Oman in der WeltAnimierter Globus, der sich auf Oman ausrichtet und in derselben Kartenprojektion näher kommt.

Oman

reisezeit
ARE
18.03.2012 – 24.03.2012
ARE

land kompakt

Auf einen Blick

Hauptstadt
Maskat
Staatsform
Absolute Monarchie (Sultanat)
Währung
Omanischer Rial (OMR)
Fläche
ca. 310 000 km²etwa so groß wie Deutschland
Bevölkerung
ca. 5,3 Mio. (2024)
Sprachen
Arabisch; Englisch und weitere Sprachen weit verbreitet
Religionen
Überwiegend Islam (vor allem Ibaditen und Sunniten)
Stromsystem
240 V · 50 Hz · Steckertyp G
Telefonvorwahl
+968
Zeitzone
Gulf Standard Time (UTC+4)
BIP pro Kopf (nominal)
ca. 18 000 € (2025)
Lebenserwartung
80,2 Jahre (2024)

klima

Temperatur & Niederschlag

Maskat · Klimanormal 1991–2020 (NASA POWER / MERRA-2)

Mittlere Monatstemperatur und mittlerer Monatsniederschlag für Maskat35°5025°2515°0JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
● Temperatur (°C)▮ Niederschlag (mm)

tageslicht

Helle Stunden im Jahreslauf

10.7–13.3 Std. Tageslicht · 21,5° N

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang im Jahreslauf für Oman06121824JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Helle Fläche: Tageslicht · Mittlerer Monatstag · solare Ortszeit

Das Sultanat Oman erinnert in mancher Hinsicht an die Vereinigten Arabischen Emirate, wirkt aber traditioneller. Viele omanische Männer tragen eine Dishdasha, viele Frauen eine schwarze Abaya und ein Kopftuch.1sprache1Die Dishdasha ist ein knöchellanges, meist weißes Männergewand; die kleine Quaste am Kragen wird im Oman oft parfümiert. Eine Abaya ist ein weiter Überwurf, den viele Frauen über ihrer Kleidung tragen. Beide Kleidungsstücke prägen das Straßenbild, sind aber keine einheitliche Vorschrift für alle. Die zahlreichen indischen Gastarbeiter, Filipinas und Touristen kleideten sich teilweise deutlich westlicher: Manche trugen sehr kurze Hosen und zeigten großflächige Tattoos am Rücken. Das blieb nach meinem Eindruck jedoch die Ausnahme. Angemessene, eher zurückhaltende Kleidung ist dennoch ratsam. Alkohol wird nur in lizenzierten Hotels und Restaurants ausgeschenkt und ist teuer. TGI Friday's bietet zum Beispiel alkoholfreie Varianten von Mojito oder Daiquiri an, die trotzdem gut schmecken. Als ich Oman im März 2012 besuchte, war es bereits heiß. Drei Tage lang war die Luft wegen eines Staubsturms sehr diesig, sodass die Sonne kaum durchkam, was die Hitze etwas erträglicher machte. Zur Mittagszeit waren viele kleine Geschäfte geschlossen; gegen 17 Uhr füllten sich die Straßen wieder. Am meisten beeindruckte mich die Sultan-Qaboos-MoscheeSultan-Qaboos-MoscheeMoscheeMaskat · Oman23,583787° N · 58,388518° ODie 2001 eröffnete Große Moschee zählt zu den wichtigsten Bauwerken und Sehenswürdigkeiten Maskats.Offizielle Website Google Maps , für mich eines der herausragenden Bauwerke der Neuzeit. Das Land empfing uns freundlich und war für Reisende vergleichsweise günstig. Gerne hätte ich auch Dhofar mit der Stadt Salala im Süden besucht, doch das musste bis zu einer späteren Reise warten.

Anreise

Das Flugzeug ist natürlich der schnellste Weg nach Oman. 2012 ließ sich das Land von Dubai aus aber auch in wenigen Stunden mit dem Bus erreichen. Diesen Weg wählte ich, weil Dubai ein Drehkreuz von Emirates ist und ich den Aufenthalt in Oman mit der Rückreise von Sri Lanka nach Deutschland verband.

