Mumbai, Goa und Bangalore: Vom kolonialen Westen zur IT-Stadt

landIndien

datum

lesezeit18 min

höhe500 m

reisezeit
20.09.2006 – 10.10.2006

Der letzte Teil unserer Indienreise im Herbst 2006 führt von MumbaiMumbaiStadt / OrtIndien19,076111° N · 72,8775° O14 m ü. NNHafen- und Wirtschaftsmetropole an der Westküste Indiens in Maharashtra, früher Bombay.Google Maps über Goa nach BangaloreBangaloreStadt / OrtIndien12,978889° N · 77,591667° O920 m ü. NNHauptstadt Karnatakas und Zentrum der indischen IT-Branche; seit 2014 offiziell Bengaluru. Die Einwohnerzahl bezieht sich auf die Stadt, nicht auf den Distrikt.Google Maps . Die drei Stationen zeigen unterschiedliche Formen städtischen Lebens und unterschiedliche Spuren der Geschichte: die britisch geprägte Handelsstadt, die frühere portugiesische Kolonie und den IT-Standort im Süden. Unsere Erfahrungen bleiben an die Orte gebunden, die wir tatsächlich besuchen.

Dieser Abschnitt gehört zu unserer fünfwöchigen Reise durch Indien, China, Hongkong und Macau.

Mumbai · Goa · Bangalore

Mumbai

Geld, Kino und britische Kolonialarchitektur: Mumbai ist der erste Teil unseres letzten Reiseblocks. Wir kommen aus Varanasi, mit dem Flugzeug und einem Umweg über Delhi, und landen am Flughafen Mumbai.

„Ehrlicher als Delhi“ sei die Stadt, sagt uns meine indische Sitznachbarin auf dem Flug. Das ist eine erstaunliche Vorwegnahme dessen, was in den nächsten Stunden passiert.

Die Taxifahrt gibt der Bemerkung eine eigene Pointe. Eigentlich soll sie 250 INRWährungseinordnung250 INRReferenzkurs 20.09.20064,28 €Stand 08.10.20262,31 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert bis 300 INRWährungseinordnung300 INRReferenzkurs 20.09.20065,14 €Stand 08.10.20262,77 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert kosten; wir geben 350. Unterwegs wechselt der Fahrer. Der zweite hält kurz vor dem Hotel an, weil er sein „Tip“ haben möchte. Noch einmal 100 INRWährungseinordnung100 INRReferenzkurs 20.09.20061,71 €Stand 08.10.20260,92 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert.

Die Stadtrundfahrt buchen wir über das Hotel. Vier Stunden kosten 1000 INRWährungseinordnung1000 INRReferenzkurs 20.09.200617,13 €Stand 08.10.20269,23 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, acht Stunden 1600, jede Zusatzstunde 100. Wir sind fünf Stunden unterwegs. Unser Fahrer wurde als englischsprachiger Guide angekündigt. Für eine Führung reichen seine wenigen Wörter kaum, fürs Fahren zum Glück schon.

Die Stadt bestand ursprünglich aus sieben Inseln, kam 1661 als Mitgift einer portugiesischen Prinzessin an die englische Krone und wurde sieben Jahre später an die Ostindien-Kompanie verpachtet. Die Zwischenräume wurden über Jahrhunderte aufgeschüttet. Bombay heißt seit 1995 offiziell Mumbai, nach der Göttin Mumbadevi.

Die Rundfahrt

Unsere Rundfahrt beginnt mit einer Wäscherei unter freiem Himmel. Am Dhobi GhatDhobi GhatHistorische StätteMumbai · Indien18,982922° N · 72,825408° OOffizielle Website Google Maps reinigen etliche Menschen Wäsche per Hand und hängen sie an Leinen auf. Die offenen Waschbecken gehören zu einer Anlage aus dem späten 19. Jahrhundert, die unter anderem für Hotels und Krankenhäuser arbeitet. Die Stücke werden markiert und sortiert, damit sie wieder beim richtigen Besitzer ankommen.

Das Nächste, was wir uns anschauen, ist Haji Ali DargahHaji Ali DargahMoscheeMumbai · Indien18,9850° N · 72,8100° OOffizielle Website Google Maps , eine Moschee. Sie steht auf einer kleinen Insel und ist nur über einen Damm zu erreichen, der bei Flut im Wasser verschwindet – man kommt also nur zu bestimmten Tageszeiten hin und muss rechtzeitig zurück. Das Grabmal geht auf einen Sufi-Heiligen aus dem 15. Jahrhundert zurück, und es kommen Hindus wie Muslime.

