Es ist meine vierte Reise nach Namibia, nach April 2008, Dezember 2008 und Oktober 2010. Diesmal buche ich Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Windhoek und nehme direkt am Flughafen einen Mietwagen für einen Monat. Nach dem Norden Namibias fahre ich mit dem Auto durch Südafrika und wieder zurück.
Die Route: WindhoekWindhoekStadt / OrtNamibia22,55941° S · 17,08323° O1700 m ü. NNHauptstadt in Namibia.Google Maps → OtjiwarongoOtjiwarongoStadt / OrtNamibia20,46369° S · 16,64772° O1475 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps → RunduRunduStadt / OrtNamibia17,91796° S · 19,77314° O1114 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps → TsumebTsumebStadt / OrtNamibia19,24842° S · 17,71345° O1309 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps → OtjikotoseeOtjikotoseeSeeTsumeb · Namibia19,194792° S · 17,549698° OGoogle Maps → OngwedivaOngwedivaStadt / OrtNamibia17,77198° S · 15,76564° O1088 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps → Ruacana-FälleRuacana-FälleNaturdenkmalRuacana · Namibia17,393135° S · 14,218135° OGoogle Maps → OutapiOutapiStadt / OrtNamibia17,50375° S · 14,98383° O1115 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps → OndangwaOndangwaStadt / OrtNamibia17,90824° S · 15,98037° O1081 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps → Tsumeb → Windhoek → KeetmanshoopKeetmanshoopStadt / OrtNamibia26,57654° S · 18,13359° O998 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps → Ai-Ais → NoordoewerNoordoewerStadt / OrtNamibia28,71817° S · 17,62147° O164 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps → Südafrika → KarasburgKarasburgStadt / OrtNamibia28,01658° S · 18,74797° O1002 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps
Windhoek zum Essen und Kaffeetrinken
Windhoek ist ein Nest, und die städtischen Höhepunkte sind rar. Zum Essen gibt es aber einige Möglichkeiten. Bekannt ist etwa Joe’s BeerhouseJoe’s BeerhouseRestaurantWindhoek · Namibia22,550807° S · 17,090457° OGoogle Maps , etwas außerhalb, mit sehr tollem Essen und ausgezeichneter Atmosphäre, wenn auch etwas dusseliger Bedienung (bringt Nudeln statt Salat). Gut ist auch das Café ZooCafé ZooCaféWindhoek · Namibia22,566876° S · 17,08483° OGoogle Maps direkt im zentralen Park, weil es kostenloses WLAN bietet. Das Café Zoo bietet auch Sushi an, der Geschmack ist in Ordnung. Im neuen HiltonHiltonUnterkunftWindhoek · Namibia22,570392° S · 17,085385° OHilton · Hilton Hotels & Resorts (heutige Zuordnung)Google Maps gibt es unten eine gute Espressobar (ein Glas Wasser zum Espresso wäre aber nicht verkehrt), und oben an die Bar sollte man einmal gehen, um tagsüber wie abends einen guten Blick über die Stadt zu haben. In einer Mall gibt es einen illy-Coffeeshop, das Tornado (sehr guter Kaffee, kostenloses WLAN) und die In’s Wiener Coffee Bar (unten, direkt neben dem Supermarkt).
Nach Rundu an den Okavango
Die Reise führt mich zuerst in den Norden, mein Tagesziel heißt Rundu. In Otjiwarongo mache ich Rast bei Wimpy. Neu im Programm ist ein Veggie-Burger, der aber auch nicht schmeckt. Einen WLAN-Hotspot gibt es auch.
Die Kleinstadt Rundu liegt direkt an der Grenze zu Angola, der Okavango trennt die beiden Länder. Eigentlich reist man durch Rundu nur durch. Ich bleibe trotzdem ein paar Tage, denn bei Wimpy an der Tankstelle gibt es kostenloses WLAN, sodass ich gut arbeiten kann. Es gibt zwei Einkaufsstraßen mit den typischen Supermärkten und ein paar China-Läden, in denen man von Kleidung über gefälschte iPads und Beamer bis zu Matratzen alles bekommt – auch wenn nicht jeder 30 000 Namibia-Dollar für einen Beamer lockermachen kann. Am Rundu Beach kann man theoretisch schwimmen; mehrere Leute sagen mir, dass es dort keine Krokodile gibt, nur Fische. Wer Lust hat, kann bei den Lodges Flussfahrten buchen.