Zum Zeitpunkt der Reise verkehrten regelmäßig Busse von Dubai nach Maskat. Eine Verbindung betrieb die Oman National Transport Company (ONTC), die seit 2015 unter dem Namen Mwasalat auftritt. Damals fuhr der Bus zweimal täglich, um 7 Uhr und um 15 Uhr. Am Vortag holte ich das Ticket ab und musste zunächst etwas suchen. Im Internet hieß es, das Büro liege an der Al Rigga Road; genauer war folgende Beschreibung: Von der Metrostation Al RiggaMetrostation Al RiggaMetrostationDubai · Vereinigte Arabische Emirate25,263632° N · 55,323751° OOffizielle Website Google Maps ging man die Al Rigga Road bis zur Moschee entlang, überquerte die Straße auf der Fußgängerbrücke und folgte ihr an mehreren Autovermietungen und einem anderen Busunternehmen vorbei. Der Fahrkartenschalter lag rechts neben dem Caravan Restaurant. Ein Ticket nach **Maskat kostete damals 55 AEDWährungseinordnung55 AEDReferenzkurs 18.03.201211,45 €Stand 08.10.202613,35 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, Hin- und Rückfahrt zusammen 90 AEDWährungseinordnung90 AEDReferenzkurs 18.03.201218,73 €Stand 08.10.202621,84 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert.

Am Abreisetag sollten wir um 14:30 Uhr am Bus sein und waren pünktlich. Der Supermarkt nebenan war praktisch, allerdings hatte der Bus keine Toilette. Sein Zustand war durchschnittlich: Die Klimaanlage funktionierte, einige Luftauslässe waren jedoch beschädigt. Um 15 Uhr ging es los. Kurz vor der Grenze fand die erste Passkontrolle statt. Die Ausreise auf der Seite der Vereinigten Arabischen Emirate ging schnell, die Kontrolle auf omanischer Seite dauerte länger. Alle Fahrgäste stiegen aus, die Koffer wurden auf einem großen Tisch geöffnet und kontrolliert. Anschließend suchte ein Spürhund den Bus ab. Lkw-Fahrer mussten teilweise einen erheblichen Teil ihrer Ladung umstapeln. An der eigentlichen Grenzstation füllte ich ein Formular aus. In meinem Fall verlief die Einreise problemlos und ohne Gebühr. In der Grenzstation gab es einen Pizza Hut und einen kleinen Supermarkt, doch Pizza wurde zu diesem Zeitpunkt nicht angeboten. Ein Mitarbeiter bediente nur die Espressomaschine. Mein Cappuccino kostete 1,7 OMRWährungseinordnung1,7 OMRReferenzkurs 18.03.20123,38 €Stand 08.10.20263,94 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert und schmeckte ordentlich.

Gegen 19 Uhr hält der Bus kurz in SoharSoharStadt / OrtOman24,3467° N · 56,7079° O5 m ü. NNGoogle Maps . Wir sind nun seit vier Stunden unterwegs, und es wird schnell dunkel. Die Fahrt geht weiter; im Bus wird es wärmer, weil der Fahrer die Klimaanlage ausgeschaltet hat. Um 22 Uhr erreichen wir Al Khuwair**, einen Stadtteil von Maskat. Wir haben Glück, dass uns der Fahrer fast direkt vor dem gebuchten Samara HotelSamara HotelHotelMaskat · Oman23,595163° N · 58,421412° OUnterkunft im Maskater Stadtteil Al Khuwair während der Reise von 2012.Google Maps absetzt. Es kostet 60 € über Booking.com, ohne Frühstück. Die nahe Moschee ist ein guter Orientierungspunkt. Viele Gebäude in Maskat sind weiß, sodass die Hausfarbe bei der Suche kaum hilft. Das Hotel ist in Ordnung. Das WLAN ist kostenlos, verlangt aber häufig eine erneute Anmeldung über eine Login-Seite.

Geld

Die Währung **Omans ist der omanische Rial, international mit OMR und im Land oft mit RO abgekürzt. Ein Rial entspricht 1000 Baisa. Im Reisezeitraum entsprach 1 OMRWährungseinordnung1 OMRReferenzkurs 18.03.20121,99 €Stand 08.10.20262,32 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert ungefähr 2 €. Der Kurs zum Euro schwankt, der Rial ist jedoch fest an den US-Dollar gekoppelt.2kurs2Seit 1986 gilt der feste Kurs von 1 OMRWährungseinordnung1 OMRReferenzkurs 18.03.20121,99 €Stand 08.10.20262,32 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert = 2,6008 USDWährungseinordnung2,601 USDReferenzkurs 18.03.20121,99 €Stand 08.10.20262,32 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Banken und Geldautomaten waren im Land ausreichend vorhanden.

