Japan in der WeltAnimierter Globus, der sich auf Japan ausrichtet und in derselben Kartenprojektion näher kommt.

Japan

reisezeit
CHN
12.10.2005 – 18.10.2005
TWN

land kompakt

Auf einen Blick

Hauptstadt
Tokio
Staatsform
Konstitutionelle Monarchie (parlamentarische Demokratie)
Währung
Yen (¥)
Fläche
ca. 378 000 km²etwa so groß wie Deutschland
Bevölkerung
123,3 Mio. (2024)
Sprache
Japanisch
Religionen
Shintoismus, Buddhismus
Stromsystem
100 V · 50/60 Hz · Steckertyp A/B
Telefonvorwahl
+81
Zeitzone
JST (UTC+9)

klima

Temperatur & Niederschlag

Tokio · Klimanormal 1991–2020 (NASA POWER / MERRA-2)

Mittlere Monatstemperatur und mittlerer Monatsniederschlag für Tokio30°25015°1250°0JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
● Temperatur (°C)▮ Niederschlag (mm)

tageslicht

Helle Stunden im Jahreslauf

9.5–14.5 Std. Tageslicht · 36,2° N

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang im Jahreslauf für Japan06121824JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Helle Fläche: Tageslicht · Mittlerer Monatstag · solare Ortszeit

Nach unserer Reise durch China geht es am 12. Oktober 2005 weiter nach Japan. Dieser Abschnitt gehört zu unserer fünfwöchigen Reise durch Ostasien.

Anreise nach Tokio (12. Oktober)

Im Reisebüro unseres Hotels sind die Flugtickets etwas teuer, also gehen wir zu einem anderen Reisebüro, nur zehn Minuten entfernt. Dort kaufen wir die Tickets schließlich für ungefähr 210 EUR. Ein Taxi bringt uns für 120 CNYWährungseinordnung120 CNYReferenzkurs 12.10.200512,35 €Stand 08.10.202615,96 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert zum Flughafen. Der Flug dauert etwa drei Stunden, und durch eine weitere Stunde Zeitverschiebung – inzwischen sind es sieben Stunden gegenüber Deutschland – kommen wir spät in TokioTokioStadt / OrtJapan35,6895° N · 139,69171° O44 m ü. NNJapans Hauptstadt; die Einwohnerzahl bezieht sich auf die 23 Sonderbezirke, nicht auf die gesamte Präfektur oder Metropolregion.Google Maps an.

Am Flughafen empfiehlt man uns die Metro. Da der Flughafen weit außerhalb liegt, müssen wir aber zuerst mit dem Zug in die Stadt. Es gibt eine günstige, langsame Verbindung, die an jeder Station hält, und eine doppelt so teure schnelle. Wir nehmen die schnelle – und sind trotzdem noch eine Stunde unterwegs.

Princess Garden Hotel

Nach dem Umsteigen erreichen wir mit der Metro problemlos das Princess Garden HotelPrincess Garden HotelHotelTokio · Japan35,6376° N · 139,7159° OGoogle Maps in Meguro. Verglichen mit den chinesischen Hotels ist die Unterkunft eine Enttäuschung: Die Einrichtung ist schlicht, der Teppich schmutzig, nachts ist es laut, und es gibt keine Pagen, die das Gepäck aufs Zimmer bringen. Das Bad erinnert an eine Nasszelle im Studentenwohnheim, und statt Einweg-Hausschuhen stehen abgetragene Plastiksandalen bereit. Der Fernseher empfängt nur sechs japanische Programme; für weitere muss man eine Karte leihen und an einem Automaten neben dem Fahrstuhl aufladen. Dafür liegen zwei Kimonos bereit – wann wir die anziehen sollen, bleibt uns ein Rätsel. In der Lobby gibt es WLAN, Skype funktioniert wieder sehr gut, und direkt neben dem Hotel liegt ein Supermarkt.

Die Toilette ist eine der ersten typisch japanischen Überraschungen: Der Deckel ist beheizt – anfangs viel zu heiß – und es gibt zwei Spülarten. Ungewohnt ist vor allem das Gefühl, dass gerade schon jemand darauf gesessen hat.

