Namibia in der WeltAnimierter Globus, der sich auf Namibia ausrichtet und in derselben Kartenprojektion näher kommt.

Namibia

reisezeit
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03.04.2008 – 03.05.200813.12.2008 – 17.12.2008Januar 2009 – 10.01.200912.10.2010 – 19.10.201019.11.2011 – 01.12.201111.12.2011 – 18.12.2011
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land kompakt

Auf einen Blick

Hauptstadt
Windhoek
Staatsform
Republik
Währung
Namibia-Dollar (NAD)
Fläche
ca. 826 000 km²
Bevölkerung
ca. 2,5 Mio. (2024)
Sprachen
Englisch; Deutsch; Afrikaans
Religionen
Christlich; traditionelle Religionen
Stromsystem
220 V · 50 Hz · Steckertyp D/M
Telefonvorwahl
+264
Zeitzone
Central African Time (UTC+2)

klima

Temperatur & Niederschlag

Windhoek · Klimanormal 1991–2020 (NASA POWER / MERRA-2)

Mittlere Monatstemperatur und mittlerer Monatsniederschlag für Windhoek25°10018°5010°0JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
● Temperatur (°C)▮ Niederschlag (mm)

tageslicht

Helle Stunden im Jahreslauf

10.6–13.4 Std. Tageslicht · 23° S

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang im Jahreslauf für Namibia06121824JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Helle Fläche: Tageslicht · Mittlerer Monatstag · solare Ortszeit

Namibia war mein erstes richtiges afrikanisches Land, und ich war viermal dort: April 2008, Dezember 2008, Oktober 2010 und November 2011. Diese Seite fasst zusammen, was sich aus meiner Sicht lohnt und was nicht. Die Geschichten dazu stehen in den verlinkten Reiseberichten.

Kurz gesagt: Namibia ist ein Land für Selbstfahrer. Die Weite der Landschaft ist traumhaft, nachts leuchtet die Milchstraße so klar wie nirgends in Deutschland, und das Land gilt als sicher und touristisch gut erschlossen. Die Städte sind dagegen eher Durchgangsstationen. Mit gut 3 Millionen Einwohnern (Volkszählung 2023) auf mehr als doppelt so viel Fläche wie Deutschland ist man oft stundenlang allein unterwegs.

Bevölkerungsentwicklung in Namibia

Einwohner in Millionen01234198119912001201120261981: Volkszählung – 1 033 196 Einwohner1991: Volkszählung – 1 409 920 Einwohner2001: Volkszählung – 1 830 330 Einwohner2011: Volkszählung – 2 113 077 Einwohner2023: Volkszählung – 3 022 401 Einwohner2024: Projektion – 3 048 184 Einwohner2025: Projektion – 3 117 755 Einwohner2026: Projektion – 3 187 766 Einwohner
VolkszählungProjektion

Der Volkszählungswert für 1981 stammt aus der National Population Policy.

Die Projektion stammt aus den Bevölkerungsprojektionen 2023–2053 der Namibia Statistics Agency. Für 2026 ergibt das rund 3,19 Millionen Einwohner im mittleren Szenario; es handelt sich um eine Modellrechnung, keine neue Volkszählung.

Windhoek

WindhoekWindhoekStadt / OrtNamibia22,55941° S · 17,08323° O1700 m ü. NNHauptstadt in Namibia.Google Maps ist ein angenehmes, aber ruhiges Nest; nach Sonnenuntergang sind die Straßen leer. Ein Tag reicht: ChristuskircheChristuskircheKircheWindhoek · Namibia22,567754° S · 17,08732° OGoogle Maps , das Parlament im TintenpalastTintenpalastÖffentliches GebäudeWindhoek · Namibia22,566581° S · 17,089167° OGoogle Maps (2008 gab es eine spontane kostenlose Führung) und, mit einem Taxifahrer, das Township Katutura. Wer eine schicke afrikanische Stadt erleben will, fährt nach Kapstadt.

  • Essen und Kaffee: Joe’s BeerhouseJoe’s BeerhouseRestaurantWindhoek · Namibia22,550807° S · 17,090457° OGoogle Maps für die Atmosphäre, das Café ZooCafé ZooCaféWindhoek · Namibia22,566876° S · 17,08483° OGoogle Maps im Park, die Bar oben im HiltonHiltonUnterkunftWindhoek · Namibia22,570392° S · 17,085385° OHilton · Hilton Hotels & Resorts (heutige Zuordnung)Google Maps für den Blick über die Stadt. → Namibia 2011
  • Übernachten: Die Chameleon Backpackers LodgeChameleon Backpackers LodgeUnterkunftWindhoek · Namibia22,573669° S · 17,081653° OGoogle Maps ist mein Stammquartier – gute Atmosphäre, viele Reisende, aber rechtzeitig reservieren und die Reservierung bestätigen lassen. → Namibia 2010
  • Umgebung: Der Daan-Viljoen-WildparkDaan-Viljoen-WildparkPark oder SchutzgebietWindhoek · Namibia22,528294° S · 16,971438° OGoogle Maps 20 km außerhalb ist nett, aber keine Tiergarantie. → April 2008