Transport

2012 verfügte Maskat nicht über ein dichtes städtisches Busnetz. Auf einzelnen Strecken fuhren Busse, im Stadtbild waren sie aber kaum präsent; Taxis waren üblich. Heute betreibt Mwasalat ein städtisches Liniennetz. Wegen der großen Entfernungen war zu Fuß nur wenig zu erreichen. Für unsere Reise war ein Mietwagen daher die praktischste Lösung und kostete ungefähr 30 € pro Tag. Zunächst fragten wir im Hotel nach und erhielten die Zusage für ein Auto zu 15 OMRWährungseinordnung15 OMRReferenzkurs 18.03.201229,81 €Stand 08.10.202634,76 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Wir verabredeten die Übergabe für 17 Uhr, doch um 18 Uhr war der Vermieter noch nicht da. Nach einem Anruf erklärte er, wir hätten ihn zur vereinbarten Zeit anrufen sollen. Zusätzlich stellte sich heraus, dass eine Rückgabe am Freitagabend entgegen der Auskunft an der Rezeption nicht möglich war. Da wir wegen des Staus erst wenige Meter gefahren waren, brachen wir die Anmietung ab. Anschließend buchten wir bei Thrifty und vereinbarten einen Abholservice am Hotel.

Am nächsten Morgen steht das Auto pünktlich vor der Tür. Wir müssen nicht zum Flughafen fahren, denn der Mitarbeiter bringt die Unterlagen mit, nimmt die Personalien auf und fertigt Kopien an. Der weiße Toyota Yaris sieht gut aus, allerdings gibt es kein Übergabeprotokoll für Kratzer oder andere Schäden. Solche Stellen sollte man deshalb vorsorglich fotografieren. Die Tankanzeige steht auf zwei Balken, und so sollen wir das Auto zurückgeben. Das ist schwer einzuschätzen: Für etwa 4 OMRWährungseinordnung4 OMRReferenzkurs 18.03.20127,95 €Stand 08.10.20269,27 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, damals rund 8 €, lässt sich der Tank fast vollständig füllen. Unsere Vermieter begrenzen die Fahrleistung auf 200 Kilometer pro Tag. Auf vielen Straßen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, die von zahlreichen Radarkontrollen überwacht wird. Unser Mietwagen piepst beim Überschreiten von 120 km/h dauerhaft. Die Fahrzeuge auf den Straßen sind auffällig sauber.33Für stark verschmutzte Autos konnten sogar Geldbußen verhängt werden. Das Fahren ist im Allgemeinen unkompliziert, auch wenn die Straßenführung nicht überall klar ist. Maskat** ist deutlich auf den Autoverkehr ausgerichtet. Das Fahrverhalten erleben wir häufig als hektisch und teilweise rücksichtslos: Ein Fahrer setzt auf die Straße zurück, ohne auf den Verkehr zu achten, ein anderer telefoniert während der Fahrt. Gleichzeitig halten manche Fahrer freundlich an, um Fußgänger die Straße überqueren zu lassen. An Ampeln wird allerdings oft schon unmittelbar nach dem Umschalten auf Grün gehupt.