Tokio (13. Oktober)

Frühstück und Unterwegs

Das Hotel bietet ein japanisch geprägtes Frühstück: Milchbrötchen, Erdbeermarmelade, Margarine, abgekühltes Rührei, süßen Eierstich, Reis, japanische Suppe und Salate. Für den Tag kaufen wir ein Ticket für 1580 JPYWährungseinordnung1580 JPYReferenzkurs 12.10.200511,50 €Stand 08.10.20268,90 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Darauf rubbelt man Tag und Monat frei und zeigt es dann vor. Später erweist es sich als erstaunlich schwierig, das nicht mehr benötigte Ticket zu verschenken – niemand will es haben.

Akihabara, Tokyo Tower und Shinjuku

Unser erstes Ziel ist AkihabaraAkihabaraStadtviertelTokio · Japan35,6984° N · 139,7731° OGoogle Maps , die „Electric Town“. Wir suchen dort einen Netzadapter. Das Viertel entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg vom Radioteile-Schwarzmarkt zum Technik- und Elektronikzentrum und steht inzwischen ebenso für Manga, Anime und Videospiele. DVDs sind hier übrigens genauso teuer wie bei uns.

Danach sehen wir den Tokyo TowerTokyo TowerSendeturmTokio · Japan35,6586° N · 139,7454° OGoogle Maps . Der 333 Meter hohe Sendeturm wird 1958 fertiggestellt und erinnert äußerlich an den Eiffelturm. Er ist ein Symbol des japanischen Wiederaufbaus und der Nachkriegsmoderne.

Wir fahren außerdem nach ShinjukuShinjukuStadtviertelTokio · Japan35,6938° N · 139,7034° OGoogle Maps . Westlich des Bahnhofs liegen Bürohochhäuser, östlich Einkaufs- und Vergnügungsviertel – ein eindrucksvoller Großstadt-Kontrast zu Akihabara.

Fuji-Planung und Kaiserpalast (14. Oktober)

Sunrise Tours und Shibuya

Wir haben noch drei Tage in Tokio, doch so langsam gehen uns die Ziele aus. Also wollen wir zum höchsten Berg Japans, dem Fuji. Im Hotel liegt ein Prospekt von Sunrise Tours mit einer Fuji-Fahrt, doch die erscheint uns mit rund 70 EUR zu teuer und zu unflexibel. Wir wollen die Fahrt selbst organisieren – entweder mit dem Bus, der langsam, aber direkt zum Ziel fährt, oder mit dem schnelleren Zug, von dem man dann aber noch in einen Bus umsteigen muss. Die Rezeption nennt uns die Shibuya StationShibuya StationBahnhofTokio · Japan35,6580° N · 139,7016° OGoogle Maps als Ausgangspunkt für Busse, und wir fahren direkt hin.

Dort an Informationen zu kommen, ist schwierig, also sprechen wir die nächste Passantin an. Zum Glück ist es eine sehr sympathische Japanerin, die uns über mehrere Auskunftsstellen bis zu einem Reisebüro führt und beim Übersetzen hilft. Dort macht man uns klar, dass die selbst organisierte Fahrt nicht günstiger wäre und eine organisierte Tour den Tag gut ausfüllt. Das überzeugt uns, und wir buchen die Tour für 10 000 JPYWährungseinordnung10 000 JPYReferenzkurs 12.10.200572,80 €Stand 08.10.202656,30 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, mit Mittagessen für 12 000 JPYWährungseinordnung12 000 JPYReferenzkurs 12.10.200587,36 €Stand 08.10.202667,56 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert.

Imperial Palace East Garden

Wir besuchen den Imperial Palace East GardenImperial Palace East GardenGartenTokio · Japan35,6852° N · 139,7584° OGoogle Maps , der auf Teilen des früheren Edo-Schlosses liegt. Die Anlage macht den Übergang vom Tokugawa-Shogunat zur modernen Kaiserzeit räumlich sichtbar.