Die Universität und das Gericht sind in großen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. Zur UniversitätsbibliothekUniversitätsbibliothekBibliothekMumbai · Indien18,92964° N · 72,82999° ORajabai Tower Library im historischen Fort-Campus der Universität Mumbai; Bibliothek und Uhrturm gehören zum selben Gebäudekomplex.Google Maps möchten wir gern hinein. Sie gilt zwar als öffentlich, doch man lässt uns an der Pforte nicht durch; zwei Etagen, heißt es, seien nur für Studierende. Also gehen wir zum Bombay High CourtBombay High CourtÖffentliches GebäudeMumbai · Indien18,931183° N · 72,830461° OOffizielle Website Google Maps , geben dort die Kamera ab und dürfen uns in den zugänglichen Bereichen umsehen.

Beide Bauten gehören zum viktorianisch-gotischen Stadtbild. Der Rajabai TowerRajabai TowerTurmMumbai · Indien18,92964° N · 72,82999° OOffizielle Website Google Maps an der Universität wurde 1878 fertiggestellt. Finanziert wurde der Uhrturm vom Börsenmakler Premchand Roychand, der ihn nach seiner Mutter benannte. Mumbais damaliger Reichtum hing unter anderem mit dem Baumwollhandel zusammen, der während des amerikanischen Bürgerkriegs stark zunahm.

Das Gateway of IndiaGateway of IndiaTorMumbai · Indien18,921983° N · 72,834658° OOffizielle Website Google Maps erinnert an den Besuch von George V. und Mary 1911. Der steinerne Bogen stand damals noch nicht; er wurde erst 1924 fertiggestellt. 1948 verließen die letzten britischen Truppen die Stadt durch diesen Bogen. Ein Denkmal der kolonialen Herrschaft wurde damit auch zur Kulisse ihres Endes.11Am 25. August 2003 explodierte nahe dem Gateway eine Bombe in einem Taxi; eine zweite detonierte am Zaveri Bazaar. Drei Jahre vor unserem Besuch. Zum Glück waren wir nicht zum falschen Zeitpunkt am richtigen Ort. Zeitgenössischer Bericht.

Um den Torbogen am Wasser wird wie üblich viel für Touristen verkauft. Dass Postkarten immer gehen, ist klar, aber wir fragen uns schon, wer die großen Luftballons in Form einer überdimensionalen Gurke kaufen soll.

Gandhi

Während unserer Reise wird Gandhis Geburtstag am 2. Oktober gefeiert. In den Zeitungen erscheinen mehrere Artikel über sein Leben und seine Philosophie. Die Verehrung ist groß, daneben lesen wir auch Kritik an seiner politischen Rolle und an seinen Positionen zur Teilung Indiens.

Dazu passt unser Ziel in Mumbai: Mani BhavanMani BhavanMuseumMumbai · Indien18,95993° N · 72,81137° OOffizielle Website Google Maps in der Laburnum Road. Das Haus war von 1917 bis 1934 Gandhis Stützpunkt in Bombay. Unten gibt es eine Bibliothek, in den oberen Etagen Fotosammlungen. Sein Wirken wird in ungefähr dreißig kleinen Szenen mit Puppen dargestellt. Auch sein schlicht eingerichtetes Zimmer ist zu sehen, mit Spinnrad und Büchern.

Mani Bhavan war Ausgangspunkt wichtiger politischer Aktivitäten. Der Salzmarschs begann allerdings am 12. März 1930 am Sabarmati Ashram in Ahmedabad.

Gandhis Geburtstag ist ein nationaler Feiertag. 2006 fällt er auf denselben Tag wie Dussehra. Das Fest erzählt vom Sieg über einen Dämon; Gandhi steht für den gewaltlosen Widerstand. Diese sehr unterschiedlichen Formen des Erinnerns begegnen uns während derselben Reise. Rückblick: Seit 2007 begeht auch die UN den 2. Oktober als Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit.

Weiter durch die Stadt

Klassische und moderne Kunst zeigt eintrittsfrei die Jehangir Art GalleryJehangir Art GalleryMuseumMumbai · Indien18,927456° N · 72,831703° OOffizielle Website Google Maps . Im Gebäude gibt es eine Toilette für 1 INRWährungseinordnung1 INRReferenzkurs 20.09.20060,02 €Stand 08.10.20260,01 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert.

Das eindrucksvollste Gebäude der viktorianischen Zeit ist für uns der Bahnhof Victoria Terminus, der bei unserem Besuch Chhatrapati Shivaji TerminusChhatrapati Shivaji TerminusBahnhofMumbai · Indien18,93985° N · 72,83544° OOffizielle Website Google Maps heißt. Er wurde 1888 fertiggestellt, dient der Central Railway und ist zugleich ein stark genutzter Pendlerbahnhof. Das Gebäude sieht fast wie eine Kathedrale aus. Seit 2004 steht es auf der Welterbeliste.

