Köln

Die Stadt am Rhein ist mit einer Million Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt in NRW und viertgrößte Stadt Deutschlands. Legendär sind der Kölner Dom, die Staus auf den Brücken, WDR und RTL, der bunte Karneval und die größten Gay-Communitys in Deutschland.

Den Kölner Dom brauche ich als Sehenswürdigkeit/TODO nicht zu extra zu empfehlen. Was es sonst gibt:

  • Die Kölner Seilbahn bringt Passagiere über den Rhein und verbindet Zoo/Flora und Rheinpark (beides für sich genommen schon zwei schöne Stellen in Köln). Ein Strecke kostet 4,50 € und ist das Wetter etwas besser muss man einiges an Wartezeit mitbringen, die Gondeln fassen maximal 4 Personen.

Durch gigantischen Pfusch ist das Stadtarchiv eingestürzt,  die Restaurationen werden auf 30 Jahre geschätzt. Dem Publikum bleiben jedoch weitere Archive und Museen enthalten,  http://www.museenkoeln.de/ listet sie auf.

  • Museum Ludwig. Es liegt direkt neben dem Dom und beherbergt nach eigenen Angaben „die umfangreichste Pop Art Sammlung Europas“.  Kunst nimmt ja jeder anders wahr, wenn ich mir nach 11 € Eintritt einige Dinge anschaue, denke ich nur, einige Künstler müssen sexuell gestört sein … Das Restaurant ist leider alles andere als chic — Plastikfrüchte um den Spiegel wirken nur billig.
  • Kulturquartier am Neumarkt/Museum Schnütgen. Das Museum Schnütgen widmet sich voll der christlichen Kunst im Mittelalter, ein Teil der Ausstellung findet man in der Kirche. Viel Multimedia und Objekterklärungen darf man nicht erwarten, vielleicht auch deshalb, weil vieles in Forschungsarbeiten noch zu erarbeiten gilt. Direkt nebenan ist das Kulturquartier, das sich auf drei Etagen mit verschiedenen Kulturen beschäftigt. Das Ausstellungsdesign ist prima. Zusammen kosten die Ausstellungen 9 €.

Unterwegs ist man gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wobei mein Liebling Car2Go ist. Ein Smart des Car-Sharing-Anbieters steht fasst immer hier um die Ecke — statt zwei Tickets für die S-Bahn oder U-Bahn zu kaufen steigen wir ins Auto, fahren im Geltungsbereich wohin wir wollen, lassen es dort stehen und geben es wieder frei. Auf dem Weg zurück finden wir in der Regel wieder ein anderes freies Auto oder nehmen die Öffis zurück.

Viele Kulturen sind in Köln zu Hause, was sich in ein breites kulinarisches Angebot niederschlägt. Eine kleine Auswahl, meine Lieblinge zuerst:

  • Sasan, italienisches orientiertes Restaurant am Hohenstaufenring. Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt, Mittagessen für 4 €, Frühstück/Brunch am Wochenende für schlanke 7,90 €.
  • Eis Café Breda am Rudolfplatz gehört für mich zu den besseren Eiscafes. Ein sehr guter Geschmack, kreative Eiskombinationen, Anrichtung wie im Magazin, große Portionen kommt zu einen fairen Preis perfekt zusammen. Wird es Sommer ist das Café voll und es wirkt etwas hektisch, vom Gefühl her werden die Portionen kleiner und liebloser zubereitet.
  • Olivia culinaria italia in der Mittelstraße zählt für mich zu den großartigsten (italienischen) Feinkostläden. Absolut nicht günstig, doch Geld kann man ja auch nicht essen.
  • SUSHIOU ist mittlerweile mit vier Restaurants in Köln vertretet, am Anfang stand das SUSHIOU in der Christophstr. 41 (am Mediapark). Für einen Festpreis von 24,90 € gibt es All-you-can-eat (Cola 1,90 € für 0,2l). Es ist schnell voll und eine Reservierung ist angeraten. Geschmacklich und von der Auswahl ist es gut, Lachs ist überrepräsentiert.
  • Habibi an der Zülpicher Straße 28 ist schon lange kein Geheimtipp mehr: Leckeres Essen treibt die (oft studentischen) Besucher nur so in den Laden. Im Mittelpunkt stehen Gerichte mit Falafel, Schawarma Hommos. Bezahlung ist eher unkonventionell bei diesem Imbiss nach dem Essen, wie im Restaurant — keine Ahnung wie die Betreiber bei dem Ansturm das im Blick halten können.

Weitere empfehlenswerte Einrichtungen, entweder wegen dem Essen/Trinken oder wegen der Einrichtung:

  • Cafe Reichard. Geile Einrichtung, aber etwas kranke Preise: Apfelstrudel (mit igitt-Sauce) 6,50 €, Cappuccino 4,10 €, Kännchen Kaffee 5,70 €, Spagetti Waldpilze 9,50 €. Die Toilettenabteilung ist da ganz anders: alles modern, es schaut einem ein kopfroter Japaner an den USA-großen-Toilette an. Die Tür sollte eigentlich über einen Bewegungsmelder intransparent werden, doch irgendwie klappt das nicht.
  • Sushi am Ring hat ein Laufband und ein All-you-can-eat für 24,90 €. Die Auswahl könnte besser sein, mir hat irgendwie die Abwechselung gefehlt. Doch in der Summe ist es in Ordnung, insbesondere für den Preis. Meistens findet man auch noch einen Platz, was man sicherlich nicht für jedes Sushi-Restaurant sagen kann (Nagoya und Kiku und Sumo sind nicht weit). Am Hohenzollernring natürlich ganz optimale Lage.
  • Die Puszta Hütte am Neumarkt ist für mich ein betriebswirtschaftliches Wunder. Es gibt nur ein Produkt (Gulasch) und das seit 1948. Für 3,90 € bekommt man in einem Metallschale eine Portion Gulasch mit Brötchen, ein Nachschlag mit Sauce ist frei, ein weiteres Brötchen kostet 50 Cent. Die Ungarische Gulaschsuppe kann man im Shop nebenan auch kaufen und zuhause aufwärmen, durch die Preise ist es aber eher ein Luxusartikel. Immer sind Leute im Restaurant, drinnen wie draußen, eine Kölner Institution.
  • The Grill ist was die Inneneinrichtung angeht mein Lieblingsrestaurant. Allerdings kann ich das von den Burgern und dem Vorspeisenbrot nicht sagen — das Brot zu Beginn wurde zwar vorher frisch aufgebacken, doch lag es zu lange vor dem Servieren, sodass es hart wurde (der Bedienung war das auch klar und hat es dem Management gesagt, die sah aber keine Handlungsbedarf). Die Burger sind nicht luftig sondern schwer und liegen genauso im Magen. Für 11,50 € (Chilli Cheese Burger schmeckte nicht nach Chilli) und 12,50 € (Peanut Butter Burger, schmeckte nicht nach Erdnussbutter) sollte das besser ein. Eine Coca Zero 0,33 kostete 2,75 €.
  • Beim Mongo’s wählt man aus vielen Schalten Gemüse, Fleisch, Fisch und Gewürze aus und bekommt es anschließend gebraten. Das Büfett (genannt „Foodmarket“) wirkte frisch, nur trieb es meine Freundin und mich später einige Male in die Porzellanabteilung; etwas anders hatten wir nicht gegessen. Der Preis gestaltet sich nach der Anzahl Portionen: eine Schale (14,90 €, Preis vor 18 Uhr), zwei Schalen (18,90 €) oder beliebig viele Schalen (21,90 €). Eine gut gefüllte Schale von „Mongo´s One Way“ machte uns komplett satt, mit mehreren Schalen kann man jedoch „Themen“ setzen, also etwa eine Curry-Pfanne, ein Fisch-Gericht, usw.
  • Taco Loco, Mexikanisches Restaurant gleich vier Mal in Köln, wir waren am Zülpicher Platz, genannt „Taco Loco City“. Portionen in Ordnung, Preise gehoben. Cola 0,3 (2,40 €), Combination (13,50 €), House Sampler (11,90 €). Nette Bedienung schwänzelte um uns herum.
  • Garten Eden am Hohenzollernring bietet Asiatisches Essen, Sushi und eine kleine Theke mit Fleisch und Fisch, das man grillen lassen kann. Die Sushi-Auswahl ist nicht so groß, aber akzeptabel. Neben den üblichen für Europäer zurechtgestutzte Speisen gibt koreanisches wie Kimchi. Wegen des guten Preis-Leistungsverhältnisses kann ich das Restaurant empfehlen, geschmacklich liegt es nicht ganz oben.
  • Tutto Restaurant. Liegt direkt in der Innenstadt und bietet ein All-you-can-eat Buffet für 8,90 €. Das Ambiente ist gut, es gibt viel Salat, die Pizza und Pasta (Nudeln) liegen aber relativ lange, Lasagne gab es bei unserem Besuch nicht. Für mich befriedigend.
  • Buffet Chen nahe Barbarossaplatz bietet jeden Tag Buffet für 7,90 € (abends 12,90 €). Die Auswahl und der Geschmack gehen in Ordnung, typisch Asia-Essen in Deutschland. Einfache Sushis gibt es ebenfalls.
  • Sweet Sushi auf dem Berlich (nahe  Neumarkt) finden sich insbesondere zur Mittagszeit viele Speisende ein, die leichte Sushis zu sich nehmen. Für 7 Euro bekommt man ein Sushi Maki Set mit Suppe, das geht in Ordnung. Gleich danach kann man nebenan im Café einen Espresso zu sich nehmen und wieder zur Arbeit gehen.
  • Das Yummy Town in Köln Zollstock bietet für schlanke 7,90 € eine Mittagsbuffet an — die Tröge in der „Pracht asiatischer Lebenskultur“ sind allerdings schnell leer. Abends gibt es eine größere Auswahl, auch einen Grill. Die Sushis sind etwas hart, geschmacklich OK, hier passt eher das Preis-/Leistungsverhältnis.

Neutral ohne großes Für und Wider:

  • Restaurant Athen am Neumarkt. Ehr gehoben im Preis (Bifteki 13 €, Samos 0,2 5,5 €) und dafür gibt es wenig auf den Teller. Das Ambiente ist gut, es ist immer sehr voll.
  • Eckart Fleischerei und Speisen auf der Neue Langgasse ist nahe vom Neumarkt und bietet ein abwechselndes Programm an Gerichten und die Zielgruppe sind Mitarbeiter, die ihre Mittagspause halten. Frikadellen und Pommes-Currywurst sind kein Tipp.

Kein Tipp ist auch ein Tipp:

  • Marco Polo am alten Markt kann nur mit der Lage punkten. Das Eis ist klein, der Flammkuchen nicht richtig kross. Mit der Kritik bin nicht alleine. Keine Empfehlung.
  • Ich weiß nicht, wie es mit den anderen Speisen aussieht, aber die „Currywurst für Große“ für 3,95 €
    im Diners Bistro Restaurant am Neumarkt ist mit die Übelste, die uns ins Köln untergekommen ist. Selten habe ich nach dem Essen Bauchweh bekommen und „für Große“ heißt wohl, dass Kindermägen daran implodieren. Die Amerika-Fahne wertete das Essen optisch auf, aber kein Piko geschmacklich.

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