Durch Maskat

Für unsere erste Stadtrunde wählen wir Old Muscat und **Ruwi. Am Bait Al Zubair MuseumBait Al Zubair MuseumKulturmuseumMaskat · Oman23,614394° N · 58,58961° OMuseum in Old Muscat mit Sammlungen zur Kultur und Geschichte Omans.Offizielle Website Google Maps können wir problemlos parken. Das Museum ist gut gestaltet und zeigt sehenswerte Ausstellungsstücke. Auch das Café nebenan ist liebevoll eingerichtet, der Cappuccino jedoch nur durchschnittlich. Wir gehen weiter zum Omani-French MuseumOmani-French MuseumKulturmuseumMaskat · Oman23,614916° N · 58,591743° OMuseum im früheren französischen Konsulatsgebäude über die Beziehungen zwischen Oman und Frankreich.Google Maps , besuchen es aber nicht. Danach führt der Weg zum Fort Al MiraniFort Al MiraniFestungMaskat · Oman23,617274° N · 58,593294° OHistorische Küstenfestung am Hafen von Old Muscat.Google Maps und an einem gesicherten Marinegelände vorbei. Besonders beeindruckend ist der Al Alam PalaceAl Alam PalaceZeremonialpalastMaskat · Oman23,616256° N · 58,594867° ODer Zeremonialpalast des Sultans liegt zwischen den Festungen Al Mirani und Al Jalali.Google Maps . Der Zeremonialpalast des Sultans dient vor allem repräsentativen Zwecken; die frühere Aussage, er stehe leer, ist zu weitgehend. Wegen der Absperrungen sind Fotos nur aus einiger Entfernung möglich. In der Umgebung wird zu dieser Zeit viel gebaut.

Nach dem Rundgang fanden wir drei nebeneinanderliegende Restaurants. Viele Gerichte von der Karte waren erst abends verfügbar, wenn der Fleischspieß lief. Der Reis und die Säfte waren gut. Ärgerlich war, dass uns 0,900 OMRWährungseinordnung0,9 OMRReferenzkurs 18.03.20121,79 €Stand 08.10.20262,09 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert für eine Sauce und Brot berechnet wurden, obwohl wir beides nicht bestellt hatten. Die Sauce nutzte niemand, und das Brot sollte nach unserer Erwartung zum Hummus gehören. Auch in anderen Restaurants wurden ungefragt Wasser oder Salat auf den Tisch gestellt und später berechnet.

Vom Restaurant aus folgten wir der Muttrah CornicheMuttrah CornicheUferpromenadeMaskat · Oman23,6183° N · 58,5715° OUferpromenade zwischen dem Hafen und dem historischen Stadtteil Muttrah.Google Maps zum Port Sultan QaboosPort Sultan QaboosHafenMaskat · Oman23,629158° N · 58,563903° OGoogle Maps in Muttrah. Zuvor machten wir einen Abstecher zum Riyam ParkRiyam ParkParkMaskat · Oman23,622582° N · 58,578953° OKüstenpark mit einem weithin sichtbaren Monument in Form eines Weihrauchbrenners.Google Maps , der damals einen verlassenen und ungepflegten Eindruck machte. In einem kleinen Teich fehlte das Wasser. Laut Reiseführer war der Spielplatz dienstags Frauen und Kindern vorbehalten. Neben elektrischen Fahrgeschäften wurden Popcorn und andere Snacks verkauft; süßes Popcorn kostete 0,500 OMRWährungseinordnung0,5 OMRReferenzkurs 18.03.20120,99 €Stand 08.10.20261,16 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, salziges 0,200 OMRWährungseinordnung0,2 OMRReferenzkurs 18.03.20120,40 €Stand 08.10.20260,46 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Auffällig war das große Monument in Form eines Weihrauchbrenners. Der Zugang war gesperrt. Nach Aussage eines Snackverkäufers hatte die Verwaltung reagiert, weil Besucher oben häufig Müll zurückgelassen hatten. Er empfahl uns, den Wachmann zu fragen. Dafür war es jedoch zu spät, denn der Wachmann machte sich bereits auf den Heimweg.

Wir fuhren weiter nach Ruwi**. Zunächst suchten wir die Haltestelle für die Rückfahrt. Sie war auf der Karte gut eingezeichnet und lag direkt am Kreisverkehr gegenüber dem KFC. Dort ließ sich das Auto gut abstellen, und das Zentrum von Ruwi war schnell erkundet. Das trockene Flussbett war mit allerlei Gegenständen vollgestellt. Außerdem sahen wir den Uhrturm und eine LED-Anzeige mit Aktienkursen.