Etwas weiter liegt Flora FountainFlora FountainKunstwerkMumbai · Indien18,9325° N · 72,8317° OOffizielle Website Google Maps mitten im dichten Verkehr. Auf dem Brunnen steht die römische Göttin der Blumen. Der Platz heißt offiziell Hutatma Chowk, „Platz der Märtyrer“, und erinnert an die Opfer der Auseinandersetzungen um die Gründung Maharashtras. Uns begegnet unterwegs vor allem der Name des Brunnens.

Auf dem Weg zum Hotel fahren wir noch am Crawford MarketCrawford MarketEinkaufsortMumbai · Indien18,947414° N · 72,83471° OOffizielle Website Google Maps vorbei, den unser Fahrer mit dem Wort „cheat“ belegt. Auf die Rückfrage, ob er nicht „cheap“ meine, wiederholt er, dass hier viel betrogen werde. Die Reliefs über dem Eingang der Markthalle von 1869 stammen übrigens von Lockwood Kipling, dem Vater von Rudyard Kipling, der einige Jahre Kunstlehrer in Bombay war.

Abends

Am Abend wählen wir den Club Insomnia im Taj Mahal PalaceTaj Mahal PalaceUnterkunftMumbai · Indien18,9220° N · 72,8333° O1903 eröffnetes Grandhotel von Jamsetji Tata an der Hafenfront von Colaba, gegenüber dem Gateway of India. Seine markante rote Kuppel ist ein Wahrzeichen Mumbais.Indian Hotels Company (IHCL) · Taj (heutige Zuordnung)Offizielle Website Google Maps in Colaba, direkt gegenüber dem Gateway of India. Der große Hotelpalast mit seiner markanten roten Kuppel gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Mumbais. Seine Bögen, Türmchen und die lange Fassade zum Wasser prägen die Hafenfront. Von Byculla aus hängt die Fahrtzeit vor allem vom Verkehr und vom Fahrer ab.

Jamsetji Tata ließ das Grandhotel bauen; eröffnet wurde es 1903, also einundzwanzig Jahre vor der Fertigstellung des Gateway. Hotel und Torbogen bilden heute eines der bekanntesten Stadtbilder Mumbais.22Zwei Jahre nach unserem Besuch wurde das Taj Mahal Palace zum Schauplatz der Terroranschläge von Mumbai. Vom 26. bis 29. November 2008 hielten bewaffnete Angreifer das Hotel besetzt und nahmen Geiseln; Teile des Gebäudes brannten aus.

Zuvor nehmen wir im oberen Restaurant noch eine Kleinigkeit, unter anderem ein Tiramisu, das ich zum ersten Mal im Leben in drei Teilen serviert bekomme: Löffelbiskuit, Mascarpone und kalter Espresso kommen getrennt und können nach Lust und Laune gemischt werden.

Um elf zahlen wir 1000 INRWährungseinordnung1000 INRReferenzkurs 20.09.200617,13 €Stand 08.10.20269,23 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert Eintritt, zwei Getränke inklusive, und sind mit die ersten Gäste. Richtig voll wird es auch um zwei nicht; laut Einlasser ist am Wochenende mehr los. Mittwochs kommen Frauen umsonst hinein, und wir wären wie üblich eigentlich gar nicht reingelassen worden, weil wieder nur Paare erwünscht sind. Begründet wird das damit, dass die Geschäftsleute im Taj überwiegend männlich sind und das Hotel eine Übermacht der Männer im Club verhindern will. Die Einrichtung ist vorbildlich, die Musik ist Dance Floor und später R&B. Es läuft kein einziges indisches Lied. Das Publikum ist international, viele sprechen Englisch.

Andere Clubs, die uns das Hotel empfiehlt und die im kostenlosen Infomedia City Guide stehen, sind Enigma im Marriott, die Bay View Bar, die Harbour Bar und Not Just Jazz By The Bay. Wir besuchen sie nicht. Unser Fahrer fährt uns in Colaba außerdem an einem japanischen Restaurant mit Nachtclub vorbei – aber dafür sind wir nicht nach Indien gereist.