Etoscha-Nationalpark

Der Etoscha-NationalparkEtoscha-NationalparkPark oder SchutzgebietEtoscha · Namibia18,991331° S · 15,746055° OGoogle Maps ist das Highlight für Tierbeobachtung. Meine Erfahrungen:

  • Camps: Die Reihenfolge der Camps ergibt sich aus der Fahrtrichtung (Namutoni im Osten, Halali in der Mitte, Okaukuejo im Westen). Die staatlich geführten Camps sind einfach, Service und Essen mäßig – das beleuchtete Wasserloch ist trotzdem ein Erlebnis.
  • Tiere finden: Als Laie fährt man leicht stundenlang durch den Busch, ohne etwas zu sehen. Die geführte Frühsafari ab dem Camp lohnt sich (bei uns: Löwen nach wenigen Minuten). Tipp: Wo Safari-Fahrzeuge mit Wildhütern halten, auch halten.
  • Anfahrt: Aus Windhoek ein langer Tag; Übernachtung in TsumebTsumebStadt / OrtNamibia19,24842° S · 17,71345° O1309 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps bietet sich an.

→ Namibia April 2008

Swakopmund und die Küste

  • SwakopmundSwakopmundStadt / OrtNamibia22,67842° S · 14,52663° O18 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps : viel deutsches Flair, Kuchen und guter Fisch, angenehmes Klima. Absolutes Muss ist eine Quad-Tour durch die Dünen – wer das gemacht hat, kann sich die Dünen von Sossusvlei zur Not sparen. → April 2008
  • Anreise per Zug: Der StarLine von Otjiwarongo nach Swakopmund ist ein Erlebnis, aber unpünktlich und ohne Speisewagen – Ankunft mitten in der Nacht.
  • Walvis BayWalvis BayStadt / OrtNamibia22,9575° S · 14,50528° O6 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps : muss man nicht gesehen haben.
  • Cape CrossCape CrossPark oder SchutzgebietCape Cross · Namibia21,763359° S · 13,96457° OGoogle Maps : riesige Robbenkolonie – eindrucksvoll, aber es stinkt gewaltig.
  • Skelettküste: Wracks alle paar Meter sind ein Mythos; ich habe genau eines gesehen. Pisten sind rau, platte Reifen häufig.
  • Baden: nur für Abgehärtete, das Wasser ist eiskalt.

Der Norden: Kavango und Ovamboland

Im Norden ist Namibia dichter besiedelt und afrikanischer, mit wenigen Touristen. → Namibia 2011

  • RunduRunduStadt / OrtNamibia17,91796° S · 19,77314° O1114 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps am Okavango: Grenzstadt zu Angola, Lodges am Fluss (Tambuti Lodge zum Essen). Unterkünfte sind knapp, auch bestätigte Reservierungen sind nicht immer sicher.
  • OtjikotoseeOtjikotoseeSeeTsumeb · Namibia19,194792° S · 17,549698° OGoogle Maps bei Tsumeb: kleiner Karstsee, in dem 1915 die Schutztruppe ihre Waffen versenkte – kurzer, lohnender Stopp.
  • Ruacana-FälleRuacana-FälleNaturdenkmalRuacana · Namibia17,393135° S · 14,218135° OGoogle Maps : direkt an der Grenze zu Angola. Spektakulär nur in der Regenzeit (etwa Januar bis Juni); im November ein Rinnsal.
  • Ombalantu Baobab TreeOmbalantu Baobab TreeNaturdenkmalOutapi · Namibia17,511884° S · 14,987744° OGoogle Maps in Outapi: ein Affenbrotbaum mit einer Minikirche im Inneren – einer der originellsten Orte des Landes.
  • Übernachten: Das Protea Hotel OndangwaProtea Hotel OndangwaUnterkunftOndangwa · Namibia17,903161° S · 15,969181° OMarriott International · Protea Hotels — Heutige MarkenzugehörigkeitGoogle Maps ist die komfortable Option in der Region.
  • Politik: Weil nördlich der Etoscha die meisten Menschen leben, konzentrierte sich der Wahlkampf zur Zeit meiner Reisen 2008/09 dort; andere Städte vernachlässigten die Politiker eher.