Nach Einbruch der Dunkelheit besuchten wir mehrere Autohäuser, die nahe beieinander lagen, darunter Betriebe der **OTE Group. Die Showrooms von Chevrolet und anderen Marken waren groß; am meisten beeindruckte uns das Gebäude von Toyota und Lexus. Das Volkswagen-Gebäude wirkte dagegen schlicht, und bei Bentley stand nur ein Auto im Showroom. Die Verkäufer waren freundlich und wiesen darauf hin, dass auch Fahrzeuge exportiert werden konnten. Mit zwei Mitarbeitern kamen wir länger ins Gespräch. Ein Verkäufer aus Indien berichtete, er verdiene rund 400 OMRWährungseinordnung400 OMRReferenzkurs 18.03.2012795,04 €Stand 08.10.2026927,04 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert im Monat; Omanis und Beschäftigte im Staatsdienst verdienten nach seiner Aussage mehr. Ein Audi-Verkäufer erzählte von seinem Besuch in München und zeigte uns auf seinem BlackBerry Bilder der Reise. Außerdem gab er uns Tipps für unsere weitere Route.

Zum Abschluss des Abends fuhren wir ins City Centre MuscatCity Centre MuscatEinkaufszentrumMaskat · Oman23,599191° N · 58,247969° OOffizielle Website Google Maps . Wie bei anderen Einkaufszentren war das Parken kostenlos. Mit der Eröffnung der Oman Grand Mall im Jahr 2012 bekam das City Centre neue Konkurrenz. Im Vergleich zu den großen Malls in Dubai** wirkte es dennoch überschaubar. Es gab bekannte Markenläden wie Swatch und Adidas, einen Starbucks und einen großen Carrefour. Markenprodukte kosteten ähnlich viel wie in Europa, ein iPhone oder Adidas-Shirt war daher kein Schnäppchen. Interessant war die Herkunft der Lebensmittel: Viel Obst und Gemüse kam aus Indien, anderes aus Ägypten. Kartoffeln aus Saudi-Arabien waren am günstigsten, Ware aus Australien und Europa am teuersten. Haselnüsse kamen aus den Niederlanden. Auch Bittergurken, auf Englisch sour gourd oder bitter melon, waren erhältlich. Neben Lebensmitteln gab es zahlreiche Nonfood-Artikel, darunter günstige Spielkonsolen und MP3-CDs mit mehreren hundert Liedern.

Küstenroute nach Sur

Unser Tagesziel war Sur. Der erste Stopp war QurayyatQurayyatStadt / OrtOman23,6053° N · 58,9091° O5 m ü. NNGoogle Maps , anschließend führte die Straße ab Dibab an der Küste entlang. Laut Karte sollte es bei Fins und Tiwi schöne Strände geben. Die von uns angesteuerten Abschnitte waren ruhig, aber eher felsig als sandig. Kurz hinter Bimmah wies ein Schild zum Hawiyat Najm Park mit dem Bimmah SinkholeBimmah SinkholeDolineBimmah · Oman23,03584° N · 59,07193° OWassergefüllter Kalksteineinbruch im Hawiyat Najm Park an der Küstenstraße nach Sur.Google Maps , einem wassergefüllten Kalksteineinbruch.4sprache4Der arabische Name „Hawiyat Najm“ bedeutet sinngemäß „Brunnen des fallenden Sterns“. Tatsächlich entstand das Sinkhole durch den Einsturz von Kalkstein und nicht durch einen Meteoriten. Der Eintritt war damals frei. Das klare, türkisfarbene Wasser und die kleinen Fische machten den Ort zu einer besonderen Sehenswürdigkeit. Die Anlage war gut erschlossen, trotzdem waren nur wenige Besucher dort. Ich dachte dabei an Sri Lanka, wo ausländische Besucher an vergleichbaren Orten nach meiner Erfahrung häufig deutlich höhere Eintrittspreise zahlten.

Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichten wir Sur und den Fischereihafen SurFischereihafen SurFischereihafenSur · Oman22,5754° N · 59,5334° OGoogle Maps . Es war schon spät und daher wenig los; morgens kamen die Fischer mit ihrem Fang. Die Altstadt gefiel uns mit ihren älteren Gebäuden und kleinen Restaurants. Große internationale Ketten wie McDonald's prägten das Bild damals noch nicht. Am Wasser lag das Fath Al-Khair Maritime MuseumFath Al-Khair Maritime MuseumSchifffahrtsmuseumSur · Oman22,561104° N · 59,531538° OMuseum zur omanischen Seefahrt und zur langen Tradition des Dhow-Baus in Sur.Google Maps mit einer großen Dhau, einem hochseetauglichen traditionellen Segelschiff, die um 1920 gebaut worden war. Sie erinnerte daran, dass Sur lange ein wichtiges Zentrum des omanischen Schiffbaus war. In einem Restaurant trafen wir erstmals seit längerer Zeit wieder andere Touristen, die uns im übrigen Land nur selten aufgefallen waren.