Das Essen bei Wimpy ist in meinen Augen seit Jahren nicht besser geworden. Als Snack kann ich es nicht empfehlen, es sei denn, man steht auf süße Ketchupsoße und weiche Brötchen. Der Milchkaffee ist in Ordnung; einmal bestelle ich Cola mit Eiscreme, ein lokaler Renner, aber nichts für mich. Ein tolles Essen bekomme ich in der Tambuti LodgeTambuti LodgeUnterkunftRundu · Namibia17,909717° S · 19,764614° OGoogle Maps direkt am Fluss (Untertitel „At Rundu Beach“), die ihn aber nicht wirklich überblickt – trotzdem ist die Lodge sehr hübsch mit netter Atmosphäre.
An drei Stellen übernachte ich. Die erste Nacht im Dala Darling’s Cottage (250 NADWährungseinordnung250 NADReferenzkurs 2011-1122,25 €Stand 08.10.202613,39 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert): Zimmer mit Ventilator und Fernseher (keine echte Auswahl bei zwei Programmen), morgens beginnen Bauarbeiten – keine gute Wahl. Die zweite Nacht im Ngandu HotelNgandu HotelUnterkunftRundu · Namibia17,908242° S · 19,775089° OGoogle Maps (385 NADWährungseinordnung385 NADReferenzkurs 2011-1134,26 €Stand 08.10.202620,62 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert mit Frühstück), einem von Südafrikanern geführten Hotel mit langer Tradition. Ein paar Camper sind da, man kann etwas auf den Fluss sehen, allerdings nicht von den Appartements aus. Um 7 Uhr morgens wird der Generator angeworfen, da ist es aus mit dem Schlaf. Das Frühstück ist fast typisch für eine Lodge: ein Teller mit Ei, Würstchen und Speck, dazu am „Buffet“ Toast, geriebener Käse und Aufschnitt. Der Kaffee ist sogar in Ordnung.
In der Sarasungu River LodgeSarasungu River LodgeUnterkunftRundu · Namibia17,890638° S · 19,781352° OGoogle Maps (355 NADWährungseinordnung355 NADReferenzkurs 2011-1131,59 €Stand 08.10.202619,02 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert) habe ich einen Tag vorher ein Zimmer reserviert, und man hat meine Telefonnummer notiert. Trotzdem will man mir das Zimmer trotz „Confirmed“ nicht geben, weil die Gäste darin noch eine Nacht verlängert haben. Die Lodge gehört einem Namibier (übergewichtig wie irgendwie viele Weiße hier); einige Häuser sind neu gebaut, mit Fernseher, und von der Veranda überblickt man den Fluss. Ganz hübsch. Die Lodge liegt 2,5 km von der Straße entfernt, bietet aber eine gute Aussicht und ist ruhig. An der Rezeption gibt man mir ein anderes Zimmer, das letzte freie, und wir fahren mit dem Auto hin. Die kleine Wohnung hat vier Betten und ist recht ungemütlich, da will ich nicht bleiben. Ich lasse mir mein Geld zurückgeben, und die Frau im Büro meint nur: „Oh, wären Sie mal morgen hier, da haben wir keine Gäste.“ Ich versuche es in der Tambuti Lodge und nebenan, doch alles ist ausgebucht.
Letztendlich bekomme ich ein Zimmer in einer anderen Lodge (250 NADWährungseinordnung250 NADReferenzkurs 2011-1122,25 €Stand 08.10.202613,39 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert). Ich trage mich ins Gästebuch ein und bin der einzige Ausländer; sonst übernachten nur Namibier und Angolaner hier. Im Fernsehen läuft Wrestling, das mit großer Begeisterung geschaut wird. Mein Zimmer liegt nur drei Meter von der Mini-Lobby und dem Fernseher entfernt, sodass ich abends bis 23 Uhr und morgens ab 7 Uhr Unterhaltung habe. Das Zimmer ist einfach eingerichtet, aber sauber, hat eine Klimaanlage und ein großes Bett. Ich würde wieder hingehen, dann aber nicht in ein Zimmer nahe dem „Gemeinschaftsbereich“.