Comfort Inn Heritage

Das Comfort Inn HeritageComfort Inn HeritageUnterkunftMumbai · IndienHotel im Stadtteil Byculla gegenüber der Gloria Church, Sant Savata Mali Marg; heute Hotel Heritage.Choice Hotels · Comfort Inn — Früheres Comfort Inn Heritage; Zugehörigkeit 2010 belegtOffizielle Website im Stadtteil Byculla ist ein sehr einfaches Haus mit drei Sternen, was man am Zimmer und am Frühstück leicht merkt. Das Zimmer in der zweiten Etage fühlt sich immer feucht und warm an. Die Klimaanlage ist sehr laut, und ein großer Kühlschrank brummt vor sich hin. Lässt man die Klimaanlage nachts aus, wacht man morgens auf wie in einem türkischen Dampfbad.

Das Frühstück kostet extra und ist nicht besonders empfehlenswert: als einzige Brotsorte Toast, aber kein Toaster, zwei Sorten supersüße Marmelade, ein paar indische Gerichte und Kaffee, der gleich mit Milch in der Kanne gemischt ist. Das war's.

Zugute halten muss man dem Hotel die einigermaßen ruhige Lage – ein Vorteil, der durch das laute Haus selbst wieder verschwindet – und exzellente Minibarpreise, die so günstig sind wie im Supermarkt. Am Internetzugang arbeitet das Comfort Inn noch; direkt nebenan gibt es ein Internetcafé für 15 INRWährungseinordnung15 INRReferenzkurs 20.09.20060,26 €Stand 08.10.20260,14 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert die Stunde, ohne Klimaanlage.

Bei unserer gesamten Reise ist das das schlechteste Hotel.

Von Mumbai fliegen wir nach Goa. Die koloniale Geschichte setzt sich dort unter anderen Vorzeichen fort: Statt britischer Verwaltungsbauten sehen wir portugiesisch geprägte Kirchen und Häuser. Auch der Reiserhythmus ändert sich; nach der Stadtrundfahrt kommen Strand, Regen und eine Ferienanlage.

Goa

Goa gehörte bis 1961 zum portugiesischen Kolonialreich und ist seit 1987 ein eigener indischer Bundesstaat. Nach Mumbai wirkt es auf uns wie eine andere Umgebung, mit Kirchen, Stränden und einer deutlich sichtbaren portugiesischen Vergangenheit.

Für eine Fahrt nach PanajiPanajiStadt / OrtIndien15,498889° N · 73,827778° O7 m ü. NNHauptstadt des Bundesstaates Goa am Mandovi, auch Panjim genannt.Google Maps notieren wir etwa eine Stunde und 700 INRWährungseinordnung700 INRReferenzkurs 20.09.200611,99 €Stand 08.10.20266,46 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Die Fahrt vom Flughafen Goa-Dabolim zu unserem Hotel ist eine andere Strecke: Am Prepaid-Schalter draußen zahlen wir dafür 280 INRWährungseinordnung280 INRReferenzkurs 20.09.20064,80 €Stand 08.10.20262,58 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, während der Schalter im Gebäude 300 verlangt.

Es regnet viel; feste Schuhe sind besser als Sandalen. Nach den Auskünften vor Ort beginnt die Saison ungefähr eine Woche nach unserem Besuch. Das passt zu den halb fertigen Strandbuden, den noch nicht aufgeräumten Stränden und dem Personal, das uns stellenweise wenig eingespielt erscheint.

Trotz Regen holen wir uns bei einem zweistündigen Strandspaziergang einen Sonnenbrand. Goa liegt deutlich weiter südlich als Delhi, und die Wolken sind kein verlässlicher Schutz.

Portugiesische Spuren

Die portugiesische Vergangenheit ist im Stadtbild sichtbar. Daraus können wir nicht ableiten, wie sich die Menschen hier selbst verstehen. Goa hat eine eigene regionale Geschichte und gehört zugleich zu Indien.

Die portugiesische Herrschaft begann 1510 mit der Eroberung Goas; ihre Ausdehnung änderte sich im Lauf der Jahrhunderte. Als Indien 1947 unabhängig wurde, blieb Goa noch portugiesisch. Nach einer langen antikolonialen Bewegung beendeten indische Streitkräfte im Dezember 1961 mit Operation Vijay die portugiesische Herrschaft. 1987 wurde Goa ein eigener Bundesstaat.3kurs3Regierung von Goa: Geschichte und Bundesstaat.

Die Kolonialzeit hinterließ katholische Kirchen, portugiesische Nachnamen, Häuser mit Veranden und Einflüsse auf die Küche. Der Unterschied zu den bisher besuchten Städten fällt uns sofort auf.