Nizwa und das Landesinnere

Am nächsten Tag verließen wir Maskat in südwestlicher Richtung; das Tagesziel war Nizwa. An der Autobahn standen zahlreiche Blitzer, einmal sahen wir auch eine mobile Geschwindigkeitskontrolle. Für den Besuch der Sultan-Qaboos-MoscheeSultan-Qaboos-MoscheeMoscheeMaskat · Oman23,583787° N · 58,388518° ODie 2001 eröffnete Große Moschee zählt zu den wichtigsten Bauwerken und Sehenswürdigkeiten Maskats.Offizielle Website Google Maps durch Nichtmuslime war es bereits zu spät, deshalb verschoben wir ihn. In Fanja bildeten Palmen und andere Pflanzen einen frischen Kontrast zur steinigen Landschaft. Hinter Fanja wurde das Gelände bergiger. Die Straße führte durch die Sumail-Schlucht zwischen den Gebirgszügen des Hadschar-GebirgeHadschar-GebirgeGebirgeAl-Hamra · Oman23,2350° N · 57,2625° OGoogle Maps . Zu diesem Gebirge gehört auch der Jabal ShamsJabal ShamsBergAl-Hamra · Oman23,237388° N · 57,263794° ODer höchste Berg Omans liegt im westlichen Hadschar-Gebirge.Google Maps , mit rund 3000 Metern der höchste Berg Omans. Auf Höhe von Izki wurde das Gelände flacher, bevor wir Nizwa erreichten.

Nizwa ist vor allem für den weiterhin aktiven Nizwa SouqNizwa SouqTraditioneller MarktNizwa · Oman22,9335° N · 57,5296° OTraditioneller Markt unmittelbar neben dem Fort von Nizwa.Google Maps , das Nizwa FortNizwa FortFestungNizwa · Oman22,933183° N · 57,530088° OFestungsanlage aus dem 17. Jahrhundert mit einem massiven Rundturm und Blick über Nizwa.Offizielle Website Google Maps und seine Moscheen bekannt. Am Nachmittag waren die Marktbereiche fast leer. Im leicht gekühlten **Fleischsouk lagen noch Tierabfälle auf dem Boden. Wegen der Mittagshitze hatten viele Geschäfte geschlossen. Bei unserem Besuch passten die Öffnungszeiten der Souvenirläden schlecht zu denen des Forts: Mittags war das Fort geöffnet, die Läden aber geschlossen; gegen 16 Uhr schloss dann das Fort.

Das Nizwa FortNizwa FortFestungNizwa · Oman22,933183° N · 57,530088° OFestungsanlage aus dem 17. Jahrhundert mit einem massiven Rundturm und Blick über Nizwa.Offizielle Website Google Maps wird von einem massiven runden Festungsturm geprägt, der etwa 30 Meter hoch ist und einen weiten Blick über die Region bietet. Der Eintritt kostete 2012 nur 0,5 OMRWährungseinordnung0,5 OMRReferenzkurs 18.03.20120,99 €Stand 08.10.20261,16 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Die Anlage war bis 1990 umfassend restauriert worden. Das Museum erklärte unter anderem traditionelle Kleidung und die Färbung mit Indigo. Schautafeln zeigten Falltüren und andere Verteidigungsanlagen. Außerdem wurde erläutert, dass Angreifer durch Öffnungen mit heißem Wasser, Öl oder auch Dattelsirup abgewehrt werden konnten.55Nicht nur heißes Wasser und Öl dienten der Verteidigung: Der im Oman reichlich vorhandene Dattelsirup konnte ebenfalls durch Öffnungen auf Angreifer gegossen werden.

Als es fast dunkel war, gingen wir in ein Restaurant und bekamen ein gutes Essen: Mutton Masala und Shrimp Masala, dazu Reis mit klein geschnittenen Früchten und Rosinen. Alles war gut gewürzt. Das Restaurant war einfach eingerichtet, aber etwas teurer als die zuvor besuchten Lokale. Möglicherweise lag das an Nizwas** Bedeutung als eines der wichtigsten Reiseziele im Landesinneren.