Tsumeb und der Otjikotosee
Von Rundu fahre ich nach Tsumeb und übernachte im Gästehaus eines Portugiesen, Martins Africa AccommodationMartins Africa AccommodationUnterkunftTsumeb · Namibia19,245305° S · 17,70978° OGoogle Maps (280 NADWährungseinordnung280 NADReferenzkurs 2011-1124,91 €Stand 08.10.202615,00 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert). Es sind zwei Zimmer, eines mit Sofa und Fernseher, das andere das Schlafzimmer mit Klimaanlage; Checkout ist um 11 Uhr. Morgens trinke ich kurz einen Kaffee bei Wimpy an der Engen-Tankstelle (diesmal kein kostenloses WLAN).
Ich will zum OtjikotoseeOtjikotoseeSeeTsumeb · Namibia19,194792° S · 17,549698° OGoogle Maps , nehme aber die falsche Straße, weil ich nicht auf die richtige Karte schaue, sondern nur auf die Minikarte im Lonely Planet. 30 km in die falsche Richtung, 30 km zurück. Mist, eine Stunde verloren. Ich fahre zurück nach Tsumeb zu einem Restaurant bei der Post nahe dem Park und bestelle eine Pizza, die hervorragend ist (ca. 50 NADWährungseinordnung50 NADReferenzkurs 2011-114,45 €Stand 08.10.20262,68 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert). Zwar muss ich 40 Minuten warten, doch ich vertreibe mir die Zeit damit, den Ameisen zuzusehen, wie sie den Zucker aus der Zuckerdose schaffen.
Es ist schon Mittag, als ich aus Tsumeb loskomme. Den Otjikotosee finde ich, zahle 25 NADWährungseinordnung25 NADReferenzkurs 2011-112,22 €Stand 08.10.20261,34 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert Eintritt, und ein alter, deutschsprachiger Mann erzählt mir etwas über die Geschichte. In Tsumeb gab es immer Bergbau, bis heute. Vor rund 100 Jahren wurde der See genutzt, um Frischwasser zum Auswaschen der Erze zu gewinnen; lange Rohre laufen durch die Wüste. Als der Krieg kam, versenkten die Deutschen ihre Waffen im See, doch Sporttaucher haben das Kriegsgerät geborgen, und es ist in Tsumeb ausgestellt.11Gemeint ist der Erste Weltkrieg: 1915 versenkte die deutsche Schutztruppe vor der Kapitulation Geschütze und Munition im See. Ein Teil davon ist heute im Museum in Tsumeb zu sehen. Der See selbst ist ziemlich verschmutzt und leicht grünlich.
Durchs Ovamboland
Weiter geht es Richtung Oshakati. Unterwegs, irgendwo bei OmuthiyaOmuthiyaStadt / OrtNamibia18,36463° S · 16,58146° O1098 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps , lockt mich der Grill eines Restaurants neben einer Shell-Tankstelle. Ich mache Pause und bestelle ein Steak und ein Würstchen; mit etwas Salat kostet das gerade mal 35 NADWährungseinordnung35 NADReferenzkurs 2011-113,11 €Stand 08.10.20261,87 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Draußen läuft laute Musik, ich setze mich zu den Leuten, doch als ich gefragt werde, ob ich ihnen etwas zu essen kaufen kann, setze ich mich hinein – wer Geld für eine Pulle Hochprozentiges hat, sollte auch Geld für Essen haben. Es wird auch ziemlich windig. Das Steak ist prima, und nach der Pizza bin ich so voll, dass ich den ganzen Tag keinen Hunger mehr habe.
Nach Ongwediva ist es dann nicht mehr weit; die Stadt geht nahtlos in OshakatiOshakatiStadt / OrtNamibia17,78833° S · 15,70436° O1103 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps über. Angelockt von einem WLAN-Symbol an der Ortseinfahrt suche ich ein Gästehaus, finde es aber nicht. Ein zweites Gästehaus soll WLAN haben, auch das suche ich ohne Erfolg; die Schilder „in 500 m“ sind nicht sonderlich zuverlässig. Schließlich finde ich ein paar Meter weiter die große, eigentlich nicht zu übersehende Anlage Bennies Entertainment Park & LodgeBennies Entertainment Park & LodgeUnterkunftOngwediva · Namibia17,776015° S · 15,764706° OGoogle Maps . Das Zimmer kostet 400 NADWährungseinordnung400 NADReferenzkurs 2011-1135,59 €Stand 08.10.202621,43 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, hat Klimaanlage und Fernseher und ist nett eingerichtet. Der vielleicht hohe Preis kommt daher, dass es eher eine Hotelanlage mit mehreren Pools und Wasserrutsche ist. Ich komme am Samstag, und es ist Partyzeit – viele zahlen 50 NADWährungseinordnung50 NADReferenzkurs 2011-114,45 €Stand 08.10.20262,68 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, um im Pool zu schwimmen oder zu tanzen.