In Panaji gibt es viele schickere Läden – Adidas, Levi's, Nike. Bei Levi's hängen alle Hosen nur in Länge 34, denn sie werden ohnehin immer gekürzt. Am Largo da Igreja, dem Kirchplatz, steht eine weiße Kirche mit einer auffälligen Zickzacktreppe davor. Sie ist geschlossen; verkauft werden nur Kerzen. Die Kirche der Unbefleckten EmpfängnisKirche der Unbefleckten EmpfängnisKirchePanaji · Indien15,498333° N · 73,829444° OOffizielle Website Google Maps war einmal das Erste, was Seeleute nach der Überfahrt zu sehen bekamen – sie gingen dort hinauf, um für die überstandene Reise zu danken, bevor sie in die Stadt weiterzogen.

Der Mangeshi-TempelMangeshi-TempelTempel oder SchreinIndien15,51631° N · 73,9830° OOffizielle Website Google Maps liegt im Landesinneren. Die silbernen Figuren im Inneren gefallen uns. Sein Standort hängt mit der kolonialen Geschichte zusammen: Hinduistische Gemeinden verlagerten Heiligtümer aus früh portugiesisch beherrschten Gebieten in damals noch unabhängige Regionen. Religiöse Verfolgung und die Zerstörung von Tempeln gehörten zum Hintergrund. Daraus erklärt sich ein Teil der Verteilung von Kirchen und Tempeln, aber keine ausnahmslose Regel für ganz Goa.

Old Goa

In Old Goa, dem alten Velha Goa, besuchen wir zuerst die Basilika Bom JesusBasilika Bom JesusKircheIndien15,500872° N · 73,911511° OOffizielle Website Google Maps . Wir treffen eine Gruppe Portugiesen, die tanzen und singen. Laut. Und da sind die Gebeine.

Die Reliquien gehören Franz Xaver, einem Mitbegründer des Jesuitenordens. Er starb 1552 vor der chinesischen Küste; sein Leichnam wurde 1554 nach Goa gebracht. Er wird in der Basilika verehrt und bei besonderen Ausstellungen öffentlich gezeigt. Die Basilika entstand zwischen 1594 und 1605.

Wir sehen außerdem das Museum und die Sé-KathedraleSé-KathedraleKircheIndien15,503772° N · 73,912331° OOffizielle Website Google Maps , eine der großen Kirchen Goas. An dem Bau arbeitete man über Jahrzehnte.

Old Goa ist heute ein kleiner Ort mit sehr großen Kirchen. Als Zentrum des portugiesischen Asienhandels war es einst eine bedeutende Stadt. Seuchen und die Verlagerung der Verwaltung nach Panaji trugen zum Niedergang bei. Die Kirchen blieben; seit 1986 gehört das Kirchenensemble zum Welterbe.

Die Strände

Sinquerim BeachSinquerim BeachStrand oder KüsteIndien15,501406° N · 73,76747° OStrand an der Küste von Goa.Google Maps am Fort AguadaFort AguadaBurg oder SchlossIndien15,4880° N · 73,7630° OOffizielle Website Google Maps ist in Ordnung. Hinter Eingängen verstecken sich luxuriöse Villen. Das Fort ist eine portugiesische Anlage von 1612; sein Name hängt mit der Wasserversorgung der Schiffe zusammen. Der Leuchtturm kam im 19. Jahrhundert dazu. Rund um die Anlage liegen Hotels, andere Bereiche wurden zur Zeit unserer Reise als Gefängnis genutzt.

Calangute BeachCalangute BeachStrand oder KüsteIndien15,542489° N · 73,755562° OStrand an der Küste von Goa.Google Maps wird uns als besonders guter Strand empfohlen. Es ist viel los, wir essen dort, viele indische Besucher sind unterwegs, und man spricht uns überall an. Der Strand ist schön, breit und lang. Der Norden Goas wurde seit den späten Sechzigerjahren auch durch die Hippie-Reisenden bekannt.

Colva BeachColva BeachStrand oder KüsteIndien15,285791° N · 73,910545° OStrand an der Küste von Goa.Google Maps im Süden ist ein hübscher Strand und bei unserem Besuch deutlich ruhiger als Calangute.

Laut Reiseführer soll Mormugao einen besonders schönen Naturhafen besitzen. Unser Fahrer kennt das Ziel unter diesem Namen nicht, und wir können die Beschreibung nicht prüfen. Der Hafen ist vor allem auch ein Ort des Güterumschlags, damals insbesondere für Eisenerz.

Das Hyatt hat deutlich mehr Gäste als unser Haus. Die große Ferienanlage bietet viele Einrichtungen; während unseres Besuchs treffen sich dort offenbar auch Mitarbeiter internationaler Firmen wie Nokia.