Viele kleine Geschäfte schlossen mittags für einige Stunden und öffneten dafür bis spät am Abend; Supermärkte waren zum Beispiel bis 23 Uhr geöffnet.

Zurück in Maskat

Es war Freitag, und wir fuhren noch einmal zur Sultan-Qaboos-MoscheeSultan-Qaboos-MoscheeMoscheeMaskat · Oman23,583787° N · 58,388518° ODie 2001 eröffnete Große Moschee zählt zu den wichtigsten Bauwerken und Sehenswürdigkeiten Maskats.Offizielle Website Google Maps . Für nichtmuslimische Besucher ist sie freitags geschlossen; die üblichen Besuchszeiten lagen an den übrigen Tagen am Vormittag. Entsprechend ruhig war es, und die sonst zahlreichen Reisebusse fehlten. Danach fuhren wir nach Ruwi und ließen uns für die Rückfahrt nach Dubai zwei Sitzplätze im ONTC-Bus bestätigen. Gegenüber dem Terminal lag ein KFC, dessen Türen kurz vor 13 Uhr während des Freitagsgebets geschlossen waren. Vielleicht war der freie Freitag auch der Grund, warum sich dort besonders viele Filipinos aufhielten.

Etwas außerhalb des Zentrums von Maskat liegt das Al Bustan PalaceAl Bustan PalaceHotelMaskat · Oman23,567929° N · 58,615326° OStaatliches Palasthotel an einer geschützten Bucht südöstlich von Old Muscat.Marriott International · The Ritz-Carlton — Heutige MarkenzugehörigkeitGoogle Maps . Seit dem 1. Juli 2011 führte Ritz-Carlton das Management des staatlichen Hotels; zuvor war es von InterContinental betrieben worden. Das Haus war eindrucksvoll, ebenso wie die damaligen Preise von etwa 300 € pro Nacht. Schon die Zufahrt durch eine bewässerte Anlage und eine Allee war ein Erlebnis. Die große Empfangshalle erinnerte an einen Palast, im Hintergrund lief ruhige Musik und die Luft roch nach Weihrauch. Wir bestellten Getränke für jeweils etwa 3 OMRWährungseinordnung3 OMRReferenzkurs 18.03.20125,96 €Stand 08.10.20266,95 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert; Servicegebühr und Steuern kamen hinzu. Auch hier bediente uns eine Filipina. Der Strand bestand überwiegend aus Sand mit einigen Steinen. Der direkte Zugang war Hotelgästen vorbehalten; ein öffentlicher Zugang war nur über einen längeren Weg an der Anlage vorbei möglich. Das Resort vermittelte deutlich den Eindruck eines exklusiven Rückzugsorts, in dem sich wohlhabende Gäste auf dem perfekt gepflegten Rasen entspannten.

Vom Hotel fuhren wir zum Qurum Natural ParkQurum Natural ParkStadtparkMaskat · Oman23,61902° N · 58,48976° OGoogle Maps . Die grünen Rasenflächen wurden von Einheimischen und ausländischen Arbeitskräften genutzt, der künstliche See war bei unserem Besuch jedoch ausgetrocknet. Einige Kilometer weiter erreichten wir Qurum BeachQurum BeachStrandMaskat · Oman23,625565° N · 58,479822° OBreiter Sandstrand im Maskater Stadtteil Qurum.Google Maps . Der breite Sandstrand erstreckte sich kilometerlang. In den Cafés konnte man auf das ruhige Meer blicken; später öffnete auch ein Starbucks mit kostenlosem WLAN. Anschließend fuhren wir zum Grand Hyatt MuscatGrand Hyatt MuscatHotelMaskat · Oman23,609034° N · 58,44389° OStrandhotel im Maskater Stadtteil Shatti Al Qurum.Hyatt · Grand Hyatt (heutige Zuordnung)Google Maps . Dort war es voller und lauter als im Al Bustan Palace. Am Strand beobachteten wir Einheimische beim Fußballspielen; auf einigen Feldern gab es sogar Schiedsrichter. Den Sonnenuntergang konnten wir wegen der dichten Staubschicht am Horizont nicht sehen.