Am Pool unterhalte ich mich mit zwei Frauen, eine heißt Linda, später kommt eine dritte dazu. Sie bestellen sich etwas zu essen, das Steak ist schrecklich zäh. Wir unterhalten uns ein wenig; alle drei sind unverheiratet und haben ein oder zwei Kinder. Irgendwann sagt Linda, die Dritte wünsche sich ein Kind von einem Weißen, und schlägt vor, ich solle eine Samenspende machen. Ich erwidere, das möchte ich nicht – wenn ich ein Kind mache, möchte ich schon selbst Sex haben. Ihr Kommentar: „Then fuck her!“ Die Dritte lacht scheu. Ich weiß nicht, wem das unangenehmer ist, ihr oder mir.
Das Frühstück ist im Preis inbegriffen: kalte Würstchen (nicht probiert), kaltes Ei, Leber (igitt), Toast, aber kein Toaster, und etwas Aufschnitt. Der Kaffee ist in Ordnung, die Säfte sind angerührt.
Zu den Ruacana-Fällen
Linda will ihre Cousine besuchen, die als Grenzbeamtin an der Grenze zu Angola arbeitet, und fragt mich am Abend vorher, ob ich sie mitnehmen kann. Also fahren wir zusammen, reden aber nicht viel. Auf der Karte sieht die Region irgendwie feuchter aus, doch entlang der C46 sieht man nicht viel davon: vereinzelt Wasserlöcher, an denen Tiere weiden, und Menschen, die Fische aus der Brühe angeln.
Nach weniger als zwei Stunden passieren wir das Schild „Ruacana Borderpost Angola“, von dort sind es noch 17 km bis zur Grenze. Es wird wieder bergig und sehr grün. Am nächsten Schild biegen wir rechts ab, fahren weiter und landen bei NamPower. Sackgasse! Wir fahren zurück und fragen: Vorher muss man rechts abbiegen, ein Schild fehlt. Die Grenze ist einfach, und zum ersten Mal wird mir bewusst, dass hier an der Grenze zwischen den beiden Ländern auch die Wasserfälle liegen. Jetzt verstehe ich, warum es immer heißt, man müsse über die Grenze – ich dachte bisher, die Fälle lägen auf der Seite Angolas. In Wahrheit liegen sie genau zwischen beiden Ländern.
Im Grenzhäuschen sitzt niemand, stattdessen sitzt eine Grenzbeamtin mit drei weiteren draußen. Im Lonely Planet steht, man müsse an der Grenze etwas ausfüllen, doch als ich frage, wo der Wasserfall ist, wie ich hinkomme und ob ich etwas unterschreiben muss, winkt sie mich durch. Rechts geht es zum noch etwas schäbigeren Grenzhäuschen der Angolaner, geradeaus zu den Ruacana-FälleRuacana-FälleNaturdenkmalRuacana · Namibia17,393135° S · 14,218135° OGoogle Maps . Es sind nur ein paar Meter zum Parkplatz, von dort Dutzende Treppenstufen, die einem bei 30 Grad Schweißperlen auf die Stirn treiben. Im November sind die Fälle nicht stark, weil es kaum regnet; von Januar bis Juni schießt das Wasser dagegen ins Tal, wie man es von den Victoria Falls kennt. Jetzt ist es eher wie der Wasserstrahl im Schwimmbad, mit dem man sich den Rücken massieren lässt.
Oben am Parkplatz grillt eine kleine Gruppe, das Fleisch hängt am Baum. Etwas außer Atem freue ich mich auf die Klimaanlage im Auto und fahre nach RuacanaRuacanaStadt / OrtNamibia17,42817° S · 14,41504° O1138 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps . Das Nest hat außer einer Tankstelle und der Ruacana Eha Lodge nicht viel zu bieten. Da Mittagszeit ist, bestelle ich in der Lodge etwas zu essen; es ist seine 75 NADWährungseinordnung75 NADReferenzkurs 2011-116,67 €Stand 08.10.20264,02 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert nicht wert: ein paar Nudeln, gekochte Möhren und etwas Fleisch. Es gibt nur drei Gerichte, alle mit Fleisch. Enttäuschend.