Unser Fahrer kostet 1000 INRWährungseinordnung1000 INRReferenzkurs 20.09.200617,13 €Stand 08.10.20269,23 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Er erklärt uns, dass er Punkte für Reifen und Ähnliches erhält, wenn er uns in Läden bringt. So besuchen wir zwei Souvenirshops, die wir nicht gesucht haben. Immerhin treffen wir dort Deutsche.

The Kenilworth

Das The KenilworthThe KenilworthUnterkunftIndien15,318017° N · 73,901082° OFerienhotel am Utorda Beach in Süd-Goa.Kenilworth Hotels & Resorts · Kenilworth (heutige Zuordnung)Offizielle Website Google Maps ist eine große Ferienanlage mit allem Drum und Dran: Spa mit Whirlpool und Massage, Diskothek, Swimmingpool, Privatstrand.

Die Einrichtung des Zimmers ist angenehm: Tee und Kaffee mit Wasserkocher, ein Liter Trinkwasser in der Thermoskanne, und für 400 INRWährungseinordnung400 INRReferenzkurs 20.09.20066,85 €Stand 08.10.20263,69 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert pro Tag kommen wir per Kabel ins Internet. Über WLAN ginge es auch, aber deutlich teurer. Ein paar Mal gibt es Stromausfälle, und wir sind dankbar, dass der Laptop einen Akku hat.

Die Bediensteten sind sehr nett, doch im Restaurant gibt es Koordinierungsschwierigkeiten. Es macht den Eindruck, als sei das Team eine Woche vor Saisonbeginn noch nicht eingespielt. Den Kaffee morgens bekommen die Mitarbeiter nicht auf die Reihe – ich muss viermal nachfragen. Ein bestelltes gekochtes Ei kommt nach fünfzehn Minuten und einer weiteren Nachfrage. Das Frühstück ist leider auch eher mager: kein Aufschnitt, nur Margarine, eine Sorte Toast, zwei Sorten Marmelade und sonst indisches Essen.

Nach Goa fliegen wir nach Bangalore. Die Küste und das noch nicht eingespielte Strandleben lassen wir hinter uns. Für die letzte Station haben wir ein anderes Ziel: Wir wollen die Stadt sehen, in die so viele IT-Aufträge gehen.

Bangalore

BangaloreBangaloreStadt / OrtIndien12,978889° N · 77,591667° O920 m ü. NNHauptstadt Karnatakas und Zentrum der indischen IT-Branche; seit 2014 offiziell Bengaluru. Die Einwohnerzahl bezieht sich auf die Stadt, nicht auf den Distrikt.Google Maps ist unsere letzte Station in Indien.4sprache4Seit 2014 heißt die Stadt offiziell Bengaluru. Für die Reise von 2006 bleiben wir beim damaligen Namen Bangalore. Wir haben die Stadt in die Route aufgenommen, weil wir sehen möchten, wohin die IT-Jobs gehen. Nach den historischen Bauten und religiösen Orten interessiert uns hier ein Arbeitsplatz: der Technologiepark in Whitefield.

Bei der Fahrt zum Hotel kommen wir an Intel und AMD vorbei. Bangalore scheint in den Vierteln, die wir zuerst sehen, wohlhabender zu sein als unsere bisherigen Stationen. Es gibt Bürgersteige, das Hupen fällt uns weniger auf. Die Straßen sind allerdings verstopft wie überall. Dass dieser erste Eindruck nicht die ganze Stadt beschreibt, merken wir auf der Fahrt nach Whitefield.

Während der Reise hat uns eine indische Sitznachbarin von Bangalore erzählt. Sie hat als Softwareentwicklerin gearbeitet und verkauft inzwischen mit ihrem Mann Seidentücher. Ihrer Einschätzung nach ist Bangalore besser gestellt und der Süden insgesamt stärker entwickelt, auch bei der Gleichberechtigung. Viele Familien könnten es sich trotzdem nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken; dass die Schule kostenlos ist, reiche dafür nicht. Erst wenn es dort Essen gibt, klappe es. Es ist eine persönliche Einschätzung, die wir mitnehmen, kein Maßstab für alle Regionen.

Mit dem Essen spricht sie die staatliche Schulspeisung an. Seit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 28. November 2001 müssen staatliche und staatlich geförderte Grundschulen jedem Kind an Schultagen ein warmes Mittagessen geben. Wo das umgesetzt wurde, stiegen Einschulung und Anwesenheit, besonders bei Mädchen.5kurs5Ministry of Education, PM POSHAN (früher Mid-Day Meal Scheme) · Studie zur Wirkung auf die Einschulung (CESifo).

Die Stadt geht auf eine Gründung von 1537 zurück und war unter britischer Herrschaft auch Militärstandort. Später war sie als „Pensioner’s Paradise“ bekannt, als angenehmer Ort für den Ruhestand. Die Lage auf ungefähr 900 Metern Höhe macht das Klima milder als in vielen anderen Städten unserer Route.

