Mit MANGO Tours im Bus nach Rom

Alle Wegen führen nach Rom, unser ging über die Autobahn. Und das war echt heftig. Zeitlich waren wir sehr gut verplant und so passte es perfekt, dass über MANGO-Tours eine Busreise angeboten wurde – natürlich wäre uns der Flug lieber gewesen, doch die Termine wären erst viel später gewesen und natürlich ist es ein interessantes Experiment, Busfahrt, Hotel, Stadtführung, Tivoli. Das Fazit schon gleich in der Einleitung: Das brauchen wir nicht noch einmal.

Der erste Kontakt mit MANGO geht über das Buchungsformular der Webseite. Eine Abfahrt von Kamp-Lintfort ist perfekt, doch schon 2 Tage später kommt der Hinweis, dass der Bus schon voll sei und die Reise wird also abgesagt. Eine Alternative nennt man mir nicht, aber ein paar Tage später rufe ich an und man sagt mir, dass ab Düsseldorf noch Plätze frei sind. Also buchen wir Düsseldorf über die Buchungsseite und die Bestätigung folgt. Pro Person zahlen wir 329 €, darin sind 3 Hotelübernachtungen, eine Stadtführung in Rom, eine Fahrt nach Tivoli.

Wir finden pünktlich in Düsseldorf, Bushaltestelle Berliner Imbiss ein, so pünktlich hätten wir nicht kommen müssen, der Bus kam 30 Minuten später. Die Verspätungen summierten sich. Die ganze Nacht waren wir unterwegs, ich habe noch Glück mit meinem Platz, der hat etwas mehr Beinfreiheit, anders als meine Nachbarn, deren Sitz bietet kaum mehr Platz als für die Beine. Die Fahrt ist lang, ein paar quatschen natürlich und nach fast 24 Stunden kommen wir in Rom am Hotel an. Die erste Überraschung: es ist nicht das angekündigte NH Hotel Midas, sondern ein anderes Hotel, JSH Hotel Rome. Natürlich ist das vertraglich abgesichert, denn in der Bestellung bringt MANGO Tours eine Fußnote „vorbehaltlich kurzfristige Änderungen“ unter. Warum es ein anderes Hotel gibt bekommen wir nicht erklärt, und eine Reiseleitung gibt es auch nicht. Das wird alles den Fahrern überlassen, die alles ausbaden müssen. Das sind dann auch die sogenannten „Ansprechpartner vor Ort

Das JSH ist im Grunde in Ordnung, drei Kritikpunkte sind: a) Frühstück etwas langweilig, b) die Rezeption hat es geschafft uns drei Tage mit einem Weckanruf zu stören, obwohl ich schon nach dem ersten Tag gebeten habe uns nicht zu wecken und c) der vom Hotel angebotene freie Transfer zur Metro findet mit einem kleinen Auto statt, und wenn das voll ist, sagt die Rezeption „Pech gehabt“ und das war’s. Dass ein Minibus als Shuttle-Service für alle Gäste in den 229 Zimmern nicht reicht ist völlig klar (wird auch von der Rezeption so zugegeben), aber dennoch arrogant abgebügelt. Zum Glück gibt es eine Buslinie direkt vor der Tür und im Hotel kann man Fahrkarten kaufen, Einzelfahrten, Tageskarten oder Wochenkarten. So können wir gleich am Abend noch in die Stadtmitte fahren.

Gegen Mittag erreicht Ihr Rom. Nach dem Hotel Check-In habt Ihr die Möglichkeit zu einem ersten Orientierungsbummel.

Aus „gegen Mittag“ wird dann eher Nachmittag.

Drei Übernachtungen später geht es nach dem Auschecken um 10 Uhr morgens gleich wieder los zurück, den Tag darf man also nicht als Urlaubstag ansehen.

Nach einem unvergesslichen Urlaub treten wir heute im Laufe des Tages die Rückreise an.

„Laufe des Tages“ ist formal natürlich korrekt, genauer wäre sicherlich „nach dem Frühstück“, aber das klingt eben blöd. Genauso wie MANGO Tours an keiner Stelle erwähnt, wie lange die Reise im Schnitt dauert. Das wundert nicht, denn so eine lange Busfahrt ist einfach nur ätzend, und das möchte man den Leuten nicht auf die Nase binden.

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