Leipzig

Leipzig ist eine wunderbare Stadt, knapp 1/2 Millionen Einwohner. Musik steht im Mittelpunkt, Johann Sebastian Bach („Mein Leipzig lob‘ ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.“) lebte lange Jahre in Leipzig, auch dort gestorben, ebenso Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Messe in Leipzig gehört zu den ältesten Messen der Welt, behielt die Bedeutung auch in der DDR-Zeit, doch heute sind viele der Messehallen verfallen bzw. werden eher für Ramschläden verwendet. Die Innenstadt bietet noch viele Häuser aus der Gründerzeit. Etwas außerhalb vom Stadtkern verfallen viele Gebäude, schade.

So gern ich Leipzig auch mal, zu den unangenehmen Ereignissen zählt, dass man mir von meinem Fahrrad die Bremsen abgebaut hat, als ich das Fahrrad einmal draußen stehen lies. Das zu ersetzen kostete mich 80 € und natürlich Ärger. Der Einbruch in mein Wohnmobil kam mir teurer zu stehen, zum Glück wurde nichts geklaut. Der Aufkleber für eine linke Gruppierung auf meinem Wohnmobil konnte der Kärcher schnell lösen.

Zu den interessanten Sehenswürdigkeiten und Tu’s zählen:

  • Hauptbahnhof. Größter Kopfbahnhof Europas (zählt man die überbaute Fläche)
  • Bundesverwaltungsgericht (ehemaliges Reichsgerichtsgebäude)
  • MDR-Zentrale und oben die Aussichtsmöglichkeiten. Man kann auch essen dort, aber am Wochenende nur mit Voranmeldung
  • Gewandhausorchester Leipzig und gegenüber das Opernhaus
  • Zoologische Garten Leipzig (Getränke teuer, besser mitnehmen)
  • Völkerschlachtdenkmal (etwas außerhalb)
  • Grassi: Unglaublich umfangreiches Museum, immer wieder mit Sonderausstellungen
  • Zeitgeschichtliches Forum Leipzig/Haus der Geschichte. In der Innenstadt Museum mit freiem Eintritt. Perfektes Museumsdesign

Essen und Trinken gibt es natürlich überall, aber vermehrt in

  • Karl-Liebknecht-Straße (Südvorstadt)
  • Gottschedstraße. Interessant auch wegen des Mahnmals; 140 Bronzestühle bilden den Grundriss der ehemaligen Leipziger Synagoge nach

Eine kleine Auswahl:

  • Asia-Restaurant Goldene Krone. Das All-You-Can-Eat zu einem günstigen Preis ist einer der Gründe für einen Besuch, aber ein Muss für das Restaurant ist die großartige Aufmachung, denn die Eigentümer haben alles Bambus aus Vietnam einfliegen lassen.
  • Ratskeller der Stadt Leipzig. Sehr interessantes ritterlich anmutendes Restaurant im Rathaus von Leipzig. Nicht ganz günstig, aber auf jeden Fall einen Blick wert
  • Hofe am Brühl ist ein neues Einkaufszentrum in Leipzig. All you eat Susi gibt es für ca. 12 € in Sushi & Nem, das ist Ok.
  • Am Augustusplatz liegt Vapiano, ein schönes Italienisches Restaurant. Eine Pizza gibt es für ca. 7 €.
  • Mintastique. Leipzig erstes Cupcake Café. Sehr nett, Cupcakes prima, Kaffee auch. Auch im Hofe am Brühl bekommt man mittlerweile Cupcakes.
  • Cafe Kandler in der Nikolaistrasse ist eine Konditorei und backt selbst. Kompletter Kuchen ca. 16 €.
  • Chinabrenner. Gießerstr. 18 (Stadtteil Plagwitz). Nennt sich authentisches China-Restaurant. Nettes Fabrik-Gebäude, aufgebaut von einem Deutschen, der in China die Zubereitung gelernt hat. Merkwürdig, dass keine Chinesen die Bestellungen entgegennehmen, eher unfreundliche Deutsche. Sonderwünsche werden etwas wirsch abgeblockt. Essen ist definitiv authentischer als das, was man in den normalen China-Restaurants bekommt, aber in China schmeckt es mir doch besser. Typischer runder Drehteller fehlt. Sehr teuer und Portionen sind verhältnismäßig klein. Ich würde nicht noch einmal hingehen.
  • La Boum in der Karl-Liebknecht-Straße machte einen weniger guten Eindruck auf mich. Die Bedienung machte klar, dass zur Cocktail-Happy-Hour nur genau eine Person zwei Cocktails trinken kann, aber nicht die Begleitung.
  • Im Petersbogen gibt es unten einen Vietnamesen, der hat nativen Kaffee in einem interessanten Tropf-Gefäß, aber das Essen gefällt uns nicht immer.
  • Leipzig hat (mindestens) zwei Schnitzel-Buden, eines ist Schnitzel-Culture, ein anderes unten im Petersbogen. Im Ersten gibt es über über 200 Schnitzelvarianten, wir fanden das in Ordnung. Das im Peterbogen war auch in Ordnung, allerdings beides keine Adressen, wo es uns wegen kulinarischer Gemacksorgasmen wieder hintreiben würden.
  • Cafe Grundman. Es gibt Wiener Schnitzel (16,50 €), das ist ganz gut, allerdings ohne Pommes. In der Gruppe hatten wir noch Rumpsteak (16 €, interessanterweise ohne Sättigungsbeilage, aber viel gerilltes Gemüse, sah gut aus, doch Fleisch etwa sehnig) und Kalbsgeschnetzeltes (10 €, war in Ordnung, nur die Soße leicht flockig). Gulasch gibt es nicht und insgesamt hast die Speisekarte nicht so viel warme Gerichte zu bieten. Die Bedienung erschien und unfreundlich, unmotiviert, Kuchensorten (von denen es nicht viele gab) wusste sie auch nicht aus dem Kopf, wobei Backwaren eigentlich im Mittelpunkt des von Konditorenmeistern bewirtschaften Café sein sollten. Der Milchkaffee (3,50 €) war vielleicht sogar das Beste.
  • Restaurant SAFARI. Wohl das einzige afrikanische Restaurants Leipzigs. Die Kritiken kann ich teilen, dass es hier sehr lange dauert und von der Karte kaum etwas da ist. Ich muss da nicht noch einmal hin.
  • KONTAKT SHIKI SUSHIBAR. Ich mag die kleinen Schiffchen hier, doch als wir dort waren fuhren nur ein paar wenige Bötchen vorbei und die auch noch immer mit der gleichen Ladung; das war langweilig. So zahlen wir 2 x 3 € für die Sushi und für ein Mango-Saft 0,4 l dann noch mal 3,50 €. Für mich keine Empfehlung.

Noch zu testen: http://www.coffe-baum.de/.

Das AO Hostel ist ein nettes, zentrales und günstiges Hotel in Leipzig. Das Hotel liegt direkt gegenüber dem Hbf. und ist somit absolut zentral. Die Zimmer sind hell und modern. Habe für die Übernachtung im Einzelzimmer gerade einmal 27 Euro (ohne Frühstück) bezahlt. WLAN-Internet ist auch sehr günstig. Zimmer sind leise durch zwei Lagen von Fenstern.

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