Der IT-Standort entstand nicht erst mit den Neubauten, die wir sehen. Texas Instruments eröffnete 1985 ein Entwicklungszentrum in Bangalore und nutzte eine eigene Satellitenverbindung für die Arbeit mit dem Ausland. Schon vor unserer Reise gab es hier also zwei Jahrzehnte Erfahrung mit internationaler Entwicklungsarbeit. Der Begriff IT verdeckt dabei Unterschiede: Es geht um Software, aber auch um die Entwicklung elektronischer Bauteile und um andere technische Aufgaben.

Um elf ist Schluss

Abends ab elf sind alle Kneipen und Clubs geschlossen. Wir wollen vom Hotel aus noch kurz raus und fahren mit dem Tuktuk in die Stadt. Zwar hat man uns im Hotel schon gewarnt, dass alles zu sein wird, aber wir wollen es selbst sehen. Wir warten im Regen bestimmt zwanzig Minuten auf unser Tuktuk; um elf Uhr ist in der Ecke unseres Hotels kaum ein Auto zu sehen, geschweige denn ein Taxi. Es regnet und ist kühl.

Als wir in die Stadt kommen, ist tatsächlich alles geschlossen. MG Road, Residency Road und Brigade Road wirken verlassen, obwohl tagsüber hier viel los ist. Das Stadt-Heftchen empfiehlt das SPINN in der Residency Road, doch auch dort ist zu. Nach der Auskunft im Hotel liegt das an der damaligen Sperrstunde um elf. Unser Besuch endet im Regen statt im Club.

ITPL in Whitefield

Unser eigentliches Ziel ist der International Technology Park (ITPL)International Technology Park (ITPL)GebäudeBangalore · Indien12,985636° N · 77,735883° OOffizielle Website Google Maps im Stadtteil Whitefield. Er liegt etwa eine Stunde vom Hotel entfernt, und der Weg führt durch Viertel, die uns eher an den Rest der Städte erinnern, einfacher und ärmer. Fast überall entstehen jedoch neue Hochhäuser, Haus neben Haus. Auf dem Weg liegt auch ein großes Bürocenter von SAP.

Whitefield wurde im späten 19. Jahrhundert als Siedlung für Anglo-Inder und Eurasier außerhalb Bangalores gegründet. 1998 nahm hier der International Technology Park den Betrieb auf. Bei unserer Fahrt 2006 sehen wir, wie Neubauten und ältere, einfachere Viertel nebeneinanderliegen. Die lange Anfahrt gehört ebenso zu diesem Standort wie die Bürogebäude am Ziel.

Als wir ITPL erreichen, sind wir etwas enttäuscht. In dem Bereich, den wir besuchen, sehen wir gerade einmal vier Bürohäuser, eingezäunt und über eine Pforte überwacht. Erst nachdem wir die Kamera im Auto lassen, bekommen wir Zutritt.

Unsere erste Station ist die Shopping-Mall im Erdgeschoss eines Gebäudes. Neben Restaurants können Mitarbeiter und Besucher hier zur Bank gehen oder sich die Haare schneiden lassen. Die Häuser tragen Namen wie Explorer und Discoverer und bieten unterschiedlichen Firmen Platz. Wir laufen einmal um die Gebäude herum.

Was uns zunächst banal erscheint, ist aus Sicht der Beschäftigten vermutlich der Zweck: Büro, Essen und alltägliche Besorgungen an einem Ort. Die Anlage organisiert einen Arbeitstag. Die Entwicklungsarbeit selbst bekommen wir bei unserem Rundgang nicht zu sehen. Vier Häuser sind deshalb weder ein Maß für Bangalores IT-Branche noch ein Gegenbeweis zu ihrem Erfolg.

Was vom IT-Besuch bleibt

Wir sind nach Bangalore gekommen, weil die Stadt in Europa und Amerika als Ziel der verlagerten IT-Arbeit erscheint. Vor Ort lässt sich daraus kaum eine Sehenswürdigkeit machen. Unser Blick bleibt an Pforte, Fassade und Friseur hängen; die eigentliche Arbeit findet hinter Türen und an Bildschirmen statt.

Der stärkere Eindruck entsteht auf dem Weg dorthin. Wir fahren durch einfachere Viertel, vorbei an Baustellen und an neuen Bürohäusern. Der IT-Boom und die Lebensverhältnisse außerhalb des Parks sind gleichzeitig vorhanden. Aus den Fenstern des Taxis können wir diesen Unterschied sehen, aber nicht vermessen.