Mount Fuji und Hakone (15. Oktober)

Anreise und Gespräche

Die Fahrt beginnt um 9 Uhr am Hamamatsucho Bus TerminalHamamatsucho Bus TerminalBusbahnhofTokio · Japan35,6556° N · 139,7573° OGoogle Maps , wo wir um 8:45 Uhr sein sollen. Der Bus ist gut mit Touristen gefüllt, einige kommen aus den USA, und zu unserer Überraschung ist auch ein deutscher Betriebswirt dabei, der für einen Monat im Auftrag von DaimlerChrysler in Tokio arbeitet. Mit ihm sprechen wir über das Leben hier, und wieder festigt sich der Eindruck, dass der Alltag fast nur von Arbeit bestimmt ist: Weil die Mieten hoch sind, wohnen viele weit außerhalb und nehmen lange Pendelwege in Kauf – für Freizeit bleibt wenig.

Seine beste Geschichte handelt von der Mittagspause bei Mitsubishi: Um 12 Uhr geht die eine Hälfte der Belegschaft essen, für die andere wird das Licht ausgeschaltet – die Jalousien sind ohnehin immer geschlossen – und es beginnt die kollektive Schlafphase. Kurz vor 13 Uhr kündigt eine Glocke wie in der Schule das Ende der Pause an, um 13 Uhr geht das Licht wieder an. Auch die Mülltrennung beschäftigt ihn: In seinem Werk stehen über zehn Behälter für verschiedene Müllsorten. Eine Wasserflasche zerfällt dabei in drei Teile – den durchsichtigen Körper, das abgezogene Papieretikett und die Verschlusskappe.

Dass Arbeit einen so hohen Stellenwert hat, erklärt auch unser gut gelaunter Reiseführer. Viele Japaner hätten Angst vor Arbeitslosigkeit, was auch zur hohen Selbstmordrate beitrage. Er erzählt von „Fensterplätzen“: Arbeitsplätze am Fenster, die Mitarbeiter zugewiesen bekommen, deren Stelle bald wegrationalisiert wird. Aber ein Fensterplatz sei immer noch besser als gar keine Arbeit.

Fuji und Hakone

Das große Ziel ist der Mount FujiMount FujiBergJapan35,3606° N · 138,7274° OGoogle Maps , mit 3776 Metern der höchste Berg Japans und zugleich ein heiliger Ort und Motiv der japanischen Kunst. Erster Halt ist das Fuji Visitor CenterFuji Visitor CenterBesucherzentrumJapan35,484348° N · 138,76499° ODas damalige Fuji Visitor Center in Funatsu ist heute der Nordbau des Fujisan World Heritage Center in Yamanashi.Offizielle Website Google Maps . Der Wetterbericht verspricht nichts Gutes, doch wir haben Glück: Auch an der 5. Station des Mount Fuji hält sich das Wetter, und wir genießen die Aussicht. Die Kamera-Akkus sind schon wieder leer; Batterien sind in Japan ohnehin teurer als in China, auf dem Berg kosten sie aber noch einmal das Vierfache des normalen Ladenpreises. Zum Mittagessen fährt uns der Bus in ein Hotel.

Danach geht es nach HakoneHakoneStadt / OrtJapan35,18945° N · 139,02649° O734 m ü. NNGemeinde und Ausflugsgebiet in der Präfektur Kanagawa mit heißen Quellen und dem Ashi-See; die Koordinaten markieren den Ort Hakone am See.Google Maps . Wir unternehmen eine kleine Bootsfahrt auf dem Ashi-SeeAshi-SeeSeeHakone · Japan35,2048° N · 139,0256° OGoogle Maps , während sich das Wetter zusehends verschlechtert, und fahren mit der Hakone-Komagatake-SeilbahnHakone-Komagatake-SeilbahnSeilbahnHakone · Japan35,212989° N · 139,009486° OSeilbahn von Hakone-en am Ashi-See auf den Komagatake; die Kartenposition liegt an der Talstation.Offizielle Website Google Maps auf den Mount KomagatakeMount KomagatakeBergHakone · Japan35,2325° N · 139,0252° OGoogle Maps . Das hätten wir uns sparen können: Oben stehen wir in dichtem Nebel, und nach einer halben Stunde bringt uns die Seilbahn wieder hinunter. Es beginnt zu regnen, und wir fahren zurück in die Stadt.