Die Kirche im Affenbrotbaum von Outapi
Von Ruacana fahre ich nach Outapi (Uutapi). Unterwegs immer wieder Esel: Esel allein, Esel in Gruppen, Esel beim Poppen, dann wieder ein paar Ziegen. In Outapi suche ich einen berühmten Affenbrotbaum. Wenn man von Oshakati kommt, biegt man an der Tankstelle links auf die M123 Richtung Tsandi ab und folgt ihr ein paar Hundert Meter, bis links der Otapi Open Market kommt. Dann ist man schon fast da. Ein Schild führt zum Ombalantu Baobab TreeOmbalantu Baobab TreeNaturdenkmalOutapi · Namibia17,511884° S · 14,987744° OGoogle Maps , einem kleinen Gästehaus. Eingezäunt steht dort der Baum, in dem sich eine kleine Kirche befindet. Fantastisch! Eine Minikirche in einem Baum, mit Kreuz, Minialtar und Minibänken.22Der hohle Baobab diente im Laufe der Zeit auch als Versteck im Befreiungskrieg, als Postamt und als Kapelle; er ist ein Nationaldenkmal Namibias. Für 3 NADWährungseinordnung3 NADReferenzkurs 2011-110,27 €Stand 08.10.20260,16 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert bestelle ich einen Kaffee und plaudere mit der Angestellten, einer einfachen Frau, die sich nicht vorstellen kann, ohne ihren Bauchschmuck eine Beziehung einzugehen, denn sonst sei man verhext. Unvorstellbar ist für sie, dass wir in Deutschland auch ohne Zauberei leben und Kinder bekommen.
Es wird Abend und Zeit, eine Unterkunft zu suchen. In Oshakati und Ongwediva ist es noch hell, ich schaffe es bis Ondangwa. Dort fällt mir nur das Protea Hotel OndangwaProtea Hotel OndangwaUnterkunftOndangwa · Namibia17,903161° S · 15,969181° OMarriott International · Protea Hotels — Heutige MarkenzugehörigkeitGoogle Maps (600 NADWährungseinordnung600 NADReferenzkurs 2011-1153,39 €Stand 08.10.202632,14 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert) ins Auge. Trotz vier Sternen gibt es ein paar Schwächen im Detail. Das Kartenlesegerät für die Zimmerschlüssel ist seit einem Monat in Kapstadt in Reparatur, sodass jeder, der in sein Zimmer will, erst die Mitarbeiterin mit dem Zentralschlüssel finden oder an der Rezeption nach ihr fragen muss. Das kann ein paar Minuten dauern, ist aber nur eine kleine Unannehmlichkeit, und schnarchlahmes kostenloses WLAN ist besser als gar keins. Merkwürdig ist auch, dass die (weiße) Bedienung im Restaurant die Begriffe „Café Latte“ und „Cappuccino“ noch nie gehört hat. Insgesamt ist das Hotel aber super: nettes Zimmer, ein Pool und ein wunderbares Frühstück mit drei Sorten Käse (Schimmelkäse eingeschlossen). Zum ersten Mal sehe ich Inder in Namibia – vielleicht, weil sie eher in Vier-Sterne-Hotels absteigen als in den einfachen Unterkünften, die ich normalerweise beziehe … Vom Restaurant gehe ich noch kurz zur Toilette, die so gar nicht zum schicken Rest passt: Über einem Pissoir hängt der Zettel „Do not use it PLS“.