Der Süden

  • Fish River CanyonFish River CanyonNaturdenkmalFish River Canyon · Namibia27,610164° S · 17,606075° OGoogle Maps : einer der großen Canyons der Welt und für mich eines der Highlights Namibias. → Januar 2009
  • Ai-Ais: heiße Quellen am Ende des Canyons, schöne Lodge für ein paar Stunden – aber keine Fontäne, nur ein Pool. → Namibia 2011
  • LüderitzLüderitzStadt / OrtNamibia26,64807° S · 15,15383° O16 m ü. NNOrt in Namibia.Google Maps : wirkt wie Deutschland in den 50er-Jahren – schön. → Januar 2009
  • SossusvleiSossusvleiNaturdenkmalSossusvlei · Namibia24,739534° S · 15,29236° OGoogle Maps : die berühmten roten Dünen; die Anfahrt ist überwiegend Piste und beschwerlich. → Januar 2009
  • Keetmanshoop und Mariental: reine Übernachtungsstopps. Wichtig: Nicht zu spät eine Unterkunft suchen – Hotels nehmen abends oft nicht mehr ab, und bei Veranstaltungen ist alles ausgebucht. Das Canyon Hotel in Keetmanshoop hat rund um die Uhr geöffnet.

Praktisches

  • Anreise: Direktflüge gibt es heute mit Discover Airlines ab Frankfurt und München. Condor hat die Verbindung ab Frankfurt für Juni 2027 angekündigt. Air Berlin und Air Namibia, mit denen ich früher flog, existieren nicht mehr. Aus Südafrika und Sambia fährt Intercape.
  • Mietwagen: am besten schon am Flughafen reservieren; Hin- und Rücktransfer ohne Auto ist mühsam, öffentliche Busse zum Flughafen gibt es nicht. Ein Geländewagen ist abseits der Hauptstraßen von Vorteil, Ersatzreifen ist Pflicht.
  • Verkehr: Linksverkehr. Nachtfahrten vermeiden.
  • Grenzübergänge mit dem Mietwagen: nach Südafrika problemlos (Papiere fürs Auto an separaten Schaltern). Bei der Einreise nach Namibia wird eine „Road Fee“ fällig.
  • Internet: In kleineren Orten waren Tankstellen-Wimpys oft der einzige zuverlässige WLAN-Hotspot – das Essen dort ist allerdings nicht der Rede wert.
  • Essen: Fleisch, Fleisch, Fleisch. Gemüse ist selten (bis auf eine Kürbisart), Vegetarisches ist rar; südafrikanische Ketten wie Steers sind in Ordnung.

entdecken

Erwähnte Orte in Namibia

15 Positionen aus den Reiseberichten.

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  1. ChristuskircheOrt
  2. TintenpalastOrt
  3. Joe’s BeerhouseOrt
  4. Café ZooOrt
  5. HiltonOrt
  6. Chameleon Backpackers LodgeOrt
  7. Daan-Viljoen-WildparkOrt
  8. Etoscha-NationalparkOrt
  9. Cape CrossOrt
  10. OtjikotoseeOrt
  11. Ruacana-FälleOrt
  12. Ombalantu Baobab TreeOrt
  13. Protea Hotel OndangwaOrt
  14. Fish River CanyonOrt
  15. SossusvleiOrt

Weitere Reiseberichte

reiseberichte

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Namibia – Okavango, Ovamboland und der Süden

Es ist meine vierte Reise nach Namibia, nach April 2008, Dezember 2008 und Oktober 2010. Diesmal buche ich Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Windhoek und nehme direkt am Flughafen einen Mietwagen für einen Monat. Nach dem Norden Namibias fahre ich mit dem Auto durch Südafrika und wieder zurück.

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Namibia – mit dem Nachtbus nach Windhoek

Namibia ist 2010 nur eine Durchgangsstation meiner zweiten großen Rundreise durch Afrika: Ich komme aus Südafrika und warte in Windhoek auf den Bus nach Sambia. Es ist mein dritter Besuch in Namibia nach April 2008 und Dezember 2008.

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Namibia – Windhoek, Etoscha und Skelettküste

Namibia ist für mich das erste richtige afrikanische Land – wenn man von Ägypten und Tunesien einmal absieht. Insgesamt führen mich vier Reisen hierher; dies ist die erste. Die unendliche Weite der Landschaft ist traumhaft, nachts ist die Milchstraße hell zu sehen, so klar, wie sie durch die Lichtverschmutzung in Deutschland nie leuchtet. Doch auch die Unterschiede in der Bevölkerung entgehen einem nicht: eine arme Landbevölkerung auf der einen Seite und eine kleine weiße, deutschsprachige Schicht, die in feinen Cafés in Swakopmund speist, auf der anderen.

Namibia13 min lesezeit

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