Abendessen

Am Abend essen wir in einem kleinen Restaurant: Fleischspießchen für 500 JPYWährungseinordnung500 JPYReferenzkurs 12.10.20053,64 €Stand 08.10.20262,82 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert und etwas Unbekanntes, das wie Pizza aussieht, für 400 JPYWährungseinordnung400 JPYReferenzkurs 12.10.20052,91 €Stand 08.10.20262,25 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Zuerst sollen wir eine „admission fee“ von 300 JPYWährungseinordnung300 JPYReferenzkurs 12.10.20052,18 €Stand 08.10.20261,69 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert akzeptieren – warum, bleibt uns unklar. Das Essen begeistert uns nicht, und am Ende stehen 1900 JPYWährungseinordnung1900 JPYReferenzkurs 12.10.200513,83 €Stand 08.10.202610,70 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert auf der Rechnung, mehr als erwartet; vermutlich wurde die kalte Vorspeise – Kartoffeln mit Soße – extra berechnet. Als wir anschließend Passanten nach dem Weg zur JR fragen, will uns zunächst niemand helfen. Mit so viel Unfreundlichkeit haben wir nicht gerechnet.

Tokio (16. Oktober)

National Science Museum und Ikebukuro

Wegen des Regens besuchen wir das National Museum of Nature and ScienceNational Museum of Nature and ScienceMuseumTokio · Japan35,7194° N · 139,7765° OGoogle Maps im Ueno-ParkUeno-ParkStadtparkTokio · Japan35,712222° N · 139,771111° OÖffentlicher Park im Tokioter Stadtbezirk Taitō mit Museen, Tempeln und einem Zoo.Offizielle Website Google Maps . Die Ausstellung über Naturgeschichte sowie Wissenschaft und Technik überzeugt uns nur teilweise. Vieles ist nur auf Japanisch beschriftet, und selbst wenn die Erklärcomputer auf Englisch eingestellt sind, laufen die Videos auf Japanisch. Bei technischen Exponaten – einem Auto, einem Flugzeug, einer Druckerpresse, einer Fernsehröhre – wird zwar erwähnt, dass die Erfindung aus einem anderen Land stammt, doch dann geht es schnell um Japan, als hätte das Land die Weiterentwicklung allein vorangebracht. Besonders international wirkt das nicht. Nach drei Stunden schließt das Museum, und zum ersten Mal in Japan werde ich angesprochen: Eine Studentin möchte wissen, warum ich mir keinen Audioguide ausgeliehen habe. Ich erkläre ihr, dass ich mich lieber beeindrucken lasse und Genaueres zu Hause nachlese – sie schreibt alles mit.

Danach fahren wir nach IkebukuroIkebukuroStadtviertelTokio · Japan35,7295° N · 139,7109° OGoogle Maps , einem weiteren großen Zentrum an der Yamanote-Linie, und schauen uns die Einkaufszentren an. In der Bahn sind kaum Anzugträger unterwegs, wohl weil Sonntag ist. Wenn wir nach dem Weg fragen, fragen wir immer nach der „JR“ – ausgesprochen „Dschei-Ar“, wie J.R. aus Dallas. Taschentücher zu kaufen, erweist sich im Supermarkt als schwierig; sie scheinen in Japan kaum verbreitet zu sein.

Yokohama (17. Oktober)

Anreise

Auch dieser Tag ist verregnet, trotzdem fahren wir für 280 JPYWährungseinordnung280 JPYReferenzkurs 12.10.20052,04 €Stand 08.10.20261,58 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert pro Person nach YokohamaYokohamaStadt / OrtJapan35,43333° N · 139,6500° O21 m ü. NNHafenstadt an der Bucht von Tokio in der Präfektur Kanagawa.Google Maps . Statt eines Schnellzugs bringt uns ein ganz normaler Vorortzug in 30 Minuten hin; nach Osaka wäre man dagegen etwa drei Stunden unterwegs. Die Stadt wirkt trotz ihrer vielen Einwohner übersichtlich: Alles liegt nah beieinander, und die Beschilderung ist vorbildlich – an jeder großen Straße weisen Tafeln mit Pfeilen den Weg zu den zentralen Plätzen.