Zurück über Tsumeb nach Windhoek
Am nächsten Tag fahre ich weiter nach Tsumeb und übernachte im Kupferquelle ResortKupferquelle ResortUnterkunftTsumeb · Namibia19,259373° S · 17,710436° OGoogle Maps (580 NADWährungseinordnung580 NADReferenzkurs 2011-1151,61 €Stand 08.10.202631,07 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert ohne Frühstück). Eine schöne Anlage mit schönen Bungalows; WLAN gibt es allerdings nicht in den Häusern, nur in der Lobby, und dann auch nicht umsonst. Die weitläufige Anlage beherbergt auch einige Camper, und ein sehr großes Schwimmbecken lädt sogar ambitionierte Schwimmer ein. In den Zimmern gibt es Satellitenfernsehen mit Hunderten Programmen, von denen aber nur etwa zehn funktionieren, und die liegen nicht am Stück, sodass man entweder dreistellige Nummern eintippen oder über 30 Kanäle hüpfen muss, deren Namen man zwar sieht, die aber nicht freigeschaltet sind. Ein kleines Ameisenproblem gibt es auch; die Tierchen finden immer wieder ihren Weg.
Kurz hinter Tsumeb liegt OtaviOtaviStadt / OrtNamibia19,63805° S · 17,33986° O1411 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps , wo ich mir das Khorab-DenkmalKhorab-DenkmalDenkmal oder GedenkstätteOtavi · Namibia19,60573° S · 17,384187° ODenkmal bei Otavi zur Erinnerung an die Kapitulation der deutschen Schutztruppe am 9. Juli 1915.Offizielle Website Google Maps anschauen will, das an die Kapitulation der deutschen Schutztruppe 1915 erinnert. Im Lonely Planet steht keine richtige Beschreibung, auf der Karte von Thrifty schon etwas mehr: Von Otavi aus fährt man auf der C39 Richtung Outjo und biegt kurz hinter Otavi auf die D3031 ab. Nach ein paar Kilometern müsste das Ziel zu finden sein. Ich fahre, finde aber nichts. Unterwegs bewegt ein Weißer einen Bagger, den frage ich. Er überlegt kurz und sagt, es sei ganz woanders, und da es geregnet habe, sei es jetzt sowieso viel zu schlecht zugänglich. Nun, ich lasse das Ziel fallen.
In Windhoek übernachte ich wieder in der Chameleon Backpackers LodgeChameleon Backpackers LodgeUnterkunftWindhoek · Namibia22,573669° S · 17,081653° OGoogle Maps , wo ich inzwischen fast in jedem Zimmer war. Diesmal bekomme ich die „Honeymoon-Suite“ (Raum Elephant, 450 NADWährungseinordnung450 NADReferenzkurs 2011-1140,04 €Stand 08.10.202624,11 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert) mit kleinem privatem Garten und Außendusche, doch da es regnet, habe ich davon nichts. Mittags fahre ich Richtung Süden, um nach Südafrika zu kommen.
Nachtfahrt in den Süden
Es wird dunkel, und ich muss eine Unterkunft suchen. Auf dem Weg liegt die Teufelskrallen LodgeTeufelskrallen LodgeUnterkunftKalkrand · Namibia24,055808° S · 17,615419° OOndili Lodges & Activities (heutige Zuordnung)Google Maps mit dem Restaurant Altes Farmhaus, doch ich stehe zehn Minuten hupend vor dem Tor, und niemand öffnet. Davor prahlt eine Tonne mit der Aufschrift „Open“, aber offen sind nur die Mäuler der bellenden Hunde, die mich nach fünf Minuten bemerken. Hier ist nichts zu holen, und anrufen kann ich auch nicht, nirgends steht eine Telefonnummer. Bei der nächsten, der Kalahari Red Dunes LodgeKalahari Red Dunes LodgeUnterkunftKalkrand · Namibia24,091731° S · 17,645325° OOndili Lodges & Activities (heutige Zuordnung)Google Maps , ist das anders: Ich rufe an, muss es aber dreimal versuchen, bis jemand abnimmt. Ein Zimmer ist zu haben, doch ich müsste 1300 NADWährungseinordnung1300 NADReferenzkurs 2011-11115,67 €Stand 08.10.202669,64 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert zahlen, das ist mir zu viel. Paare zahlen sogar doppelt.
