Mit Ryanair kommt man günstig quer durch Europa und in Nachbarländer wie Marokko, wenn man früh bucht und sich an die Spielregeln des irischen Unternehmens hält. Die Besonderheiten:
- Ryanair wählt gern Flughäfen mit niedrigen Gebühren. „Frankfurt“ heißt deshalb oft Hahn, „Düsseldorf“ genau genommen Weeze.
- Wer besonderen Service oder Kulanz erwartet, wird enttäuscht, und das kann teuer werden. Geflogen wird ausschließlich mit Boeing 737: keine verstellbaren Rückenlehnen, keine Sitztaschen, enge Bestuhlung, kein Unterhaltungsprogramm.
- Im Grundpreis ist nur eine kleine Tasche enthalten, die unter den Vordersitz passen muss (höchstens 40 × 30 × 20 cm). Ein Handgepäckkoffer bis 10 kg für das Gepäckfach gibt es nur mit „Priority“ oder einem höheren Tarif, Aufgabegepäck kostet ebenfalls extra. Am günstigsten ist es, alles gleich bei der Buchung mitzubuchen; nachträglich oder am Gate wird es deutlich teurer.
- Der Online-Check-in ist kostenlos, der Check-in am Schalter nicht. Die Bordkarte gehört in die Ryanair-App.
Da Europa klein ist, übersteht man Flüge von ein bis vier Stunden auch ohne Unterhaltungsprogramm und bequeme Sitze. Getränke und Snacks gibt es an Bord gegen Aufpreis. Das finde ich im Grunde fair: Wer billig reisen will, kann das; billig und alle Leistungen inklusive schließen sich aus. Wichtig ist nur, rechtzeitig online einzuchecken und beim Gepäck genau das dabeizuhaben, was gebucht ist. Da versteht Ryanair keinen Spaß, und ein Fehler wird schnell teurer als der Flug. Auch Namensänderungen nach der Buchung sind gebührenpflichtig; ein Tippfehler im Namen kann so viel kosten, dass sich eine Neubuchung lohnt.
Hält man sich an die Spielregeln, bringt Ryanair einen preiswert an alle möglichen Orte in Europa. In meinem Fall liegt Weeze am Niederrhein nah und ist ganz praktisch, auch wenn die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht prickelnd ist.