Um 19 Uhr gaben wir den Mietwagen zurück. Insgesamt bezahlten wir 74 OMRWährungseinordnung74 OMRReferenzkurs 18.03.2012147,08 €Stand 08.10.2026171,50 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert für vier Tage, zwei Fahrer, den Abholservice und 200 zusätzliche Kilometer. Der Tank war voller als vereinbart, doch beim damaligen Benzinpreis von 0,12 OMRWährungseinordnung0,12 OMRReferenzkurs 18.03.20120,24 €Stand 08.10.20260,28 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert, etwa 0,24 €, pro Liter ließ sich das leicht verschmerzen. Nach einer letzten Übernachtung hatten wir vor dem Bus nach Dubai noch Zeit und fuhren für 2,5 OMRWährungseinordnung2,5 OMRReferenzkurs 18.03.20124,97 €Stand 08.10.20265,79 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert mit dem Taxi zur Sultan-Qaboos-MoscheeSultan-Qaboos-MoscheeMoscheeMaskat · Oman23,583787° N · 58,388518° ODie 2001 eröffnete Große Moschee zählt zu den wichtigsten Bauwerken und Sehenswürdigkeiten Maskats.Offizielle Website Google Maps . Die Anlage ist für insgesamt etwa 20 000 Gläubige ausgelegt und gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Maskats. Entsprechend viele Reisegruppen waren dort. Auffällig fanden wir einige Touristen, die sich wie Omanis kleideten, darunter einen Mann im weißen Gewand, unter dem sein Hawaii-Hemd zu erkennen war. Besucher mussten die Kleidungsvorschriften der Moschee beachten. Für die Rückfahrt verlangten einige Taxifahrer zunächst 5 OMRWährungseinordnung5 OMRReferenzkurs 18.03.20129,94 €Stand 08.10.202611,59 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Wir gingen ein Stück weiter und fanden ein Taxi für 2 OMRWährungseinordnung2 OMRReferenzkurs 18.03.20123,98 €Stand 08.10.20264,64 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert. Nach dem Auschecken brachte uns ein weiteres Taxi für 5 OMRWährungseinordnung5 OMRReferenzkurs 18.03.20129,94 €Stand 08.10.202611,59 €12 Monate bis 08.10.2026Kursquelle: Frankfurter · lokal gespeichert zum ONTC-Terminal. Um 14:30 Uhr waren wir vor Ort; um 14:58 Uhr fuhr der Bus nach Dubai ab. An der Grenze ging es etwas schneller als auf der Hinfahrt. Alle Koffer wurden ausgeladen, durchleuchtet und wieder verstaut, das Handgepäck blieb im Bus. Nach etwa sieben Stunden endete die Fahrt am ONTC-Terminal in Dubai.

Rückfahrt über die Grenze

Mit dem ONTC-Bus von Maskat nach Dubai

gesamt7 Std.

MaskatDubai

  1. ONTC-Bus über die Grenze nach Dubai

    7 Std.

    Etappe 1: ONTC-Bus über die Grenze nach Dubai, Bus, 7 Std..

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Erwähnte Orte in Oman

21 Positionen aus den Reiseberichten.

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  1. Sultan-Qaboos-MoscheeMoschee
  2. Samara HotelHotel
  3. Bait Al Zubair MuseumKulturmuseum
  4. Omani-French MuseumKulturmuseum
  5. Fort Al MiraniFestung
  6. Al Alam PalaceZeremonialpalast
  7. Muttrah CornicheUferpromenade
  8. Port Sultan QaboosHafen
  9. Riyam ParkPark
  10. City Centre MuscatEinkaufszentrum
  11. Bimmah SinkholeDoline
  12. Fischereihafen SurFischereihafen
  13. Fath Al-Khair Maritime MuseumSchifffahrtsmuseum
  14. Hadschar-GebirgeGebirge
  15. Jabal ShamsBerg
  16. Nizwa SouqTraditioneller Markt
  17. Nizwa FortFestung
  18. Al Bustan PalaceHotel
  19. Qurum Natural ParkStadtpark
  20. Qurum BeachStrand
  21. Grand Hyatt MuscatHotel