Die Beschäftigungserhebung 2004/05, die während unserer Reise veröffentlicht wird, zeigt, wie stark die Arbeit im ländlichen Indien von der Landwirtschaft geprägt ist.

Arbeit in der Landwirtschaft – ländliches Indien, 2004/05

Wirtschaftlich hat die Landwirtschaft dagegen stark an Gewicht verloren. Ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt sinkt von 36,4 Prozent 1982/83 auf 18,5 Prozent 2006/07; um 1980 lag er noch bei rund 40 Prozent.6kurs6Economic Survey 2007–08, Kapitel Landwirtschaft. Ein großer Teil der Menschen arbeitet also in einem Sektor, der einen immer kleineren Teil der Wirtschaftsleistung erzeugt.

Landwirtschaft verliert wirtschaftliches Gewicht – Indien

Anteil der Landwirtschaft am gesamten indischen Bruttoinlandsprodukt im jeweiligen Wirtschaftsjahr. Rückgang um 17,9 Prozentpunkte. Historische Angaben aus dem Economic Survey 2007–08; die Balken zeigen Wirtschaftsleistung, keine Beschäftigtenanteile.

Quelle: Economic Survey 2007–08, Kapitel 7, Abschnitt 7.1

Die Zahlen erklären, warum der Technologiepark nur einen kleinen Ausschnitt des Landes zeigt. Sie erlauben keinen direkten Einkommensvergleich mit den Menschen, denen wir unterwegs begegnen.

So endet der Indien-Teil unserer Reise mit weniger Anschauung, als wir uns erhofft hatten, aber mit einer klareren Grenze dessen, was sich durch einen kurzen Besuch erfahren lässt. Nach dem Rundgang fahren wir zum HAL-Flughafen Bangalore. Am 10. Oktober 2006 verlassen wir Indien und reisen weiter nach China, meinem zweiten Aufenthalt dort nach der Reise von 2005.

Hotel Bangalore International

Das Hotel Bangalore InternationalHotel Bangalore InternationalUnterkunftBangalore · Indien12,984956° N · 77,579142° OHotel in der Crescent Road, heute Nalapad’s Hotel Bangalore International.Nalapad Hotels · Nalapad (heutige Zuordnung)Offizielle Website Google Maps liegt relativ zentral. Vom Flughafen zahlen wir 300 INRWährungseinordnung300 INRReferenzkurs 20.09.20065,14 €Stand 08.10.20262,77 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert für etwa fünfundvierzig Minuten Fahrt.

Das Zimmer in der zweiten Etage müffelt; verantwortlich dürfte der Teppichboden sein. Das Wasser am Waschbecken funktioniert erst nicht, erst nach dem Öffnen der Leitung fließt es. Internetzugang bietet das Hotel nur über die Lobby, 50 INRWährungseinordnung50 INRReferenzkurs 20.09.20060,86 €Stand 08.10.20260,46 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert für zwanzig Minuten – im Zimmer gibt es weder WLAN noch Kabel. Standard im Doppelzimmer sind ein Wasserkocher, ein normaler Röhrenfernseher und zwei Betten, deren Laken nicht wirklich weiß sind. Wir hätten gern ein leises Zimmer gehabt, doch die Balkontür hat einen halben Zentimeter Spiel und schließt nicht dicht.

Das Frühstück ist dürftig. Auf unserer Reise ist das Bangalore International für uns das zweitschlechteste Hotel, nach dem Comfort Inn in Mumbai.

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Erwähnte Orte in Indien

26 Positionen aus den Reiseberichten.

  1. Flughafen MumbaiOrt
  2. Dhobi GhatOrt
  3. Haji Ali DargahOrt
  4. UniversitätsbibliothekOrt
  5. Bombay High CourtOrt
  6. Rajabai TowerOrt
  7. Gateway of IndiaOrt
  8. Mani BhavanOrt
  9. Jehangir Art GalleryOrt
  10. Chhatrapati Shivaji TerminusOrt
  11. Flora FountainOrt
  12. Crawford MarketOrt
  13. Taj Mahal PalaceOrt
  14. Flughafen Goa-DabolimOrt
  15. Kirche der Unbefleckten EmpfängnisOrt
  16. Mangeshi-TempelOrt
  17. Basilika Bom JesusOrt
  18. Sé-KathedraleOrt
  19. Sinquerim BeachOrt
  20. Fort AguadaOrt
  21. Calangute BeachOrt
  22. Colva BeachOrt
  23. The KenilworthOrt
  24. International Technology Park (ITPL)Ort
  25. HAL-Flughafen BangaloreOrt
  26. Hotel Bangalore InternationalOrt