Stadium und Chinatown

Unser erstes Ziel ist das Yokohama StadiumYokohama StadiumStadionYokohama · Japan35,4431° N · 139,6400° OGoogle Maps , eng mit dem japanischen Baseball verbunden. Anschließend gehen wir in die Yokohama ChinatownYokohama ChinatownStadtviertelYokohama · Japan35,4437° N · 139,6455° OGoogle Maps , deren Geschichte mit der Öffnung des Hafens für den internationalen Handel im Jahr 1859 verbunden ist. Ähnlichkeiten mit China gibt es, auch wenn vieles Klischee ist: Die zunehmende Unordnung auf der Straße erinnert an China, die hohen Preise sind dagegen eindeutig japanisch.

Unterwegs begegnen uns viele Schüler in Uniform, die uns freundlich mit „Hello“ grüßen; für die Mädchen in Röcken dürfte es bei Wind und Regen nicht besonders angenehm sein. In einer Post kaufen wir Briefmarken: Eine Postkarte nach Deutschland kostet 70 JPYWährungseinordnung70 JPYReferenzkurs 12.10.20050,51 €Stand 08.10.20260,39 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert per Luftpost und 60 JPYWährungseinordnung60 JPYReferenzkurs 12.10.20050,44 €Stand 08.10.20260,34 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert auf dem langsameren Landweg.

Rückkehr nach Tokio

Zurück in Tokio besuchen wir eine Universitätsbibliothek. Das ist aufwendig: Erst nachdem wir ausführlich unsere Personalien – Name, Anschrift, Telefon – angegeben haben, bekommen wir einen Besucherausweis. Eigentlich hätten wir auch unsere Ausweisnummer nennen müssen, doch die Erklärung, dass wir den Pass normalerweise nicht bei uns tragen, genügt. In der Nähe der Uni gehen wir durch eine Straße, die auf ganzer Länge mit englischer Musik beschallt wird – bei den wenigen Passanten wirkt die Szene gespenstisch. Wir essen in einem typischen Schnellimbiss, in dem man das Essen vorab an einem Ticketautomaten bezahlt; seltsam, dass es solche Automaten in Deutschland nicht gibt.

Von der Uni bis zur Meguro StationMeguro StationBahnhofTokio · Japan35,6339° N · 139,7158° OGoogle Maps sind es nur wenige Minuten, doch wir nehmen zunächst den falschen Ausgang und finden uns nicht zurecht. Im Nachhinein hatten wir bei der Ankunft Glück, auf Anhieb den richtigen Ausgang und den Weg zum Hotel gefunden zu haben. Im Supermarkt neben dem Hotel kaufen wir noch Milch. Am Müllbehälter davor hängt eine bebilderte Anleitung, wie Milchpackungen zu entsorgen sind: zerlegen, auswaschen, in der Sonne trocknen und erst dann wegwerfen – die perfekte Mülltrennung.

Weiterreise nach Taiwan (18. Oktober)

Am 18. Oktober verlassen wir Japan bei Regen und fliegen in rund vier Stunden weiter nach Taiwan. Wie es dort weitergeht, steht in Taiwan: Taipei, Taichung und Tainan.

Eindrücke aus Japan

Eine erstaunlich ruhige Großstadt

Tokio wirkt auf uns trotz seiner Größe sauber, ruhig und vergleichsweise leise. Wir hören wenig Hupen, und selbst die Autos fallen beim Spazierengehen kaum auf. Das dichte Bahn- und Metronetz macht es leicht, ohne Auto unterwegs zu sein. Zum Verkehr gehören auch die in Japan verbreiteten Flüssiggas-Taxis. Für die Luftqualität tut die Stadt schon vor unserer Reise etwas: Seit Oktober 2003 gelten in Tokio und drei benachbarten Präfekturen strengere Regeln für den Rußausstoß von Diesel-Lkw und Bussen.1kurs1Zur Einordnung des Verkehrs: Flüssiggas-Taxis in Japan und Tokios Diesel-Abgasregeln seit 2003, jeweils aus japanischen Fach- bzw. Behördenquellen.