Jetzt ist die Sonne wirklich untergegangen, und ein Zimmer zu finden wird wichtig. Ich komme nach MarientalMarientalStadt / OrtNamibia24,62705° S · 17,96471° O1106 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps , doch zu meinem Schrecken ist alles belegt, weil in der Stadt eine Woche lang eine Lehrerkonferenz stattfindet. Die Leute im Hotel sind so nett und telefonieren alles ab, aber nichts zu machen. Um 21 Uhr muss ich weiter. Nachts fahren macht keinen Spaß, doch es sind 230 km bis Keetmanshoop. Dort suche ich wieder ein Hotel und erinnere mich, dass ich hier schon einmal nachts lange gesucht habe. Die ersten beiden Hotels mit Telefonnummer interessieren sich nicht für nächtliche Gäste, um 23 Uhr nimmt niemand ab. Zum Glück ist auf der Karte noch das Canyon Hotel KeetmanshoopCanyon Hotel KeetmanshoopUnterkunftKeetmanshoop · Namibia26,583137° S · 18,137601° OGoogle Maps eingezeichnet, das rund um die Uhr geöffnet hat und noch diverse freie Zimmer hat. Ich bin froh und sacke total fertig ins Bett.
Ai-Ais und Noordoewer
Ich schlafe bis nach 9 und will frühstücken, doch um 9 Uhr wird abgeräumt. Das ist früh! Nett ist, dass man mich ins Café schickt, wo ich ein Frühstück à la carte bekomme. Weiter geht es nach GrünauGrünauStadt / OrtNamibia27,7337° S · 18,38012° O1072 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps , die Landschaft wird immer bergiger, später mondartig. Ich erinnere mich, dass ich bei der letzten Durchreise in der Country Lodge übernachtet habe, aber sonst ist in dem Dörfchen nichts Besonderes: eine Shell-Tankstelle und eine Krankenstation.
30 km hinter Grünau zweigt links die C10 nach Ai-Ais ab. Es ist eine Schotterstraße, aber in gutem Zustand, und nach 73 km erreiche ich eine kleine, exklusive Lodge mit heißen Quellen in Ai-Ais (Zimmer 300 NADWährungseinordnung300 NADReferenzkurs 2011-1126,69 €Stand 08.10.202616,07 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert pro Person, 350 NADWährungseinordnung350 NADReferenzkurs 2011-1131,14 €Stand 08.10.202618,75 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert ab zwei Personen – sehr merkwürdige Preisgestaltung). Eine Stadt kann man Ai-Ais nicht nennen, es ist eher der Name des Parks.33Ai-Ais liegt im Ai-Ais/Richtersveld Transfrontier Park, zu dem auch der Fish River Canyon gehört; die Schlucht endet kurz vor Ai-Ais. Die Lodge mit Spa macht einen sehr guten Eindruck. Ich hatte gedacht, man sähe hier eine Fontäne oder so etwas, doch das Wasser wird „nur“ in einen Pool geleitet. Kaffee gibt es im Restaurant nicht. An einem kleinen Damm kann man spazieren gehen, zu meiner Zeit führt der Fluss aber kaum Wasser. Ein schöner Ort für ein paar Stunden; ich sehe hier nur weiße Touristen.
Auf dem Rückweg fahre ich noch etwas Richtung Fish River Canyon, bis ich am Abend Noordoewer an der Grenze zu Südafrika erreiche. Die Noordoewer Lodge (kostenloses WLAN) hat nette Zimmer, ist mir aber zu teuer. Die Orange River LodgeOrange River LodgeUnterkunftNoordoewer · Namibia28,743769° S · 17,616824° OGoogle Maps an der Puma-Tankstelle ist mir gleich sympathisch, hat große Zimmer und eine nette Einrichtung, WLAN gibt es auch, obwohl die Mitarbeiterin nichts davon weiß.
Wie es in Südafrika weitergeht, steht im Bericht Südafrika 2011.
Zurück nach Namibia
Nach meiner Rundfahrt durch Südafrika komme ich über den Grenzübergang Nakop zurück. Nach der südafrikanischen Grenze fahre und fahre ich und wundere mich, bis ich nach bestimmt 10 km die namibische Grenze erreiche. 220 NADWährungseinordnung220 NADReferenzkurs 2011-1119,58 €Stand 08.10.202611,79 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert „Road Fee“ sind zu zahlen, was natürlich ziemlich blöd ist – warum soll jemand, der von außen kommt, die Straßen finanzieren, aber nicht jemand, der in Namibia selbst fährt? Naja. Von der Grenze schaffe ich es noch bis Karasburg, wo ich übernachte (400 NADWährungseinordnung400 NADReferenzkurs 2011-1135,59 €Stand 08.10.202621,43 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert).
Alles Wichtige zu Namibia auf einen Blick: Namibia – was sich lohnt.