es Getränke und Snacks, es riecht etwas muffig.
Nach rund 10 000 Schritten durch Aarhus kehren wir zurück aufs Schiff. Wir müssen nicht durch einen Verkaufsstand, denn es gibt keinen. Toll. Der Tag zeigt einmal mehr: Auch ein regnerischer Start kann in eine gelungene Stadterkundung münden.
Ausschiffung in Warnemünde
Am letzten Morgen legt die AIDAmar pünktlich in Warnemünde an. Die Kabine muss bis 9 Uhr verlassen werden. Wir lassen es ruhig angehen, verbringen danach noch ein paar Minuten an Bord und verlassen das Schiff schließlich entspannt mit unserem Handgepäck.
Draußen begrüßt ein AIDA-Mitarbeiter eine Gruppe von Tagesgästen, die an einer der Schiffsbesichtigungen für 59 € teilnehmen. Die rund fünfstündige Besichtigung führt durch öffentliche Bereiche und verschiedene Kabinen; ein Mittagessen in einem Buffetrestaurant ist ebenfalls enthalten. Brücke und Maschinenraum gehören nicht zum Rundgang. Laut AIDA ist eine Besichtigung der Brücke für Gäste aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht möglich.
Fazit
Die Reise auf der AIDAmar hat ihre Höhen, wie die schönen Außenbereiche zum Essen, doch insgesamt bleibt ein getrübter Eindruck. Ein unangenehmer Kabinengeruch, die eingeschränkte Balkonaussicht und der wenig ansprechende Stil des Schiffs dämpfen die Freude. Hinzu kommen Umstände, die das Schiff nicht zu verantworten hat: Es regnet viel, und auch die Anreise aus dem Ruhrgebiet ist ein Abenteuer für sich, das Warnemünde als Hafen für uns unattraktiv macht. Wir zahlen pro Person 1325 €.
Was ich an Kreuzfahrten grundsätzlich problematisch finde, von LNG über Arbeitsbedingungen bis zur Belastung der Hafenstädte, beschreibe ich ausführlich in Kreuzfahrten und ihre Schattenseiten.