Korfu, eine Insel im Ionischen Meer, nur wenige Kilometer vor der albanischen Küste, Heimat von Vicky Leandros, Lieblingsinsel von Sisi (Kaiserin Elisabeth von Österreich). Ich war zweimal hier, und die beiden Besuche könnten kaum unterschiedlicher sein: im November 2013 allein, in der Nebensaison und meist im Regen, mit Mietwagen und Hotel in der Altstadt – und im April 2026 mit meiner Frau für eine Woche im Sandy Beach Resort an der Südwestküste.
Wir sind im Oktober auf Kos. Die Hauptsaison ist vorbei, aber in der Inselhauptstadt Kos ist noch viel los. Tagsüber sind um die zwanzig Grad angenehm, der Wind ist kräftig und abends braucht man eine Jacke. Zum Baden reicht es nur noch bedingt.
Bis jetzt führen mich mehrere Reisen nach Mallorca. Das erste Mal bin ich, glaube ich, 19 oder 20 Jahre alt. An diese Reise habe ich kaum noch Erinnerungen. Und das liegt nicht daran, dass ich mit einem Eimer ständig am Strand liege.
Nach dem Flug aus Korfu heißt mich Athen, das Zentrum einer der größten Metropolregionen Südosteuropas, willkommen. Der Internationaler Flughafen Athen-Eleftherios Venizelos liegt rund 33 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von dort weiterzureisen. Athens Transport beschreibt die Verbindungen und Fahrkarten. Ich entscheide mich für die Metro, weil sie schnell und unkompliziert ist. Also kaufe ich ein Ticket für die Blaue Linie und lege 14 € für die Hin- und Rückfahrt auf den Tisch. Auf dem Ticket steht jedoch, dass die Rückfahrt innerhalb der nächsten 48 Stunden erfolgen muss. Das nützt mir nichts. Also tausche ich es um und kaufe zwei Einzelfahrkarten für jeweils 8 €, was nicht gerade günstig ist.
Mit Ryanair fliege ich von Zypern nach Kreta, ein Direktflug für unter 50 €. Kreta hat mit Iraklio (Heraklion) und Chania zwei große internationale Flughäfen, wobei Ryanair Chania anfliegt. Die Insel hat eine ziemlich bewegte Geschichte und stand unter römischer, byzantinischer, venezianischer und osmanischer Herrschaft. 1898 entstand der autonome Kretische Staat; 1908 erklärten die Kreter die Vereinigung mit Griechenland, offiziell vollzogen wurde sie aber erst am 1. Dezember 1913. Ich bin also ausgerechnet wenige Wochen vor dem 100. Jahrestag hier. Heute ist Kreta natürlich „klassisch griechisch“ mit gemütlichen Tavernen, Oliven und chaotischem Verkehr.
Ryanair bringt mich vom Flughafen Weeze in 3 Stunden nach Paphos, wirklich voll ist das Flugzeug nicht. Ich finde einen schönen Platz beim Notausgang. Da ich nur ein paar Tage in Zypern habe, machte ich mir vorher Gedanken und reiste zum „Mittelpunkt“ der Insel, von wo aus ich in Tagesausfügen alles sehen kann. Ich entschied mich für Limassol (griechisch Lemesós) und buchte vorher ein Zimmer in Estella für 25 €/Nacht, ohne Frühstück. Zypern ist eine übersichtliche Insel und mit dem Auto gut zu erkunden. Demnach buche ich im Voraus bei mietwagen-check.de für 10 pro Tag (plus Zusätze, gleich mehr) das Auto. Nach meiner Ankunft gehe ich zum Schalter und warte erst einmal 10 Minuten auf die Dame. Die Schlüsselübergabe geht schnell, die Kosten für die Tankfüllung sind mir bekannt, doch das es 55 € sind, überrascht erst einmal schon und das noch 18 € für den Flughafen draufkommen, war mir nicht klar.
Etwa zweieinhalb Flugstunden von Deutschland entfernt liegt die Republik Malta. Seit dem 1. Mai 2004 ist sie Mitglied der Europäischen Union; am 1. Januar 2008 wurde der Euro zur offiziellen Währung. Malta ist ein Archipel im Mittelmeer südlich von Sizilien. Die größte Insel des Archipels trägt ebenfalls den Namen Malta. Groß ist der Inselstaat nicht: 2012 lebten dort rund 421 000 Menschen. Dem standen im selben Jahr rund 1,44 Millionen Touristen gegenüber. Auch im Winter zieht Malta Reisende an; an milden Tagen können die Temperaturen um 20 Grad liegen.
Gran Canaria ist eine Insel mit vielen Gesichtern – auf den ersten Blick überwiegen Touristenburgen, und man muss schon ein wenig suchen, um die andere Seite zu finden. Ein Auto ist das Beste, was man tun kann, wenn man eine Woche gebucht hat. Denn hinter Maspalomas und Playa del Inglés beginnt schnell eine ganz andere Insel: kurvige Straßen, tiefe Barrancos, kleine Orte, der raue Westen und schließlich das Bergland in der Mitte. Genau diese Gegensätze machen Gran Canaria interessanter, als es nach der Ankunft im touristischen Süden zunächst wirkt.