Ungewohnt ist der Linksverkehr. Auch wenn wir selbst kein Auto fahren, müssen wir beim Überqueren einer Straße umdenken: An einer Straße mit Verkehr in beiden Richtungen kommt das nähere Fahrzeug zunächst von rechts. Auf Rolltreppen helfen die örtlichen Gepflogenheiten bei der Orientierung; die gewohnte Seite aus Deutschland lässt sich nicht überall übertragen.2kurs2Die Japanische Fremdenverkehrszentrale erläutert den Linksverkehr und die Verkehrsregeln.

Sicherheit und feste Abläufe

Mülltrennung und festgelegte Abläufe prägen den Alltag. Dazu passt der Stellenwert der Arbeitssicherheit: Auf Baustellen und bei entsprechenden Arbeiten in Fabriken oder beim Be- und Entladen gehören Schutzhelme zur Ausrüstung. Die Vorsicht beginnt schon bei Tätigkeiten, deren Risiko man als Außenstehender leicht unterschätzt. Auch Erdbebenvorsorge gehört zum Alltag in Schulen und an Arbeitsplätzen: Evakuierungswege werden geübt, und zum Schutz vor herabfallenden Gegenständen können Notfallhelme bereitgehalten werden.3kurs3Das Arbeitsministerium beschreibt Schutzausrüstung und Sicherheitsabläufe auf Baustellen. Die Stadt Tokio informiert über Katastrophenvorsorge in Schulen und am Arbeitsplatz; ihr Vorsorgeleitfaden nennt auch Helme als Notfallausrüstung.

Englisch und Verständigung

Englische Wörter begegnen uns durchaus, doch außerhalb von Hotels und touristischen Einrichtungen ist die Verständigung oft schwierig. Englisch gehört zwar zum Schulunterricht, aber Unterricht und ein spontanes Gespräch mit Reisenden sind zwei verschiedene Anforderungen. Englische Lehnwörter werden außerdem häufig in der Silbenschrift Katakana geschrieben und an die japanische Aussprache angepasst. Ein ursprünglich vertrautes Wort kann dadurch erst einmal fremd klingen.4sprache4Das Bildungsministerium behandelt die Förderung praktischer Englischkenntnisse. Die Fremdenverkehrszentrale erklärt die Verwendung von Katakana für Lehnwörter. Umso mehr bleibt uns die Hilfsbereitschaft der Japanerin in Erinnerung, die uns bei der Organisation der Fuji-Fahrt unterstützt und zwischen den Sprachen vermittelt.

Auch die Mode wirkt eher zurückhaltend: Bei Frauen fällt eine Vorliebe für Röcke und Stiefel auf, aufreizend ist dabei selten etwas.

Japan und Deutschland im Altersvergleich

Deutschland hat eine vergleichsweise alte Bevölkerung. In Japan liegt das Medianalter noch höher.

Zwei Länder im Altersvergleich · 2023

Deutschland

Median: 45,1 Jahre

0 %2,5 %2,5 %5 %5 %0-4 Jahre, Männer: 2,4 %0-4 Jahre, Frauen: 2,2 %05-9 Jahre, Männer: 2,5 %5-9 Jahre, Frauen: 2,3 %10-14 Jahre, Männer: 2,3 %10-14 Jahre, Frauen: 2,2 %1015-19 Jahre, Männer: 2,3 %15-19 Jahre, Frauen: 2,2 %20-24 Jahre, Männer: 2,6 %20-24 Jahre, Frauen: 2,4 %2025-29 Jahre, Männer: 3 %25-29 Jahre, Frauen: 2,8 %30-34 Jahre, Männer: 3,3 %30-34 Jahre, Frauen: 3,1 %3035-39 Jahre, Männer: 3,3 %35-39 Jahre, Frauen: 3,2 %40-44 Jahre, Männer: 3,2 %40-44 Jahre, Frauen: 3,1 %4045-49 Jahre, Männer: 2,9 %45-49 Jahre, Frauen: 2,9 %50-54 Jahre, Männer: 3,5 %50-54 Jahre, Frauen: 3,5 %5055-59 Jahre, Männer: 4,1 %55-59 Jahre, Frauen: 4,1 %60-64 Jahre, Männer: 3,7 %60-64 Jahre, Frauen: 3,8 %6065-69 Jahre, Männer: 3 %65-69 Jahre, Frauen: 3,2 %70-74 Jahre, Männer: 2,4 %70-74 Jahre, Frauen: 2,8 %7075-79 Jahre, Männer: 1,7 %75-79 Jahre, Frauen: 2,1 %80-84 Jahre, Männer: 1,7 %80-84 Jahre, Frauen: 2,3 %8085-89 Jahre, Männer: 0,9 %85-89 Jahre, Frauen: 1,5 %90-94 Jahre, Männer: 0,3 %90-94 Jahre, Frauen: 0,6 %9095-99 Jahre, Männer: 0 %95-99 Jahre, Frauen: 0,2 %100+ Jahre, Männer: 0 %100+ Jahre, Frauen: 0 %100+AlterMännerFrauen

Japan

Median: 49 Jahre

0 %2,5 %2,5 %5 %5 %0-4 Jahre, Männer: 1,7 %0-4 Jahre, Frauen: 1,6 %05-9 Jahre, Männer: 2 %5-9 Jahre, Frauen: 1,9 %10-14 Jahre, Männer: 2,2 %10-14 Jahre, Frauen: 2,1 %1015-19 Jahre, Männer: 2,3 %15-19 Jahre, Frauen: 2,2 %20-24 Jahre, Männer: 2,5 %20-24 Jahre, Frauen: 2,4 %2025-29 Jahre, Männer: 2,5 %25-29 Jahre, Frauen: 2,4 %30-34 Jahre, Männer: 2,5 %30-34 Jahre, Frauen: 2,4 %3035-39 Jahre, Männer: 2,8 %35-39 Jahre, Frauen: 2,7 %40-44 Jahre, Männer: 3,1 %40-44 Jahre, Frauen: 3 %4045-49 Jahre, Männer: 3,8 %45-49 Jahre, Frauen: 3,7 %50-54 Jahre, Männer: 3,9 %50-54 Jahre, Frauen: 3,8 %5055-59 Jahre, Männer: 3,3 %55-59 Jahre, Frauen: 3,2 %60-64 Jahre, Männer: 3 %60-64 Jahre, Frauen: 3 %6065-69 Jahre, Männer: 2,9 %65-69 Jahre, Frauen: 3 %70-74 Jahre, Männer: 3,4 %70-74 Jahre, Frauen: 3,7 %7075-79 Jahre, Männer: 2,9 %75-79 Jahre, Frauen: 3,4 %80-84 Jahre, Männer: 2,1 %80-84 Jahre, Frauen: 2,8 %8085-89 Jahre, Männer: 1,2 %85-89 Jahre, Frauen: 2 %90-94 Jahre, Männer: 0,5 %90-94 Jahre, Frauen: 1,1 %9095-99 Jahre, Männer: 0,1 %95-99 Jahre, Frauen: 0,4 %100+ Jahre, Männer: 0 %100+ Jahre, Frauen: 0,1 %100+AlterMännerFrauen

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Erwähnte Orte in Japan

18 Positionen aus den Reiseberichten.

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  1. Princess Garden HotelHotel
  2. AkihabaraStadtviertel
  3. Tokyo TowerSendeturm
  4. ShinjukuStadtviertel
  5. Shibuya StationBahnhof
  6. Imperial Palace East GardenGarten
  7. Hamamatsucho Bus TerminalBusbahnhof
  8. Mount FujiBerg
  9. Fuji Visitor CenterBesucherzentrum
  10. Ashi-SeeSee
  11. Hakone-Komagatake-SeilbahnSeilbahn
  12. Mount KomagatakeBerg
  13. National Museum of Nature and ScienceMuseum
  14. Ueno-ParkStadtpark
  15. IkebukuroStadtviertel
  16. Yokohama StadiumStadion
  17. Yokohama ChinatownStadtviertel
  18. Meguro StationBahnhof